Ein Fall für Jette. - Ein Psychokrimi der Extraklasse, atemberaubend und brillant erzählt.<br />
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<br />Als ihre Freundin Caro ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache - und macht damit den Mörder auf sich aufmerksam. Unerkannt nähert er sich Jette, die sich hoffnungslos in ihn verliebt - und bald in höchster Lebensgefahr schwebt ... <br />
<br />Jette lebt mit ihren Freundinnen Caro und Merle in einer WG. Die Bevölkerung in Jettes Kleinstadt ist beunruhigt wegen eines Sexualverbrechers, der kürzlich ganz in der in der Nähe des Ortes ein Mädchen getötet hat. Der Mord weist Parallelen zu zwei Verbrechen in Norddeutschland auf: Allen Mädchen wurden die Haare abgeschnitten, ihre Halsketten sind verschwunden.<br />
<br />Jette und Merle sorgen sich um Caro. Die hat seit kurzem einen neuen Freund, den sie ihren Mitbewohnerinnen partout nicht vorstellen will. Nur einmal öffnet sie sich Jette gegenüber in einem Gespräch. Jette erfährt, dass der Mann Caro seinen Namen nicht nennen will und dass er sie bislang nicht angefasst hat. Um ihn endlich zu verführen, macht Caro sich besonders schön für ihn. Wenige Tage später wird sie ermordet aufgefunden; ihre Halskette hat der Täter mitgenommen.<br />
<br />Jette beschließt, dem Mörder ihrer Freundin auf die Spur zu kommen. Auf der Beerdigung schwört sie in aller Öffentlichkeit Rache und macht den Mörder, den Erdbeerpflücker Georg, dadurch auf sich aufmerksam. Georg nähert sich ihr inkognito und Jette verliebt sich in ihn. Blind vor Verliebtheit blendet sie die Parallelen zwischen Georg und Caros geheimnisvollem letzten Freund aus. <br />
<br />Derweil zieht die ermittelnde Polizei die Schlinge um Georg immer weiter zu. Caros Tagebuch und Gedichte bringen den Kommissar auf seine Spur. Für Georg bleibt nur die Flucht. Was aber soll er mit Jette machen, die seine Identität kennt? <br />
<br />Ein aus verschiedenen Perspektiven erzählter Roman mit Jette als Ich-Erzählerin. Ein ungeheuer spannender und temporeicher Krimi, in dem es nicht darum geht, den Täter zu finden (denn der ist von Anfang an bekannt), sondern um das, was zwischen den Menschen passiert, und warum es passiert.<br />
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Ein Fall für Jette. - Ein Psychokrimi der Extraklasse, atemberaubend und brillant erzählt.§Als ihre Freundin Caro ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache und macht damit den Mörder auf sich aufmerksam. Unerkannt nähert er sich Jette, die sich hoffnungslos in ihn verliebt und bald in höchster Lebensgefahr schwebt ... §Jette lebt mit ihren Freundinnen Caro und Merle in einer WG. Die Bevölkerung in Jettes Kleinstadt ist beunruhigt wegen eines Sexualverbrechers, der kürzlich ganz in der in der Nähe des Ortes ein Mädchen getötet hat. Der Mord weist Parallelen zu zwei Verbrechen in Norddeutschland auf: Allen Mädchen wurden die Haare abgeschnitten, ihre Halsketten sind verschwunden.§Jette und Merle sorgen sich um Caro. Die hat seit kurzem einen neuen Freund, den sie ihren Mitbewohnerinnen partout nicht vorstellen will. Nur einmal öffnet sie sich Jette gegenüber in einem Gespräch. Jette erfährt, dass der Mann Caro seinen Namen nicht nennen will und dass er sie bislang nicht angefasst hat. Um ihn endlich zu verführen, macht Caro sich besonders schön für ihn. Wenige Tage später wird sie ermordet aufgefunden; ihre Halskette hat der Täter mitgenommen.§Jette beschließt, dem Mörder ihrer Freundin auf die Spur zu kommen. Auf der Beerdigung schwört sie in aller Öffentlichkeit Rache und macht den Mörder, den Erdbeerpflücker Georg, dadurch auf sich aufmerksam. Georg nähert sich ihr inkognito und Jette verliebt sich in ihn. Blind vor Verliebtheit blendet sie die Parallelen zwischen Georg und Caros geheimnisvollem letzten Freund aus. §Derweil zieht die ermittelnde Polizei die Schlinge um Georg immer weiter zu. Caros Tagebuch und Gedichte bringen den Kommissar auf seine Spur. Für Georg bleibt nur die Flucht. Was aber soll er mit Jette machen, die seine Identität kennt? §Ein aus verschiedenen Perspektiven erzählter Roman mit Jette als Ich-Erzählerin. Ein ungeheuer spannender und temporeicher Krimi, in dem es nicht darum geht, den Täter zu finden (denn der ist von Anfang an bekannt), sondern um das, was zwischen den Menschen passiert, und warum es passiert.§
Es war einer dieser Tage, an denen man die Hitze riechen konnte. Die von der Sonne verbrannte Haut. Den Schweiß, der aus sämtlichen Poren trat,sobald man sich bewegte. Einer dieser Tage, die ihn kribblig machten und gereizt. An denen man ihm besser nicht in die Quere kam.§Die andern hatten sich allmählich daran gewöhnt. Sie ließen ihn in Ruhe arbeiten, sprachen ihn nicht an, dämpften sogar die Stimme, wenn er an ihnen vorbeiging.§Er konnte nicht verstehen, dass es Menschen gab, die immerzu redeten. Sie machten keinen Unterschied zwischen Wichtigem und Unwichtigem, überschütteten einfach alles mit ihren kleinen, dummen, aufgeregten Worten. Schon als Kind hatte er gelernt, sich dagegen zu wappnen, indem er sich in sich selbst zurückzog. Er liebte es zu sehen, wie die Lippen seines Gegenübers sich bewegten, ohne dass auch nur ein Ton seine Ohren erreichte. Wie ein Fisch, dachte er dann. Wie ein Fisch auf dem Trockenen.§Früher hatte er für solche Rückzüge Schläge kassiert. Heute merkte niemand mehr, dass er abgetaucht war. Die meisten Menschen waren armselig und dumm wie ihre Worte.§Noch eine Stunde, dann würde es Mittagessen geben. Er würde das rasch hinter sich bringen und sich wieder an die Arbeit machen.§Er wusste, wohin diese Unruhe ihn brachte, wenn er sich nicht ablenkte. Was passierte, wenn seine Hände anfingen zu zittern. Wie jetzt.§Oh Gott. Er unterdrückte ein Stöhnen. Zwei Frauen drehten sich nach ihm um. Er kannte sie kaum. Finster starrte er sie an. Sie senkten den Blick und wandten ihm wieder den Rücken zu.§Die Sonne am Himmel war ein einziges Gleißen. Brenn mir diese Gedanken aus dem Leib, dachte er. Bitte! Und diese Gefühle! Aber die Sonne war nur die Sonne. Sie hatte nicht die Kraft, ihm Wünsche zu erfüllen. Diese Kraft hatte nur eine Fee. Jung. Schön. Und unschuldig. Das vor allem. Und nur für ihn auf der Welt.§Der Fahrtwind fächelte den Duft nach frischen Erdbeeren ins geöffnete Fenster. Und die Hitze, die in diesem Jahr viel zu früh gekommen war. Der Rock klebte mir an den Beinen. Auf meiner Oberlippe standen Schweißperlen. Ich liebte meinen alten, klapprigen Renault mit seinen Macken, aber an manchen Tagen sehnte ich mich heftig nach einem jüngeren Modell mit Klimaanlage.§Nach der Kurve konnte ich sie sehen - die Erdbeerpflücker auf den Feldern, wie sie sich über die Pflanzen beugten oder vorsichtig zwischen ihnen entlanggingen, gefüllte Kisten auf den Armen balancierend. Sie erinnerten mich an baumwollpflückende Sklaven. Bunte Tupfer auf der weiten grünen Fläche, braun gebrannt von der Sonne.§Sie waren Saisonarbeiter, viele von ihnen aus Polen, viele von anderswo, viele aus den entlegensten Winkeln Deutschlands, die letzten Abenteurer, eine alljährliche Invasion, vor der die Dorfbewohner Türen und Fenster verschlossen.§Abends trafen sich die fremden Frauen und Männer, die Jungen und Mädchen am Brunnen, dem Mittelpunkt des Dorfs, tranken, rauchten, redeten, lachten. Sie hielten sich abseits, grüßten die Nachbarn nicht, lächelten ihnen nicht mal zu.§Es stimmte schon mit manchen Sprichwörtern. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Die Dorfbewohner hatten Misstrauen gesät und ernteten nun die Zurückhaltung, die sie verdienten.§Ich fuhr die lange, gewundene Auffahrt zum Haus hinauf. Der weiße Kies knirschte unter den Reifen. Wie im Film, dachte ich. Alles viel zu perfekt, viel zu gut, um wahr zu sein. Was, wenn ich aufwachte und feststellte, dass ich nur träumte?§Sobald man sich dem Haus näherte, konnte man das Geld förmlich riechen, das hier in jedem Detail steckte. Die ehemalige Wassermühle war sorgfältig und kostspielig restauriert worden. Selbst den Bachlauf hatte der Architekt in die Innenausstattung mit einbezogen, indem er ihn angezapft und in einer schmalen Rinne durch die Eingangshalle geführt hatte.§Die Sonne spielte auf dem zweihundert Jahre alten roten Backstein, ließ den Kiesbelag erstrahlen und brach sich in der Gl
Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren. Nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium arbeitete sie zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in einem kleinen Ort in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene schreibt. Durch den sensationellen Erfolg der Bestseller "Der Erdbeerpflücker", "Der Mädchenmaler" und "Der Scherbensammler", den Krimis um Jette, wurde sie über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in 15 Sprachen übersetzt.
€ 12,00