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Der 30jährige Krieg aus Oberpfälzer Sicht

von Gerhard Reiss (Buch)

  • ISBN:3-638-83806-4
  • EAN:9783638838061
  • Veröffentlichungsdatum:November 2007
  • Gewicht in g:49
  • Seiten:24

Kurzbeschreibung:

Forschungsarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, 0 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Oberpfalz hat schon immer unter den kriegerischen Durchzügen gelitten. Dass ihr Landesherr die Böhmische Krone wollte, am Weißen Berg eine Niederlage erlitt und Maximilian von Bayern schon lange auf diese Lande spekulierte ..... Eine nicht typische Episode in der Reformationsgeschichte. Vollständige Zitierung über Fußnoten, daher kein Literaturverzeichnis. , Abstract: Es ist notwendig, dieses Kapitel zu benennen, denn die kleinen Dörfer Kirchenlaibach oder Muckenreuth - in denen meine Sippenforschung im Teil III beginnt - hatten in dem entsetzlich langen Krieg keine Schlagzeile gemacht. Das Staatsarchiv Amberg bewahrt ein ansehnliches Paket von Akten über die Kriegsläufe im Gebiet der Oberpfalz auf. Der Amberger Heimatforscher Josef Dollacker hat sie gesichtet und in einem Manuskript, chronologisch geordnet, aufbereitet, dem Archiv zur Verfügung gestellt. Der 30jährige Krieg von 1618-48 war die Fortsetzung und die Folge der Glaubensspaltung in Deutschland, weitete sich aber mit fortschreitender Zeit zu machtpolitischen Interessenkämpfen europäischen Ausmaßes aus. Deutschlands evangelische Fürsten hatten sich 1608 in der "Union" zusammengeschlossen, worauf die katholischen 1609 mit der Gründung der "Liga" antworteten. Auf ihrer Seite stand von Anfang an die Macht des katholischen deutschen Kaiserhauses in Wien. Die Evangelischen erhielten später in den Schweden kraftvolle Glaubens- und Kampfgenossen. Die dominierenden Männer auf katholischer Seite waren der willensstarke bayrische Herzog Maximilian und sein Feldhauptmann Tilly sowie des Kaisers Feldherr Wallenstein. Die überragende Figur der protestantischen Partei sollte Schwedens König Gustav Adolf werden. Als die Ereignisse in Böhmen mit dem Prager Fenstersturz (23.05.1618) einen dramatischen Höhepunkt fanden und der Pfälzer Kurfürst, wohl ohne Einsicht in die unausbleiblichen Folgen seines Unternehmens, die angebotene Krone nahm (1619) - in Waldsassen, an der Grenze seines alten und neuen Herrschaftsgebietes, wurde er von der böhmischen Abordnung empfangen - , ließ Maximilian von Bayern für Kaiser Ferdinand seine Truppen in Böhmen einmarschieren. Am 23. Mai 1618 begann mit dem Prager Fenstersturz der 30jährige Krieg, an dessen Ausbruch der in der Oberpfalz (Amberg) residierende Statthalter der Oberen Pfalz, Fürst Christian von Anhalt, wesentlichen Anteil hatte. Die Obere Pfalz gehörte damals - wie ausgeführt - zur Kurpfalz, deren Kurfürst Friedrich V., der spätere "Winterkönig", in Heidelberg seine Residenz hatte.1

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