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Midnight Hour 01.Die Stunde der Wölfe

von Ute Brammertz, Carrie Vaughn (Buch)

  • ISBN:3-453-52489-6
  • EAN:9783453524897
  • Veröffentlichungsdatum:August 2011
  • Gewicht in g:457
  • Reihe:Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
  • Seiten:352
  • Stilrichtung:Roman

Beschreibung:

Vampire, Wölfe und eine Radioshow ?Hallo, hier ist Kitty Norville und ihre Midnight Hour. Rufen Sie an und schildern Sie Ihre Sorgen. Ob Vampir, Hexe oder Werwolf ? ich, Kitty, kann Ihnen helfen, denn ich bin Ihnen näher als Sie ahnen ...? Kitty Norville ist der Star bei einem kleinen Radiosender in Denver. In ihrer Nachtsendung ?Midnight Hour? schüttet das ganze Land sein Herz aus. Die Anrufer, darunter Vampire, Werwölfe und Hexen, spüren, dass Kitty ihre Sorgen versteht. Was keiner weiß: Kitty ist aus eigener böser Erfahrung Expertin. Doch durch den Erfolg ihrer Sendung ist die junge Moderatorin plötzlich wie auf dem Präsentierteller ? für die Geschöpfe der Finsternis und ihre Jäger. Und beide Seiten können ihr ungemein gefährlich werden ? Ein Muss für alle Fans von J. R. Ward, Kim Harrison und Lara Adrian "Ich liebe diese Serie! Unglaubliche Spannung, tolle Kämpfe und eine Heldin, die jeden Leser begeistern wird." Charlaine Harris

Kurzbeschreibung:

Vampire, Wölfe und eine Radioshow


"Hallo, hier ist Kitty Norville und ihre Midnight Hour. Rufen Sie an und schildern Sie Ihre Sorgen. Ob Vampir, Hexe oder Werwolf - ich, Kitty, kann Ihnen helfen, denn ich bin Ihnen näher als Sie ahnen ..."


Kitty Norville ist der Star bei einem kleinen Radiosender in Denver. In ihrer Nachtsendung "Midnight Hour" schüttet das ganze Land sein Herz aus. Die Anrufer, darunter Vampire, Werwölfe und Hexen, spüren, dass Kitty ihre Sorgen versteht. Was keiner weiß: Kitty ist aus eigener böser Erfahrung Expertin. Doch durch den Erfolg ihrer Sendung ist die junge Moderatorin plötzlich wie auf dem Präsentierteller - für die Geschöpfe der Finsternis und ihre Jäger. Und beide Seiten können ihr ungemein gefährlich werden ...


Ein Muss für alle Fans von J. R. Ward, Kim Harrison und Lara Adrian



Leseprobe:

Ich warf meinen Rucksack in eine Ecke des Aufnahmestudios und klatschte Rodney ab, der auf dem Weg nach draußen war.
»Hey, Kitty, noch mal danke, dass du die Schicht um Mitternacht übernommen hast«, sagte er. Er hatte gerade eben eine Grungeband der dritten Generation aufgelegt, bei der sich mir die Nackenhaare aufstellten, aber ich lächelte trotzdem.
»Gern geschehen.« Aber...?
»Ist mir aufgefallen. Früher hast du die Spätschicht gar nicht gemocht.«
Er hatte recht. In den letzten Monaten war ich zu einem regelrechten Nachtmenschen geworden. Ich zuckte mit den Schultern. »Die Dinge ändern sich eben.«
»Na dann, mach's gut.«
Endlich hatte ich das Studio ganz für mich allein. Ich dämpfte das Licht, sodass das Mischpult leuchtete und die Regulierer und Schalter futuristisch und unheilvoll wirkten. Meine blonden Haare band ich zu einem Pferdeschwanz. Ich trug Jeans und ein viel zu großes Sweatshirt, das schon zu häufig in der Wäsche gewesen war. Einer der Vorteile an der Spätschicht im Radiosender war, dass ich für niemanden gut aussehen musste.
Ich setzte mir den Kopfhörer auf und lehnte mich in dem Sessel mit den quietschenden Rollen und dem zerschlissenen Polster zurück. So schnell wie möglich spielte ich meine Musik. Bauhaus und dann gleich die Pogues. Das würde sie wach rütteln. Als DJ war man Gott. Ich beherrschte den Äther. Ein DJ bei einem alternativen nichtkommerziellen Radiosender zu sein? Das bedeutete, Gott mit einer Mission zu sein. Man glaubte, man habe The Clash als Erster entdeckt und müsse nun den Rest der Welt bekehren.
Mittlerweile waren meine Illusionen, was die wahre Macht eines Radio-DJs betraf, mehr oder weniger zerstört worden. Angefangen hatte ich beim Uni-Radiosender, hatte vor zwei Jahren meinen Abschluss gemacht und nach einem Praktikum hier bei KNOB die Moderatorenstelle bekommen.
Ich mochte das Hirn voller philosophischer Lehren, hehrer Ideale und Meinungen haben, die ich unbedingt loswerden wollte. Aber jenseits des Campus kümmerte sich niemand darum. Die Welt war so viel größer, und ich trieb hilflos darin umher. Die Uni hätte dem eigentlich Abhilfe schaffen sollen, oder?
Ich schaltete das Mikro ein.
»Guten Abend, Denver. Hier spricht Kitty auf KNOB. Es ist kurz nach Mitternacht, und mir ist langweilig, was bedeutet, dass ich euch mit albernem Geschwätz erfreuen werde, bis jemand anruft und sich einen Song wünscht, der vor 1990 aufgenommen worden ist. Zum Beispiel habe ich hier die neueste Ausgabe der Wide World of News vor mir. Hab sie mir besorgt, als ich mir meinen tiefgefrorenen
Burrito zum Abendessen geholt habe. Die Schlagzeile lautet:>Batboy greift Kloster an.Verblüffenderweise erhielt ich auf der Stelle einen Anruf. Ich würde nicht betteln müssen. »Hallo!«
»Ähm, ja, hey, kannst du was von Pearl Jam spielen?« »Was habe ich gesagt? Hast du mir überhaupt zugehört? Nichts nach '89. Und tschüss.«
Ein anderer Anrufer war in der Leitung. Sehr cool. »Hi.« »Glaubst du an Vampire?«
Ich zögerte. Jeder andere DJ hätte einfach eine schlagfertige Bemerkung von sich gegeben, ohne weiter darüber nachzudenken - wieder einmal ein komischer Mitternachtskauz, der Aufmerksamkeit erregen wollte. Aber ich wusste es besser.
»Wenn ich Ja sage, erzählst du mir dann eine gute Geschichte?«
»Tust du es also?« Der Anrufer war ein Mann. Seine Stimme klang klar und fest.
Ich legte ein Lächeln in meine Antwort. »Ja.«
»Diese Batboy-Geschichten ... meiner Meinung nach wird da etwas vertuscht. All diese Geschichten in der Boulevardpresse, und die Fernsehsendungen wie Uncharted
World.?«
»Ja?«
»Alle tun so, als sei es nur ein Witz. Zu weit hergeholt, zu verrückt. Bloß hirnloser Quatsch. Wenn also jeder glaubt, dass es sich bei diesem Zeug nur um einen Witz handelt - dann würde niemand daran glauben, wenn es da draußen tatsächlich etwas geben sollte.«
»Etwa so, als würde man sich vor aller Augen versteckt halten, meinst du das? Man spricht gerade so viel von übernatürlichen Dingen, dass es lächerlich wirkt, und lenkt die Aufmerksamkeit von der Wahrheit ab.«
»Ja, genau.«
»Wer genau vertuscht dann also was?« »Na, sie. Die Vampire. Sie vertuschen, na ja, alles eben. Vampire, Werwölfe, Magie, Kornkreise .« »Immer mit der Ruhe, Van Helsing.« »Nenn mich nicht so!« Er klang wirklich erbost. »Warum nicht?«
»Es ist ... ich bin überhaupt nicht wie er. Er war ein Mörder.«
Die Härchen an meinen Armen richteten sich auf. Ich lehnte mich näher an das Mikro. »Und was bist du?«
Sein Seufzen hallte durch die Leitung wider. »Egal. Ich habe wegen des Schundblatts angerufen.«
»Ja, Batboy. Du glaubst, bei Batboy handelt es sich um einen Vampir?«
»Nicht unbedingt. Aber bevor du es einfach so abtust, denk doch einmal darüber nach, was vielleicht wirklich da draußen los ist.«
Das musste ich gar nicht erst. Denn ich wusste es bereits.
»Danke für den Ratschlag.« Er legte auf.
»Welch faszinierender Anruf«, sagte ich, halb zu mir selbst, wobei ich beinahe vergaß, dass ich auf Sendung war.
Die Welt, von der er sprach - Vampire, Werwölfe, unheimliche Dinge - war geheim; selbst für diejenigen, die versehentlich dort landeten. Menschen stürzten zufällig hinein und mussten allein zusehen, ob sie schwammen oder untergingen.
Normalerweise gingen sie unter. Sobald man einmal drin war, sprach man ganz gewiss nicht mit Außenstehenden darüber, denn, tja, wer würde einem schon Glauben schenken?
Aber wir redeten hier ja nicht wirklich, oder? Es war bloß Radio mitten in der Nacht. Es war ein Witz.
Ich straffte die Schultern und ordnete meine Gedanken. »Tja. Da tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf. Ich muss unbedingt wissen - bin ich eben von irgendeinem Irren angerufen worden? Oder gibt es da draußen wirklich etwas? Habt ihr eine Geschichte von etwas zu erzählen, das es eigentlich nicht geben dürfte? Ruft mich an.« Ich spielte Concrete Blonde, während ich wartete.
Das Licht am Telefon, das einen ankommenden Anruf anzeigte, blinkte, noch bevor der erste Bassakkord des Songs erklang. Ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt wollte, dass jemand anrief. Wenn ich es schaffte, weiterhin Witze zu reißen, könnte ich so tun, als sei alles normal.
Ich nahm den Hörer ab. »Einen Moment, bitte«, sagte ich und wartete, bis das Lied zu Ende war. Ich holte ein paarmal tief Luft, halb in der Hoffnung, der Anrufer wolle vielleicht nur etwas von Pearl Jam hören.
»Okay, Kitty am Apparat.«
»Hi! Ich glaube, ich weiß, wovon der Kerl redet.

Autorenportrait:

Carrie Vaughn wurde 1973 in Kalifornien geboren. Nach ihrem Studium in L.A., York (England) und Boulder (Colorado) hatte sie zunächst diverse Jobs in der Kultur- und Theaterszene, ehe sie sich dem Schreiben zuwandte. Der Durchbruch als Autorin gelang ihr

Rezension:

»Ich liebe diese Serie! Unglaubliche Spannung, tolle Kämpfe und eine Heldin, die jeden Leser begeistern wird.« Charlaine Harris

12,00* EUR