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Alle meine Schuhe

von Silvia Kinkel, Lucy Hepburn (Buch)

  • ISBN:3-453-58044-3
  • EAN:9783453580442
  • Veröffentlichungsdatum:Mai 2008
  • Gewicht in g:326
  • Reihe:Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
  • Seiten:400
  • Stilrichtung:Roman

Beschreibung:

Was ist die große Liebe der Frauen? Natürlich Schuhe! Das hat Amy nicht kommen sehen! Justin hat sie verlassen, weil er denkt, dass sie ihn betrügt. Sie weiß, dass das nicht stimmt, Justin aber nicht. Und auch Männer sind gut darin, Rache zu üben. Zielsicher hat Justin die Schwachpunkte seiner Freundin ausgemacht: Sie tragen Namen wie Christian Louboutin, Manolo Blahnik und Prada. Er hat alle ihre Schuhe bei eBay verkauft, bis auf die Gummistiefel. Amy schwört sich, dass sie nicht aufgibt, bevor sie sie wieder hat ? jedes einzelne Paar. ?Schuhtick? einmal anders: Frauenunterhaltung mit Gefühl und Humor für alle Leserinnen von Lauren Weisberger und Beth Harbison "Schuhe kaufen und Männer ? zwei unvereinbare Welten." Lucy Hepburn "ein gefühl- und humorvoller Roman" Bella

Kurzbeschreibung:

Was ist die große Liebe der Frauen? Natürlich Schuhe!


Das hat Amy nicht kommen sehen! Justin hat sie verlassen, weil er denkt, dass sie ihn betrügt. Sie weiß, dass das nicht stimmt, Justin aber nicht. Und auch Männer sind gut darin, Rache zu üben. Zielsicher hat Justin die Schwachpunkte seiner Freundin ausgemacht: Sie tragen Namen wie Christian Louboutin, Manolo Blahnik und Prada. Er hat alle ihre Schuhe bei eBay verkauft, bis auf die Gummistiefel. Amy schwört sich, dass sie nicht aufgibt, bevor sie sie wieder hat - jedes einzelne Paar.


"Schuhtick" einmal anders: Frauenunterhaltung mit Gefühl und Humor für alle Leserinnen von Lauren Weisberger und Beth Harbison



Rezension:

"Schuhe kaufen und Männer zwei unvereinbare Welten." Lucy Hepburn

Leseprobe:

Samstag, früh am Morgen. Amy Marsh, 24, kämpfte gegen die zunehmende Nervosität an und ging ihre Checkliste durch.
Portemonnaie, Handy, Fahrkarte - gecheckt. Adressbuch - gecheckt. Fahrpläne -gecheckt.
Die ersten Strahlen der Morgensonne drangen durch die Fensterläden der im dritten Stock gelegenen Wohnung, die Amy mit ihrem Freund Justin bewohnte.
Lipgloss - gecheckt.
Flasche Mineralwasser - gecheckt.
Justin schlief. Er war erledigt, nachdem er bis in die frühen Morgenstunden auf einer hippen PR-Party gewesen war, die er für eine seiner neuen Bands organisiert hatte. Amy war froh, dass er noch nicht auf den Beinen war. Er würde sie doch nur damit aufziehen, dass sie vor diesen Trips aufgeregter war als damals bei ihren ersten Verabredungen mit ihm.
"Was natürlich Quatsch ist", murmelte sie.
Vernünftige Schuhe - NIEMALS.
Sie blickte auf ihre Füße hinunter und lächelte.
"Oder doch?"
Die jeansblauen Guccis mit Keilabsatz, die sie vor wenigen Monaten zu einem Spottpreis übers Internet erstanden hatte, sahen umwerfend aus und fügten ihren knapp 1,60 Metern vorteilhafte 7,5 Zentimeter hinzu. Und wenn sie nicht zu schnell ging, konnte sie durchaus den ganzen Tag damit herumlaufen. Vorausgesetzt, sie legte längere Strecken mit dem Bus zurück.
Ihr Blick fiel auf den Spiegel. Sie musterte die junge Frau darin kritisch und zuckte fragend mit den Achseln.
Das braune Haar glänzte, der helle Teint wirkte rosigfrisch und ihre haselnussbraunen Augen glitzerten erwartungsvoll.
Nicht schlecht, würde ich sagen.
Kamm - gecheckt.
Eyeliner - gescheckt ... ach was, mehr als einen Hauch brauche ich gar nicht.
Sie trug ein weißes Top und ihre enge Lieblingsjeans - die verwaschene, die den Po betonte und ihrer Figur schmeichelte. Bevor sie aus dem viktorianischen Apartmenthaus eilte, um die U-Bahn zu erwischen, streifte sie noch schnell den breiten Holzarmreif ab - es nervte, dass er gegen ihre Armbanduhr schlug. Wenn es ums Schuhe-Kaufen ging, war kein Platz für Ablenkung ...


Eine halbe Stunde später befand sie sich in einem Wahnsinns-Schuhgeschäft in Covent Garden. Ihre besten Freundinnen von aclickaway.com, dem Internet-Reisebüro, in dem sie arbeitete, standen neben ihr.
Amy stieß Jesminder in die Rippen. "Da drüben", zischte sie. "Die grünen Riemchen-Mules aus Schlangenleder. Drittes Regal von oben."
Jesminder runzelte die Stirn. "Hm. Meinst du wirklich? Sind die nicht ein bisschen dürftig?"
"Dürftig?", wiederholte Amy empört. "Umwerfend schön, wolltest du wohl sagen."
Jesminder neigte den Kopf zur Seite und sah sich die Schuhe noch einmal genauer an. "Na ja, ich bin nicht sicher, ob man damit gut laufen kann."
Debbie, groß und kurvenreich, mit frischen Strähnchen im langen blonden Haar, das sie im Nacken zu einem lockeren Knoten hochgesteckt hatte, beugte sich über Amys Schulter und fragte: "Wo, hast du gesagt, gehst du heute Abend hin?"
Amy wurde rot. "Eigentlich habe ich ..."
Offensichtlich war jetzt der Moment gekommen, um Farbe zu bekennen, sagte sich Amy. Schlimm genug, dass sie es vor Justin verheimlichte, aber ihren Freundinnen konnte sie es doch verraten.
"Aufwachen, Jes. Wir reden gerade von Amy!" Debbie ließ nicht locker und ignorierte Amys Verlegenheit. "Und du machst dir Sorgen, dass sie in flachen Schuhen nicht gut laufen kann ... Oh, hallo! Sei gegrüßt, geheimnisvoller Fremder!" Sie hatte eine laute, kräftige Stimme mit dem selbstbewussten Newcastler Geordie-Akzent, den sie auch nach drei Jahren in London nicht abgelegt hatte.
"Wie bitte?", Jesminder hatte irgendwie den Anschluss verloren.
Debbie drehte sich zu ihr um, sah sie mit großen Augen an und grinste. "Da drüben beim Schaufenster: Supertyp-Alarm."
Ein großer, gut gebauter Typ in Baggy-Jeans und Donkeyjacke sah sich die Lacklederstiefel neben dem Ausgang an.
Amy schlich zu Debbie, stellte sich auf die Zehenspitzen und flüsterte ihrer Freundin ins Ohr: "Tut mir leid, Debbie, aber sieh mal genauer hin. Freundin-von-Supertyp-Alarm nähert sich von rechts. Erstaunlich, dass Frauen eine Antenne dafür besitzen, ob andere ihren Freund auf dem Radar haben." Eine beängstigend dünne Blondine hatte sich zu dem Mann gestellt und sich bei ihm eingehakt. Sie warf Debbie einen giftigen Blick zu.
Debbie räusperte sich verächtlich und schüttelte den Kopf. "Pech für ihn! Was soll's. Andere Mütter haben auch schöne Söhne."
"Und jetzt, Debbie", sagte Amy streng und legte ihrer Freundin die Hand auf die Schulter, "könntest du bitte wenigstens so tun, als würde dir irgendetwas an unserer Mission liegen? Ich brauche für heute Abend neue Schuhe, du erinnerst dich?"
"Ich kann nichts versprechen", erwiderte Debbie in beleidigtem Ton. "Aber wenn du darauf bestehst, versuche ich es."
"Schon besser. Und wie ich darauf bestehe. Schuhe-Kaufen und Männer - zwei unvereinbare Welten. Und man muss Prioritäten setzen!"
Stirnrunzelnd schob Debbie Amys Hand weg. "Du bist anscheinend schon zu lange mit demselben Mann zusammen, Amy Marsh. Aber einige von uns sind schließlich noch auf der Suche!"
Amy betrachtete forschend Debbies Gesicht. Hatte sie etwa die Gefühle ihrer Freundin verletzt? Unmöglich. "Das lässt sich nicht abstreiten", sagte sie, "aber vielleicht darf ich anmerken, dass es für deine Suche bessere Orte gibt als ein Damen-Schuhgeschäft."
Debbie zuckte mit den Schultern. Dann nickte sie zustimmend und wandte sich wieder den Schuhen zu.
"Männer sind ziemlich gut im Designen von Sportschuhen", warf Jesminder nachdenklich ein.
Amy und Debbie sahen sie verständnislos an.
"Wirklich. Ergonomik, Aerodynamik, Technik . Unglaublich, welche Fortschritte da in den letzten Jahren gemacht wurden."
Die beiden starrten sprachlos ihre durchtrainierte Freundin an, die gerne nur so zum Spaß beim Triathlon mitlief, schwamm und radelte. Ihr schlanker, leicht gebräunter Körper war der sichtbare Beweis ihrer Fitness. Jes spielte ihre Sportlichkeit allerdings gern herunter und bezeichnete sich als viel zu "dürr" und "knochig".
"Ihr habt ja keine Ahnung, wie wichtig es für Füße ist, dass Sportschuhe optimal gepolstert und geformt sind", fuhr Jesminder fort.
"Danke, Jes", sagte Amy nach einem kurzen, respektvollen Schweigen. "Das werde ich nie wieder vergessen. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, natürlich - Stilettos!"
Sie kam nicht mehr dazu, ihren Freundinnen zu erzählen, wohin sie an diesem Abend wollte.

Autorenportrait:

Lucy Hepburn kann nie an einem Schuhladen vorbeigehen, ohne wenigstens einen kurzen Blick hineinzuwerfen. Sie schrieb unterhaltsame Kurzgeschichten, um ihre Freunde bei der Arbeit zu amüsieren, bevor sie sich entschied, dass es an der Zeit war, sie stattd

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