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Oliver Twist. cbj, Band 21951

   von Charles Dickens

buch.de-Verkaufsrang:
14077
ISBN-10:
3-570-21951-8
ISBN-13:
978-3-570-21951-5
Erschienen:
10.2008
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«cbj»
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
Illustrationen 18,5 cm
Seitenzahl:
336
Gewicht:
360 g
Erschienen bei:
Bertelsmann Verlag
Illustrator: Don-Oliver Matthies Mitarbeiter: Susi Haberl

Beschreibung

Ein Abenteuer kommt selten allein ? Kinder brauchen Klassiker. Geschichten, die die Fantasie beflügeln, den Entdeckergeist wecken und neugierig machen auf die großen Abenteuer dieser Welt. Die cbj Taschenbuch Klassiker versammeln die beliebtesten und aufregendsten Kinderromane der Weltliteratur ? zum Schmökern, Träumen und Immer-Wieder-Lesen. Oliver Twist kämpft sich durchs Leben der Londoner Unterschicht. Eines Tages fällt er der Gaunerbande des alten Fagin in die Hände und wird zum Stehlen gezwungen. Als er sich erwischen lässt, muss Oliver ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung wartet die Bande bereits auf ihn. Doch dann taucht der mysteriöse Mr Brownlow auf ? ? In wunderschöner moderner Ausstattung ? Behutsam überarbeitet und gekürzt

Kurzbeschreibung

Ein Abenteuer kommt selten allein ...<br />
<br />Kinder brauchen Klassiker. Geschichten, die die Fantasie beflügeln, den Entdeckergeist wecken und neugierig machen auf die großen Abenteuer dieser Welt. Die cbj Taschenbuch Klassiker versammeln die beliebtesten und aufregendsten Kinderromane der Weltliteratur - zum Schmökern, Träumen und Immer-Wieder-Lesen.<br />
<br />Oliver Twist kämpft sich durchs Leben der Londoner Unterschicht. Eines Tages fällt er der Gaunerbande des alten Fagin in die Hände und wird zum Stehlen gezwungen. Als er sich erwischen lässt, muss Oliver ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung wartet die Bande bereits auf ihn. Doch dann taucht der mysteriöse Mr Brownlow auf ...<br />
<br />. In wunderschöner moderner Ausstattung<br />. Behutsam überarbeitet und gekürzt<br />
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Leseprobe

§In der kleinen Stadt, deren Namen ich aus bestimmten Gründen nicht nennen möchte, befindet sich neben anderen öffentlichen Gebäuden auch ein Armenhaus. In diesem wurde an einem Tag, dessen genaues Datum für den Leser unwichtig ist, Oliver Twist geboren. Noch lange, nachdem der Arzt ihn in diese Welt der Sorgen und Mühen befördert hatte, war es sehr ungewiss, ob er am Leben bleiben würde. Es war äußerst schwierig, ihn zum Atmen zu bringen; er lag keuchend und zuckend auf der Grenzscheide zwischen dieser und jener Welt. Wenn er während dieser Zeit von sorglichen Großmüttern, geschäftigen Tanten, erfahrenen Wärterinnen und hochgelehrten Doktoren umgeben gewesen wäre, so würde er natürlich diese Stunde nicht überlebt haben. Aber es war niemand in seiner Nähe außer einer alten, ein wenig vom Bier benebelten Frau und dem Armenarzt, der vertragsgemäß die Geburtshilfe leistete. Das Ergebnis war, dass Oliver endlich den Hausbewohnern sein Erscheinen durch ein lautes Schreien ankündigte. / Als er dieses Lebenszeichen gab, hob eine bleiche, junge Frau den Kopf vom Kissen und flüsterte mit matter Stimme: »Lasst mich das Kind sehen und sterben.« / Der Arzt ermahnte sie, nicht vom Sterben zu reden. / Aber seine Worte schienen keinen Eindruck zu machen. Die Wöchnerin schüttelte den Kopf und streckte die Arme nach dem Kind aus. Der Arzt reichte es ihr. Sie drückte ihm ihre kalten weißen Lippen heftig erregt auf die Stirne, fuhr dann mit den Händen über ihr Gesicht, blickte wirr um sich, sank zurück und starb. / »Es ist aus mit ihr!«, sagte der Arzt nach einigen vergeblichen Versuchen, sie zum Leben zurückzubringen. / »Das arme Kind!«, meinte die Wärterin. / »Sie brauchen nicht nach mir zu schicken, wenn es schreit«, fuhr der Arzt fort, kaltblütig seine Handschuhe anziehend. »Es wird wahrscheinlich sehr unruhig sein, dann geben Sie ihm etwas Haferschleim.« / Er setzte den Hut auf, trat aber noch einmal ans Bett und sagte: »Die Mutter sah gut aus. Woher kam sie?« / »Sie wurde gestern Abend gebracht«, erwiderte die Wärterin. »Man hat sie auf der Straße liegend gefunden. Sie muss von ziemlich weit her gewandert sein, denn ihre Schuhe waren ganz zerrissen; aber woher sie kam oder wohin sie wollte, weiß niemand.« / Der Arzt beugte sich über die Tote, hob ihre Hand hoch und bemerkte kopfschüttelnd: »Die alte Geschichte; ich sehe keinen Trauring. Hm! Gute Nacht!« / Er ging zu seinem Abendessen, und die Wärterin fing an, das Kind anzuziehen. Bis zu diesem Augenblick hätte man nicht sagen können, ob dürftige, verwaschene Kinderzeug des Armenhauses bezeichnete seine gegenwärtige und zukünftige Stellung in der Welt, sein Schicksal, als Waise des Armenhauses, von allen verachtet, von niemand bemitleidet, durch die Welt gestoßen zu werden. / / Oliver Twists erste Kindheit / / Oliver Twist wurde die ersten zehn Monate »aufgefüttert« und dann in ein Kosthaus für Waisenkinder gebracht, wo zwanzig bis dreißig andere Kinder unter der mütterlichen Aufsicht einer älteren Frau aufwuchsen, ohne allzu gut ernährt oder allzu warm gekleidet und verzärtelt zu werden. Sie bekam sieben und einen halben Penny wöchentlich für jeden von ihnen. Damit lässt sich viel beschaffen und die Matrone war klug und erfahren. Sie wusste, wie leicht sich Kinder den Magen verderben, und wusste, was für ihre Kostgänger, ebenso genau aber, was für sie selber gut war. Sie verwendete daher einen beträchtlichen Teil des für die Kinder Bestimmten zu ihrem eigenen Nutzen. / Die besagte Matrone wandte dasselbe System auf die Kinder an, von denen viele vor Hunger oder Kälte starben, sobald sie diese eben mit vieler Mühe dahin gebracht hatte, dass sie von der kleinsten Menge möglichst billiger Nahrungsmittel leben konnten. / Stellten die Direktoren unangenehme Untersuchungen an oder stellten die Richter lästige Fragen, so schützten dagegen die Aussage und das Zeugnis des Arztes und der Armenpolizei. De

Portrait

Charles Dickens (1812 -1870), geboren in Landport bei Portsea, begann seine schriftstellerische Karriere als Gerichtsreporter. Seine liebevollen Schilderungen menschlicher Schwächen, sein Kosmos skurriler und schrulliger englischer »Originale« und die satirische Anprangerung sozialer Mißstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur.



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