Die erste umfassende Darstellung der Antiterror-Aktivitäten der CIA<br />
<br />Entführung, Folter, brutale Verhöre: die dunkle Seite der US-Terrorbekämpfung. Menschen wie der Deutsche Khaled el-Masri gerieten in den Verdacht, Helfer des Terrornetzwerks al-Qaida zu sein, und wurden von CIA-Agenten verschleppt. Der britische Journalist und CIA-Experte Stephen Grey schildert erstmals umfassend die umstrittenen Anti-Terror-Aktivitäten des amerikanischen Geheimdienstes seit dem 11. September 2001.<br />
<br />Nach dem 11. September 2001 erklärten die USA den »Krieg gegen den Terror«. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Geheimdienst CIA, der von der Regierung freie Hand für seine Operationen erhielt. Der Journalist Stephen Grey fand heraus, wie die CIA Terrorverdächtige systematisch in befreundete Länder verschleppt, wo von den USA überwachte Gefängnisse existieren und Häftlinge brutalen Verhören und Folter ausgesetzt werden. Die Arbeitsteilung hat Methode, denn diese Vorgänge entziehen sich in Ländern wie Syrien und Usbekistan der Kontrolle der Öffentlichkeit.<br />
<br />Grey stützt sich für seine Darstellung auf die Aussagen von ranghohen amerikanischen Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern, von CIA-Agenten, Diplomaten und Geheimdienstlern verschiedener Länder sowie Betroffenen. Ihm liegen darüber hinaus geheime Unterlagen über die CIA-Flüge vor.<br />
<br />Bahnbrechende Recherchen über die systematische Auslagerung brutaler Verhöre in befreundete Staaten.<br />
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"DAMASKUS, SYRIEN, DIENSTAG, 17. DEZEMBER 2002§Das Hotel Sheraton wirbt mit seinem Standort im Herzen der Stadt. Es ist rings um einen Hof gebaut. An drei Seiten umgeben vierstöckige Gebäude zwei weiße Marmortreppen, die wie durch ein Amphitheater zu einem weißen, schimmernden Swimmingpool hinabführen, umgeben von Liegestühlen und Palmen. Von dem Aufklärungssatelliten Ikonos aus - 680 Kilometer über der Erde - kann man das Wasser des Pools erkennen. Im Innern bietet das Gebäude nicht nur die einheimische Küche an, sondern auch ein"English Pub", Luigis Pizzarestaurant und den Nachtclub "Rumors Disco Bar", geöffnet bis 3.00 Uhr morgens.§Lassen Sie den Türsteher in der Livree und den korrekt gekleideten Geschäftsmann hinter sich und treten Sie ein in den Orient. Eine Kakophonie aus Auto- und Bushupen erwartet Sie, wenn Sie nach rechts in den geschäftigen Omaijaden-Platz einbiegen.§Nehmen Sie die zweite Ausfahrt rechts, die Addakhel-Straße, und fahren Sie am Sitz des syrischen Fernsehens vorbei den Hügel aufwärts. An der nächsten Kreuzung, die über ein altes Eisenbahngleis führt, biegen Sie rechts in die Palästina-Straße ein. Biegen Sie an einem breiten Boulevard links ein. Ihnen wird auffallen, dass die Straße merkwürdig verlassen ist. Rechts stehen drei eindrucksvolle Betongebäude mit Wachtürmen an den Ecken, die von Soldaten und Männern in Zivil bewacht werden. Sie tragen Maschinenpistolen. Das dritte Gebäude hat einen Eingang mit einem schwarzen Stahltor und ein Schild, auf dem auf Englisch steht "No photography". Mit einer "Einladung" dürften Sie diesen großen Komplex betreten. Sie überqueren den Hof und gelangen in ein Gebäude auf der rechten Seite. Hier geht es durch ein Büro (das des Gefängnisdirektors) in einen Korridor, dann nach links, einige Stufen ins Kellergeschoss hinab. Nun befänden Sie sich in Syriens meistgefürchtetem Folterkerker Far Filastin, auf Deutsch: Palästina-Abteilung.§Den Korridor entlang geht es weiter, an fünf großen Gemeinschaftszellen auf beiden Seiten vorbei. Wären die Stahltüren offen, würden Sie Männer auf dem nackten Betonboden sitzen sehen, in der letzten Zelle rechts Frauen und Kinder. Sie gehen immer weiter, bis ans Ende des Gebäudes, und gelangen an eine T-Kreuzung. Vor Ihnen liegen zwei kleine Toiletten und links und rechts erstreckt sich jeweils ein kurzer Gang, wo Sie auf beiden Seiten so etwas wie Klosterzellen erblicken. Links und rechts gibt es jeweils fünf Zellen und gegenüber noch einmal so viele. Nur in der Ecke ganz links fehlt eine Zelle, dort führt eine Tür weiter in eine verbotene Kammer. Das ergibt insgesamt 19 kleine Zellen. Die Zellen sind im Gegenuhrzeigersinn nummeriert, angefangen mit Nr. 1 rechts von der T-Kreuzung bis zu Nr. 19 links."
Nach dem 11. September 2001 erklärten die USA den"Krieg gegen den Terror". Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Geheimdienst CIA, der von der Regierung freie Hand für seine Operationen erhielt. Der Journalist Stephen Grey fand heraus, wie die CIA Terrorverdächtige systematisch in befreundete Länder verschleppt, wo von den USA überwachte Gefängnisse existieren und Häftlinge brutalen Verhören und Folter ausgesetzt werden. Die Arbeitsteilung hat Methode, denn diese Vorgänge entziehen sich in Ländern wie Syrien und Usbekistan der Kontrolle der Öffentlichkeit.§Grey stützt sich für seine Darstellung auf die Aussagen von ranghohen amerikanischen Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern, von CIA-Agenten, Diplomaten und Geheimdienstlern verschiedener Länder sowie Betroffenen. Ihm liegen darüber hinaus geheime Unterlagen über die CIA-Flüge vor.
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