Zu Beginn des 20. Jahrhunderts treibt im kleinen Dorf Ropraz im waadtländischen Jorat ein bestialischer Leichenschänder sein Unwesen. Die Bevölkerung des ganzen Landstrichs ist in Aufruhr; Angst und Wut brauchen einen Schuldigen. Jacques Chessex hat mit einer so akribischen wie stilistisch geschliffenen Rekonstruktion des historischen Falls einen erstklassigen Schauerroman geschrieben.
"Weil die Sprache so schön knirscht wie das Gebälk der Angst, wie das Ächzen der Vorurteile in einem kleinen Dorf, wie die unter dem weissen Kreuz verborgene Gewalt in der Schweiz, die ausbricht gegen Aussenseiter und Randständige, wobei sich in einer seltsamen Dialektik die Gefühle von Hass und Liebe, Gemeinschaf und Ausschluss, Normalität und Isolation entladen." (Stefan Zweifel, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 31.08.08)
"Ach, allein schon der herrlichen Spekulation am Ende wegen muss man dieses hinreißende Gruselbuch lesen." (Berliner Morgenpost, 15.08.08)