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Drachenkrieg

von Wolfgang Thon, Arndt Drechsler, Dennis L. McKiernan (Buch)

  • ISBN:3-453-52484-5
  • EAN:9783453524842
  • Veröffentlichungsdatum:Oktober 2008
  • Gewicht in g:350
  • Reihe:Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
  • Seiten:432
  • Stilrichtung:Roman

Kurzbeschreibung:

Vom Autor der Bestseller "Zwergenzorn" und "Elfenkrieger" der furiose Höhepunkt der Drachen-Saga von Mithgar: Die Zeit der Freiheit naht, in der sich das Schicksal einer ganzen Welt in einer letzten gewaltigen Schlacht erfüllen wird. Nur das Kind einer Elfe und eines Baerons kann die magische Waffe schwingen, die Rettung bedeutet ...



Rezension:

»Dennis L. McKiernans Fantasy-Romane sind ein Muss für alle Tolkien-Fans!« Publishers Weekly

Leseprobe:

Februar, 5E988 (Zehn Monate zuvor)


Bair und Aravan ritten auf ihrer Suche weiter, verließen die Halbmondschlucht und den Ring von Dodona und ritten in die Wüste hinaus. Aravan erzählte Blair vom Schwur des Drachensteins, und außerdem von Arin Flammenseherin und Egil Einauge sowie den anderen, die den Grünen Stein von Xian suchten. Die Sonne zog ihre Bahn über den Himmel, während Aravan die ganze Geschichte erzählte, und am späten Nachmittag, als er sie gerade beendet hatte, stießen sie auf eine Karawanenstraße, der sie in südöstlicher Richtung folgten. Ihr Ziel war Dirra, in Khem, doch sie würden sich noch fünf Tage durch den Sand der Karoo kämpfen müssen, bevor sie die Grenze dieses Landes erreichten.
»Woher kommt er, dieser Drachenstein?«, erkundigte sich Bair, als sie an diesem Abend ihr Lager aufschlugen.
Aravan sah zu dem Jungen hinüber. »Woher er kam, konnte niemand sagen, oder wollte es nicht, vielleicht, doch die Drachen hegen eine große Furcht davor, und deshalb haben sie die Magier gebeten, ihn zu bewachen und geschworen, von Plünderungen und Überfällen auf die Welt abzulassen und sich auch nicht mehr in ihre Belange zu mischen.«
»Einige haben den Eid jedoch nicht geschworen, sagtet Ihr das nicht?«
»Allerdings. So wie auch einige Hexer den Schwur nicht leisteten - allesamt Abtrünnige.«
»Schwarze Magier und Kalt-Drachen, die unter dem Bann leiden?«
Aravan nickte. »Die sich im Großen Krieg auf die Seite Gyphons schlugen.«
»Und jetzt ist der Drachenstein verschollen?«
Aravan holte tief Luft. »Ai, Bair. Er befand sich in den Gewölben unter der Akademie der Magier in Kairn, der Stadt der Glocken.« Bei der Erinnerung huschte ein Ausdruck der Trauer über sein Gesicht. »Und als Rwn vernichtet wurde, ging auch der Drachenstein verloren.«
»Vielleicht liegt er immer noch in diesen Gewölben auf dem Grund des Meeres.«
»Vielleicht, Bair. Vielleicht.«


»Wo befindet sich Arin Flammenseherin jetzt?«, erkundigte sich Bair, als sie am nächsten Morgen das Lager abbrachen.
»Sie unternimmt den Düsterritt nach Adonar.«
»Sie hat Mithgar verlassen? Warum?«
Aravan seufzte. »Nach Egils Tod hat sie viele Jahre getrauert. Schließlich überquerte sie das Dazwischen, um Frieden und Trost auf der Hohen Ebene zu suchen.«
Bair belud eines der Kamele. »Und Ihr sagtet, Rael wäre ebenfalls auf die Hohe Ebene zurückgekehrt?«
Aravan nickte. »Ai. Sie und Talarin und Gildor ... nebst etlichen anderen. Sie suchten ebenfalls den Trost von Adonar, denn die Erinnerung an den Verlust jener, die im Winterkrieg gefallen sind, lasteten schwer auf ihnen. Unter ihnen befand sich auch Vanidor, Gidors dwa.«
»Meiner Treu«, Bair berührte den Kristallanhänger. »Arin und Rael, beide fort. Dabei hatte ich gehofft, dass jemand von den Elfen hier wäre, der diese Bürde wirklich verstehen und Euch nötigenfalls Trost spenden könnte.« Er hob den Kristall an der Platinkette über seinen Kopf. »Hier, Aravan, nehmt ihn, denn mir scheint, er war für Euch bestimmt.«
Aravan jedoch hob nur abwehrend die Hand. »Noch nicht, Bair. Du trägst ihn, bis wir etwas anderes erfahren . vielleicht schon im Tempel des Himmels.«
Bair legte die Kette wieder um seinen Hals. »Also gut, bis dahin.«


Sie ritten weiter und weiter, bis sie am vierten Tag eines unablässigen Regens die Erg erreichten. Die oueds waren vom Regen angeschwollen und zwangen sie, früh zu rasten.
Am sechsten Tag konnten sie in der Ferne eine Bergkette sehen, die sich über den Horizont erstreckte, und am folgenden Nachmittag stießen sie auf einem Pass auf eine Karawanserei. Dort verbrachten sie die Nacht. Der Besitzer war zwar überrascht, einen Elf in seiner Herberge bewirten zu müssen, hielt ihn jedoch nicht für einen Dschinn. Seine Frau und ihre drei Töchter weigerten sich allerdings, die beiden zu bedienen, obwohl sie von dem Wirt aufgemuntert und schließlich sogar bedroht wurden, und machten Schutzgesten gegen das Böse.
Am folgenden Tag überquerten sie die Grenze nach Khem und verließen die Sande der Erg. Das Land, das sie durchquerten, war karg, wenngleich grüner als jenes, das sie hinter sich gelassen hatten. Und je weiter nach Südosten sie gelangten, desto grüner wurde es.
Es regnete während der folgenden Tage unaufhörlich, während die launischen Winterstürme über das Land fegten, die Kamele sich lautstark knurrend darüber beschwerten, dass sie nass wurden, und ihr Missfallen hochmütig kundtaten.
Jetzt durchquerten unsere beiden Reisenden fruchtbare Täler, wo der Regen hingelangte, und Tage später trabten sie durch Baumwollfelder, wo die beste Baumwolle der Welt wuchs, so behauptete jedenfalls Aravan. Sie kamen an Siedlungen und Dörfern vorbei, meist sehr kleinen, manchmal ein wenig größeren, in denen die khemischen Händler nur zu gern mit ihnen um die Preise ihrer Waren feilschten. Auch wenn sie die beiden Reisenden ein wenig schief ansahen.
Doch während sie das Land durchquerten, sahen sie jeden Tag Reiterei und auch Bewaffnete zu Fuß in der Ferne, die nach Norden strebten ... Der Süden rüstet zum Krieg ... erkennbar nur an den Staubwolken, die ihren Weg markierten, andere dagegen auf den Straßen, die Aravan und Bair benutzten. Als sich die erste Brigade ihnen näherte, wandte sich der Elf an Bair. »Bedecke dein Gesicht und verstecke dich im Schatten neben der Straße, Bair«, zischte ihm Aravan zu. Dann zog er den Schleier seiner eigenen Ghutrah so über sein Gesicht, dass nur noch seine Augen zu sehen waren, und setzte auch die Kapuze auf. Sie lenkten ihre Kamele neben die Straße, damit die Soldaten passieren konnten. Bair folgte ihm, und die Kamele gehorchten nur allzu willig, weil neben der Straße Futter wuchs.
Als die Khem vorbeimarschierten, bemerkte Bair das Emblem auf ihrem Banner, eine weiße Faust auf einem schwarzen Feld. Dasselbe Symbol wiederholte sich auf der uniformierten Brust jedes Mannes.
Ein Reiter hielt vor ihnen an und beäugte sie misstrauisch. Gerade als er schon Anstalten machte weiterzureiten, zügelte er sein Pferd, drehte sich im Sattel herum und rief: »Shushurl?«
»San'amin Sabra, Mläzim«, gab Aravan zurück und hob die Hände zum Friedensgruß. »Lawain' räyih?«
Aravan deutete nach Südosten. »La Dirra.«
»Rakka ysallmak!«, rief der Mann, offenbar zufrieden gestellt, wendete sein Pferd und ritt nach Norden weiter.
»Was wollte er?«, erkundigte sich Bair, als die Soldaten fern genug waren.
»Er hat gefragt, was unser Geschäft sei, und ich habe erwidert, wir wären Händler aus Sabra. Dann wollte er wissen, wohin wir ritten, und ich sagte: Dirra. Daraufhin antwortete er:>Rakka sei mit Euch»Rakka?«
»Ein anderer Name für Gyphon. Hast du ihr Zeichen gesehen?«
»Ja. Eine geballte Faust, weiß auf schwarzem Grund.«
»Man kennt sie auch unter dem Namen>Fäuste von Rakka

Autorenportrait:

Dennis L. McKiernan wurde am 4. April 1932 in Missouri geboren. Im Alter von 18 Jahren trat er in die Air Force ein und kämpfte vier Jahre als Soldat im Korea-Krieg. Nach seiner Militärzeit studierte McKiernan Elektrotechnik. 31 Jahre lang arbeitete er al

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