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   von Christoph Bertram

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-89684-133-5
ISBN-13:
978-3-89684-133-9
Erschienen:
05.2008
Sofort lieferbar
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
19 cm
Seitenzahl:
100
Gewicht:
155 g
Erschienen bei:
edition Körber-Stiftung

Kurzbeschreibung

Die westliche Politik gegenüber der Islamischen Republik Iran
kann man nur als kollektive Verirrung betrachten. Iran zählt zu
den weltweit führenden Energielieferanten; er ist zur Stabilisierung
der Verhältnisse im Irak unersetzlich; seine Mitwirkung ist
Bedingung für nachhaltige Friedenslösungen in den meisten
Nahost-Konflikten.
Aber statt auf der Beteuerung des Iran aufzubauen, es ginge ihm
nur um die friedliche Nutzung von Atomenergie, wird Teheran
unterstellt, möglichst rasch in den Besitz der Bombe gelangen zu
wollen. Mit der Fixierung auf die Einstellung der - dem Iran an sich
zustehenden - Uran-Anreicherung wird diese zu einer Frage der
iranischen Nationalehre hochgeschaukelt und damit ein Einlenken
erschwert.
Diese Politik ist zum Scheitern verurteilt. Bleibt sie unverändert,
wird man in zehn Jahren fragen: Wer hat Iran für den Westen
verloren? Wer hat die Chance verspielt, das Land in einen
regionalen Sicherheitsrahmen des Nahen und Mittleren Ostens
einzubeziehen? Und wer hat jene Kräfte im Iran geschwächt, die
zwar die Atomenergie, nicht aber die Atombombe wollten?

Beschreibung

Die westliche Politik gegenüber der Islamischen Republik Iran kann man nur als kollektive Verirrung betrachten. Iran zählt zu den weltweit führenden Energielieferanten; er ist zur Stabilisierung der Verhältnisse im Irak unersetzlich; seine Mitwirkung ist Bedingung für nachhaltige Friedenslösungen in den meisten Nahost-Konflikten. Aber statt auf der Beteuerung des Iran aufzubauen, es ginge ihm nur um die friedliche Nutzung von Atomenergie, wird Teheran unterstellt, möglichst rasch in den Besitz der Bombe gelangen zu wollen. Mit der Fixierung auf die Einstellung der - dem Iran an sich zustehenden - Uran-Anreicherung wird diese zu einer Frage der iranischen Nationallehre hochgeschaukelt und damit ein Einlenken erschwert. Diese Politik ist zum Scheitern verurteilt. Bleibt sie unverändert, wird man in zehn Jahren fragen: Wer hat Iran für den Westen verloren? Wer hat die Chance verspielt, das Land in einen regionalen Sicherheitsrahmen des Nahen und Mittleren Ostens einzubeziehen? Und wer hat jene Kräfte im Iran geschwächt, die zwar die Atomenergie, nicht aber die Atombombe wollten?



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