Shanghai ist von den Japanern eingenommen. In einem Café wartet nervös eine junge Frau auf den Mann, mit dem sie ein Verhältnis hat: Lao Yi, der mächtige Geheimdienstchef der japanischen Marionettenregierung, soll in dieser Nacht sterben. Die junge Frau soll ihn verraten. Als er vor ihr steht, erkennt sie, dass sie ihn liebt. Sie warnt ihn, und er flieht rechtzeitig. Sie wird verhaftet und hingerichtet. Die von Ang Lee verfilmte Erzählung Gefahr und Begierde fängt das Leben in einer besetzten Stadt ein - wie auch Eileen Changs andere Geschichten aus dem Shanghai der vierziger Jahre. Eileen Chang gehört zu den großen modernen Erzählern wie F. Scott Fitzgerald und Marguerite Duras. Gefahr und Begierde erscheint nun erstmals in deutscher Übersetzung.
»Ihre ausgefeilten psychologischen Charaktere und ihre klare Sprache zeichnen diese Meisterin der modernen chinesischen Literatur aus.« (New York Times)
Eileen Chang, eigentlich Zhang Ailing, geb. 1920 in Shanghai. Ihre literarische Karriere beginnt 1942 in der von Japanern besetzten Stadt. Es erscheinen zwei Erzählungsbände. 1952 geht sie zunächst nach Hongkong und Taiwan, 1955 dann in die USA, wo sie an verschiedenen Universitäten unterrichtete. Sie stirbt 1995 in San Francisco.
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