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Warhammer 40 000. Der Kreuzzug

von Dan Abnett, Christian Jentzsch (Buch)

  • ISBN:3-453-52424-1
  • EAN:9783453524248
  • Veröffentlichungsdatum:Mai 2011
  • Gewicht in g:267
  • Reihe:Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
  • Seiten:400

Beschreibung:

Die Mächte des Chaos sind in die Galaxis eingefallen und ziehen nun mit zerstörerischer Kraft von Planet zu Planet. Wird es General Gaunt und seinen Geisterkriegern gelingen, die übermächtig scheine dunkle Armee zu besiegen?


Kurzbeschreibung:

Die Mächte des Chaos sind in die Galaxis eingefallen und ziehen nun mit zerstörerischer Kraft von Planet zu Planet. Wird es General Gaunt und seinen Geisterkriegern gelingen, die übermächtig scheinende dunkle Armee zu besiegen?



Leseprobe:

»Das zweiundzwanzigste Jahr des Sabbatwelten-Kreuzzugs erlebte eine Periode neuerlichen Glücks für Kriegsmeister Macaroths Hauptkampfgruppen. Durch rasche und entscheidende Siege bei Cabal Alpha, Gerlinde und Zadok angespornt, machten die Streitkräfte des Kriegsmeisters einen entschlossenen Vorstoß in den umkämpften Carcaradon-Sternhaufen und zwangen die größeren Heere des feindlichen Heerführers, (>ArchonAuf Macaroths kernwärtiger Flanke und auch zunehmend in seinem Rücken hielten die sekundären Kampfgruppen - die Fünfte, Achte und Neunte Kreuzzugsarmee - ihre Bemühungen aufrecht, die Streitkräfte von Magister Anakwanar Sek, Gaurs fähigstem Unterführer, aus den Randgebieten der Khan-Gruppe zu vertreiben.
Durch Probleme in den Bereichen Moral und Logistik sowie die Tatsache geschwächt, dass ein Großteil der Truppen aus neuen und erst kürzlich ausgehobenen Regimentern bestand (die Mehrheit der erfahrenen Garde-Einheiten und Veteranen waren der Hauptstreitmacht eingegliedert worden), hatte die zweite Front zu Beginn des Jahres 777.M41 zu stagnieren begonnen.
Die Probleme wurden dadurch verstärkt, dass die Armeen der zweiten Front den extrem tüchtigen Streitkräften Seks sehr oft an Klasse unterlegen waren. Höchstwahrscheinlich hätten sich viele Befehlshaber der zweiten Front Macaroths strengstes Missfallen zugezogen, wäre der Kriegsmeister nicht so ausschließlich mit seinen eigenen Zielen beschäftigt gewesen. Doch General Van Voytz von der Fünften Armee unternahm ernsthafte Anstrengungen, die zweite Front zusammenzuhalten, insbesondere durch die Vorantreibung einer Reihe kompromissloser Aktionen mit dem Ziel, gewisse Welten zu befreien, die noch bis vor kurzem als>vergebliche LiebesmühVan Voytz taufte seine Strategie>Brandrodung>Brandrodung- aus Geschichte der Späten Imperialen Kreuzzüge


WARHAMMER
40.000


Auf der Straße zum Ruhm
TMBIN war ein Akronym und fand im Untergeschoss statt. In der Abteilung waren zweihundertvierunddreißig Skalps, und die Mehrheit war aufgrund des »B« im Namen dort. Am ersten Tag kannte Criid noch niemanden und stand allein da, die Hände in den Taschen. Das zog ein paar Worte der Erläuterung von Ausbilder Kexie nach sich.
»Kein verdammter Gardist, nicht mal so'n nassfürziger Skalp wie Sie, parkt die Hände in der Tasche!«, stellte er klar. Kexie war zweizwanzig groß und sah aus, als wäre er aus Dörrfleisch gestrickt. Er redete langsam und gemessen, als habe er alle Zeit der Welt, sie zu beschimpfen und zu verunglimpfen, und die Worte kamen wie Leuchtspurgeschosse aus seinem trockenen, lippenlosen Mund: heiß, grell und brennend. Wenn er in der Nacht brüllte, konnte man sehen, wie seine Worte die Dunkelheit tackerten wie Phosphortränen.
Ausbilder Kexie hatte einen Stock. Aus Gründen, die sich niemand in der Abteilung erklären konnte, nannte er ihn »Saroo«. Es war ein dicker Holm aus gedrechseltem Hartholz, vierzig Zentimeter lang, und er ähnelte sowohl einem Offiziersstab als auch einem Stuhlbein. Kexie unterstrich gern gewisse Wörter und Redewendungen mit Saroo. Bei »nassfürziger Skalp« zog Kexie Saroo über Criids linke Hand, die noch in der Tasche steckte. Blitzartig flackerten Schmerzen in den Knöcheln von Criids Faust auf. Bei »wie Sie« besuchte Saroo Criids rechte Hand. Die Wörter »parkt die Hände« ließen Saroo zwischen Criids Beine schnellen. Criid fiel auf das Metalldeck und schnappte nach Luft.
»Aufrecht, die Hände an den Seiten. Keine andere Haltung ist für den Gott-Imperator, mich und Saroo akzeptabel. Haben wir uns verstanden?«
»Jawoll, Herr Ausbilder.«
»Ech«, sagte Kexie, indem er den Kopf ein wenig zur Seite neigte. Er hatte, wie sie noch herausfinden würden, die Angewohnheit, seine Sprüche mit diesem speziellen Laut zu unterstreichen. »Ech, nennen Sie das einen sauberen Lader?« »Ech, was für'n scheißweicher Versuch!« »Mehr haben Sie nicht zu bieten, ech?«
»Ech«, sagte er, »ich glaube, Saroo kann Sie nicht hören, Skalp.«
»Jawoll, Herr Ausbilder!«, brüllte Criid. »Wir haben uns verstanden, Herr Ausbilder!«
»Stehen Sie auf«, schnaufte Kexie und wandte sich wieder an die anderen.
Einige dieser anderen waren äußerst belustigt. Der erste Tag war noch keine zehn Minuten alt, und einer von ihnen lag bereits mit schmerzfeuchten Augen lang auf dem Deck.
Sie waren ein hässlicher Haufen, die meisten Treibgut aus verschiedenen Regimentern. Drei oder vier der Auffälligsten hatte Criid bereits einen Namen verpasst. Zumindest einen Spitznamen. Da war Vierbüchse, ein großer, stämmiger Spaßvogel aus dem 33. Kolstec. Er sei im BIN, hatte er bei ihrer Versammlung stolz verkündet, weil er »in allem Schrott« sei. Allerliebst gehörte zum Panzerregiment der Halsbergener. Sie war zum dritten Mal im BIN, obwohl dies ihre erste Begegnung mit Ausbilder Kexie war. »Ich mag keine Befehle«, hatte sie erwidert, als Vierbüchse sie fragte, aus welchem Grund sie hier sei, und es dabei belassen. Allerliebst hatte richtig harte Ecken und Kanten. Dunkelhaarig und sonnengebräunt, wirkte sie so gefährlich wie ein offenes Klappmesser in einem Seesack.
Wie so oft bei Spitznamen in der Armee gehörte Brocken zu einem jungen Burschen, der ihn nicht verdiente. Brocken war klein und hager, ein stockdürrer Tunichtgut und wie Vierbüchse ein Kolstec. Criid nahm an, die Holzhammerironie der Imperialen Garde hatte Brocken mit dem Stiel erwischt. Obwohl er klein war und aussah, als hackten alle auf ihm herum, fiel es schwer, Mitgefühl für ihn aufzubringen. Seine Lache war ein schrilles Gackern, und er benutzte es, um seinem Vergnügen an den Schmerzen anderer Ausdruck zu verleihen. Brocken war von seinem kommandierenden Offizier zu BIN geschickt worden, weil er »ein Bajonett auf einen Granatwerfer aufgepflanzt hatte, har-har-har«.
Criids Ansicht nach, keine zehn Minuten alt, war Wäsche das eigentliche Problem in der Abteilung. Wäsche erinnerte Criid an Major Rawne: groß, dunkel, gutaussehend und giftig. Er wusste, dass er gut aussah, sogar im verblichenen BIN-Drillich, und er betrachtete sie alle mit verächtlichem Schweigen. Als Vierbüchse ihn bei ihrem ersten Antreten gefragt hatte, »wofür sie ihn verknackt hätten«, kniff Wäsche lediglich die Augen zusammen und drehte ihm den Rücken zu.
»Oooh, harter Bursche, har-har-har!«, hatte Brocken gegackert, und Vierbüchse und ein paar andere hatten mitgelacht.
Wäsche hatte sich umgedreht, den Zeigefinger der linken Hand ausgestreckt und ihn Brocken in den Mund geschoben, sodass die Fingerspitze über die Vorderzähne rieb, bis sie sich schmerzhaft ins Zahnfleisch bohrte und Philtrum und Lippe unter Brockens Nasenlöcher drückte. Brocken hatte vor Schmerzen geschnaubt, sich aber wie ein Fisch am Haken nicht befreien können.
»Ich bin kein>harter BurscheDamit ließ er Brockens Lippe los. Von da an hatten alle entsprechend Respekt vor Wäsche.
»Tanither im Sturzflug!«, gluckste Vierbüchse, als Ausbilder Kexie Criid aufs Deck beförderte. »Erstes und Einziges, sagen die immer. Erstes und Einziges am Boden!«
»Tanither am Ende«, fiel Brocken ein. »Seht mal, seht mal! Wie'n kleines Mädchen! Bu-hu! Har-har-har!«
»Geh nach Hause zu Mama, Tanither!«, tönte Vierbüchse.

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