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Mondspur - Heyne-Bücher Allgemeine Reihe

   von J. R. Ward

buch.de-Verkaufsrang:
4291
ISBN-10:
3-453-56511-8
ISBN-13:
978-3-453-56511-1
Erschienen:
03.2008
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Heyne-Bücher Allgemeine Reihe»
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
19 cm
Seitenzahl:
350
Gewicht:
260 g
Auflage:
5
Erschienen bei:
Heyne
Übersetzer: Astrid Finke

Beschreibung

Dᅵster, erotisch, unwiderstehlich! Der Millionen-Bestseller aus den USA nun endlich auch in Deutschland: Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegrᅵndet wurden ᅵ die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tᅵdlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefᅵhrlich nahe gekommenᅵᅵ Mystery der neuen Generation ᅵ mit ihrer BLACK-DAGGER-Serie hat J. R.Ward auf Anhieb Kultstatus erlangt. "Grandios! Wenn es eine Gᅵttin der modernen Mystery gibt, dann ist es J.R. Ward." Nicole Jordan

Leseprobe

ᅵVerflucht noch mal, Zsadist! Lass den Scheiᅵ ...ᅵ
Phurys Stimme ᅵbertᅵnte nur mit Mᅵhe das Gerᅵusch des Aufpralls vor ihnen. Und sie hielt seinen Zwillingsbruder nicht davon ab, bei achtzig Sachen aus dem fahrenden Escalade zu springen.
ᅵV, er ist drauᅵen! Kehrtwende!ᅵ
Phurys Schulter knallte gegen das Fenster, als Vishous das Steuer des SUVs gekonnt herumriss. Die Scheinwerfer wirbelten herum und strichen ᅵber Z hinweg, der sich auf dem schneebedeckten Asphalt abrollte. Nur den Bruchteil einer Sekunde spᅵter sprang er wieder auf die Fᅵᅵe und sprintete auf die qualmende, zerknitterte Limousine zu, die jetzt einen Baumstamm als Dekoration auf der Motorhaube trug.
Ohne seinen Bruder aus den Augen zu lassen, tastete Phury nach seinem Sicherheitsgurt. Die Lesser, die sie hier hinaus an den Rand von Caldwell gejagt hatten, mochten vielleicht von den Gesetzen der Physik rᅵde an der Weiterfahrt gehindert worden sein, aber das hieᅵ nicht, dass sie aus dem Verkehr gezogen waren. Diese untoten Dreckskerle waren ziemlich hart im Nehmen.
Der Escalade blieb ruckartig stehen. Phury riss die Tᅵr auf seiner Seite auf, wᅵhrend er gleichzeitig die Beretta zog. Schwer zu sagen, wie viele Lesser in dem Auto saᅵen, oder was fᅵr Munition sie dabeihatten. Die Feinde der Vampire traten normalerweise in Rudeln auf und waren immer schwer bewaffnet - Verfluchte Scheiᅵe! Drei hellhaarige Jᅵger stiegen aus, und nur der Fahrer wirkte von dem Unfall ein bisschen angeschlagen.
Das miserable Krᅵfteverhᅵltnis bremste Zsadist nicht im Mindesten. Lebensmᅵder Wahnsinniger, der er war, stᅵrzte er sich mit gezogenem schwarzem Dolch unbeirrbar auf die untote Dreiergruppe.
Inzwischen stᅵrmte auch Phury quer ᅵber die Straᅵe, dicht gefolgt von Vishous. Leider waren sie vᅵllig ᅵberflᅵssig.
Die Luft war von gerᅵuschlosem Schneegestᅵber erfᅵllt, und der sᅵᅵe Duft der Kiefern mischte sich mit dem aus dem zerstᅵrten Auto austretenden Benzin. Zsadist erledigte alle drei Lesser allein mit seinem Dolch. Zuerst zerschnitt er ihnen die Sehnen der Kniekehlen, damit sie nicht mehr weglaufen konnten, dann brach er ihnen die Arme, damit sie sich nicht mehr wehren konnten, und schlieᅵlich schleifte er sie ᅵber den Boden und reihte sie nebeneinander auf wie schauerliche Puppen.
Das Ganze dauerte maximal viereinhalb Minuten, inklusive dem Einsammeln der Ausweise und Fᅵhrerscheine. Danach hielt Zsadist kurz inne und schᅵpfte Atem. Als er so auf die ᅵlspur aus schwarzem Blut blickte, die sich ᅵber den weiᅵen Schnee zog, stieg Dampf von seinen Schultern auf, ein merkwᅵrdig sanft wirkender Dunst, der vom eiskalten Wind verweht wurde.
Phury steckte seine Beretta wieder in das Holster zurᅵck und verspᅵrte eine leichte ᅵbelkeit, als hᅵtte er eine Familienpackung Butter verdrᅵckt. Unbehaglich rieb er sich das Brustbein, sah sich zuerst nach links um, dann nach rechts. Die Route 22 war zu dieser nachtschlafenden Zeit auᅵerhalb Caldwells wie ausgestorben. Menschliche Zeugen waren hᅵchst unwahrscheinlich. Und Rehe zᅵhlten nicht.
Er wusste, was jetzt kam. Versuchte erst gar nicht, es aufzuhalten.
Zsadist kniete sich hin und beugte sich ᅵber einen der Lesser, das vernarbte Gesicht verzerrt vor Hass, die zerstᅵrte Oberlippe gefletscht, die Fᅵnge lᅵnger als die eines Tigers. Mit seinem kurz geschorenen Haar und den eingefallenen Wangen sah er aus wie der Sensenmann hᅵchstpersᅵnlich; und wie Gevatter Tod stᅵrte es auch ihn nicht im Geringsten, in der Kᅵlte zu arbeiten. Er war besser bewaffnet als angezogen; trug lediglich einen schwarzen Rolli und eine weite schwarze Hose am Leib, doch ᅵber seine Brust spannte sich das Markenzeichen der Bruderschaft der Black Dagger, die gekreuzten Dolchhalfter. Um die Oberschenkel hatte er zwei weitere Messer geschnallt, und in seinem Pistolengurt steckten zwei SIG Sauer.
Wobei er die Neun-Millimeter-Waffen nie benutzte. Er wurde lieber persᅵnlich, wenn er tᅵtete. Das waren die einzigen Momente, in denen er ᅵberhaupt jemandem nahe kam.
Jetzt packte Z den Lesser am Kragen seiner Lederjacke, riss seinen Oberkᅵrper heftig vom Boden hoch und hielt ihn sich ganz dicht vor das Gesicht.
ᅵWo ist die Frau?ᅵ Als er auᅵer einem gemeinen Lachen keine Antwort bekam, verpasste Z dem Vampirjᅵger einen Fausthieb. Der Schlag hallte in den Bᅵumen wider, ein hartes Gerᅵusch wie von einem zerbrechenden Ast. ᅵWo ist die Frau?ᅵ
Das hᅵhnische Grinsen machte Z so wᅵtend, dass er sein eigener Polarkreis wurde. Die Luft um seinen Kᅵrper herum lud sich magnetisch auf und wurde kᅵlter als die Nacht. Keine Schneeflocke war mehr in seiner Nᅵhe zu sehen, als lᅵsten sie sich durch die Kraft seines Zorns in Nichts auf.
Hinter sich hᅵrte Phury ein leises Knistern und blickte sich um. Vishous zᅵndete sich eine Selbstgedrehte an, die Tattoos um seine linke Schlᅵfe herum und das Ziegenbᅵrtchen um seinen Mund leuchteten im orangefarbenen Schein der Flamme auf.
Beim Gerᅵusch eines weiteren Faustschlags nahm V einen tiefen Zug und lieᅵ den Blick seiner diamantklaren Augen zur Seite wandern. ᅵAlles klar bei dir, Phury?ᅵ
Nein, nichts war klar. Zs aggressives Wesen war schon immer legendᅵr gewesen, doch in letzter Zeit war er so brutal geworden, dass man ihm kaum noch zusehen konnte. Das bodenlose, seelenlose Nichts in ihm war vᅵllig entfesselt, seitdem Bella von den Lessern entfᅵhrt worden war.
Und immer noch gab es keine Spur von ihr. Die Brᅵder hatten keine Hinweise, keine Anhaltspunkte, absolute Fehlanzeige, wohin sie auch blickten. Trotz Zs knallharter Befragungstechnik.
Phury war selbst vᅵllig fertig wegen der Entfᅵhrung. Zwar kannte er Bella noch nicht lange, doch sie war eine so schᅵne Frau, aus der obersten Adelsschicht ihrer Rasse. Fᅵr ihn allerdings hatte sie mehr bedeutet als nur eine edle Blutlinie. So viel mehr. Sie hatte jenseits seines Zᅵlibatsschwurs den Mann hinter der Selbstbeherrschung berᅵhrt, hatte etwas in ihm aufgewᅵhlt, das er tief in sich verborgen hatte. Er versuchte ebenso verzweifelt, sie zu finden wie Zsadist, doch nach sechs Wochen verlor er langsam den Glauben daran, dass sie noch lebte. Die Lesser folterten Vampire, um Informationen ᅵber die Bruderschaft aus ihnen herauszubekommen, und wie der Rest der Zivilbevᅵlkerung wusste sie nur wenig ᅵber die Brᅵder. Sicherlich hatte man sie inzwischen getᅵtet.
Seine einzige Hoffnung war, dass sie nicht tage- oder gar wochenlang durch die Hᅵlle hatte gehen mᅵssen, bevor sie in den Schleier eingehen durfte.
ᅵWas habt ihr mit der Frau gemacht?ᅵ, knurrte Zsadist den nᅵchsten Lesser an. Als er nur ein ᅵLeck michᅵ zu hᅵren bekam, biss er den Scheiᅵkerl in einer bemerkenswerten Imitation von Mike Tyson.
Warum allerdings Zsadist sich ᅵberhaupt derart um eine vermisste Vampirin kᅵmmerte, kapierte keiner in der Bruderschaft. Er war bekannt fᅵr seinen Frauenhass - ach was, er war dafᅵr geradezu gefᅵrchtet. Warum also ausgerechnet Bella ihm etwas bedeutete, blieb ein Rᅵtsel.
Wᅵhrend das Echo von Zs schmutziger Arbeit die Einsamkeit des Waldes durchbrach, spᅵrte Phury, wie er selbst der Befragung nicht standhielt, obwohl die Lesser stark blieben und keinerlei Information preisgaben.
ᅵIch weiᅵ nicht, wie lange ich das noch aushalteᅵ, flᅵsterte er kaum hᅵrbar.
Zsadist war das Einzige, was er im Leben hatte, auᅵer der Mission der Bruderschaft, die Vampire gegen die Lesser zu verteidigen. Jeden Tag schlief Phury allein, wenn er ᅵberhaupt schlief. Essen verschaffte ihm nur wenig Lust. Frauen standen wegen seines Zᅵlibats nicht zur Debatte. Und jede einzelne Sekunde machte er sich
Sorgen, was Zsadist als Nᅵchstes abziehen und wer dadurch verletzt werden wᅵrde. Er fᅵhlte sich, als stᅵrbe er an tausend Stichen, als verblutete er ganz langsam. Eine Ersatzzielscheibe fᅵr die gesammelte Mordlust seines Zwillingsbruders.
V streckte die Hand mit dem Handschuh aus und umschloss Phurys Hals. ᅵSieh mich an, Mann.ᅵ
Phury schielte zu ihm herᅵber und zuckte zusammen. Die Pupille von Vishous′ linkem Auge - dem mit der Tᅵtowierung darum - dehnte sich, bis man nichts mehr sah als ein schwarzes Loch.
ᅵVishous, nein ... ich will nicht ...ᅵ Scheiᅵe. Das fehlte ihm gerade noch, jetzt etwas ᅵber die Zukunft zu erfahren. Wie sollte er, bitte schᅵn, damit umgehen, dass alles nur noch schlimmer werden wᅵrde?
ᅵDer Schnee fᅵllt heute Nacht langsamᅵ, sagte V und rieb sich mit dem Daumen ᅵber eine pulsierende Halsader.
Phury blinzelte, eine merkwᅵrdige Ruhe senkte sich ᅵber ihn, sein Herzschlag verlangsamte sich auf den Rhythmus von Vs Daumen.
ᅵDer Schnee ... er fᅵllt so langsam.ᅵ
ᅵJa ... ja, das tut er.ᅵ
ᅵUnd wir hatten in diesem Jahr viel Schnee, nicht wahr?ᅵ
ᅵAhm ... ja.ᅵ
ᅵJa ... viel Schnee, und es wird noch mehr kommen. Heute Nacht. Morgen. Nᅵchsten Monat. Nᅵchstes Jahr. Die Flocken kommen, wann sie wollen, und fallen, wo sie wollen.ᅵ
ᅵDas stimmtᅵ, entgegnete Phury leise. ᅵMan kann es nicht aufhalten.ᅵ
ᅵNur der Boden kann es aufhalten.ᅵ Der Daumen hᅵrte auf zu reiben. ᅵMein Bruder, fᅵr mich siehst du nicht aus wie der Erdboden. Du wirst den Schnee nicht aufhalten. Niemals.ᅵ
Eine Reihe von Knallgerᅵuschen ertᅵnte, gefolgt von Lichtblitzen, als Z den Lessern den Dolch in die Brust stieᅵ, und die Kᅵrper sich in nichts auflᅵsten. Dann hᅵrte man nur noch das Zischen des kaputten Kᅵhlers und Zs schweres Atmen.
Wie ein Gespenst erhob er sich von dem schwarz durchtrᅵnkten Boden, das Blut der Lesser strᅵmte ihm ᅵber Gesicht und Arme. Seine Aura war ein schimmernder Dunst der Gewalt, der die Szenerie hinter ihm zum Flimmern brachte und den Wald um den Umriss seines Kᅵrpers herum unscharf wirken lieᅵ.
ᅵIch fahre in die Stadtᅵ, sagte er und wischte sich die Klinge am Oberschenkel ab, ᅵund suche mir ein paar weitere.ᅵ
Unmittelbar bevor Mr O wieder loszog, um Vampire zu jagen, ᅵffnete er die Trommel seiner Neun-Millimeter-Smith-&-Wesson und untersuchte das Innere des Laufs. Die Waffe musste dringend gereinigt werden, genau wie seine Glock. Er hatte zwar noch jede Menge andere Sachen auf seiner Erledigungsliste stehen, aber nur ein Vollidiot pflegte seine Knarren nicht. Ein Lesser musste immer tadellose Waffen bei sich haben. Bei einem Gegner wie der Bruderschaft der Black Dagger durfte man sich keine Nachlᅵssigkeit erlauben.
Auf seinem Weg quer durch das Uberzeugungszentrum machte er einen Schlenker um den Autopsietisch herum, den sie fᅵr ihre Arbeit benutzten. Das Gebᅵude bestand aus einem einzigen Raum ohne Isolierung und ohne Bodenbelag, doch da keine Fenster eingebaut waren, drang immerhin kaum Wind ein. Es gab eine Pritsche, auf der er schlief. Eine Dusche.

Kurzbeschreibung

Düster, erotisch, unwiderstehlich!<br />
<br />Einst hat Phury seinen Zwillingsbruder Zsadist aus grausamer Gefangenschaft befreit. Doch obwohl seitdem mehr als ein Jahrhundert vergangen ist, heilen Zs Wunden nicht. Gezeichnet an Körper und Seele ist er wohl der düsterste und unheimlichste Krieger der Bruderschaft der BLACK DAGGER. Erst als er die schöne Aristokratin Bella trifft, die sich zu ihm hingezogen fühlt, erwacht in Zsadist plötzlich wieder ein Gefühl, das er längst für begraben hielt: Hoffnung. Doch auch sein Zwilling Phury, der in einem selbstauferlegten Zölibat lebt, zeigt Interesse an Bella. Als die junge Vampirin von der Gesellschaft der Lesser entführt wird, müssen die beiden Brüder ihre Schwierigkeiten überwinden und gemeinsam alles daransetzen, die Frau zu retten, die sie lieben ...<br />
<br />Mystery der neuen Generation - mit ihrer BLACK-DAGGER-Serie hat J. R.Ward auf Anhieb Kultstatus erlangt.<br />
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