Beschreibung:
Suchtverdächtig! Könnte bitte mal jemand einer netten jungen Vampirfrau die Männer erklären! Wieso bloß will Michael Quinn unbedingt zu den Lebenden zurückkehren? Vermutlich weiß er einfach noch nicht, wie viel Spaß ein Frühstück zu zweit im Sarg machen kann. "Unglaublich sexy und amüsant!" Mary Janice Davidson "Michelle Rowens Heldinnen wissen genau, wie man sich durchbeißt!" Publishers Weekly
Kurzbeschreibung:
Suchtverdächtig!
Könnte bitte mal jemand einer netten jungen Vampirfrau die Männer erklären! Wieso bloß will Michael Quinn unbedingt zu den Lebenden zurückkehren? Vermutlich weiß er einfach noch nicht, wie viel Spaß ein Frühstück zu zweit im Sarg machen kann.
Rezension:
"Unglaublich sexy und amüsant!" Mary Janice Davidson
Leseprobe:
Quinn beobachtete aus seinem Versteck zwei Jäger, die über den Parkplatz schlichen und ihre Beute in die Enge trieben. Am liebsten hätte er sie einfach ignoriert, sich umgedreht und wäre zu seinem Auto gegangen, doch das brachte er nicht über sich.
Er pirschte sich von hinten an die beiden heran.
"Braucht ihr Hilfe?", fragte er.
Die Jäger fuhren herum. Der Dicke hatte fette Oberarme und einen Bartschatten, der eher auf seine Faulheit denn auf sein Modebewusstsein hindeutete. Der Jüngere war dünner, und seine Augen hinter den runden Brillengläsern wirkten riesig. Auf den ersten Blick waren sie ein ziemlich ungleiches Paar.
"Verpiss dich!", antwortete der Dicke.
Quinn zuckte mit den Schultern. "Schon kapiert. Kein Problem."
Er drehte sich um.
Geh weiter, befahl er sich. Du hast wirklich Wichtigeres zu tun.
Da fiel sein Blick auf das Vampirpärchen, das eingepfercht zwischen den Müllcontainern des Burger-King-Parkplatzes in der Falle saß - ein Mann und eine Frau, die er auf etwa zwanzig schätzte oder auf zweihundert. Es war so verflixt schwer zu sagen. "Bitte, hilf uns", flehte die Frau.
Sie war süß, blond und zierlich und wirkte wie eine Collegestudentin, die mit ihrem dunkelhaarigen Freund auf die Piste gegangen war. Der sich gerade mit ängstlich aufgerissenen Augen schützend zwischen sie und die Jäger stellte. Wenn man nicht genau hinsah, waren seine Reißzähne kaum zu erkennen.
Quinn lachte. "Ich soll einem Vampir helfen? Wieso sollte ich etwas derart Verrücktes tun?"
"He ...", der jüngere Jäger warf einen Holzpflock von einer Hand in die andere. "Kenne ich dich nicht? Du bist doch Michael Quinn, der Sohn von Roger. Wir sind uns mal vor ein paar Jahren begegnet. Haben zusammen unten in St. Louis ein Vampirnest ausgeräuchert."
Quinn versuchte, das Gesicht hinter der riesigen Brille zuzuordnen. Vergeblich. Andererseits hatte er damals in St. Louis eine Menge getrunken. Es waren schwierige anderthalb Monate gewesen, über die ihm das Bier ein bisschen weggeholfen hatte. "Na klar. Freut mich, dich zu sehen."
"Ja, mich auch, Mann." Gedankenverloren kratzte sich der Jäger mit dem Pflock am Bein. Die beiden Vampire folgten mit den Blicken ängstlich jeder Bewegung der Waffe. Dann wandte sich der Mann an seinen Kumpel. "Quinn ist einer der besten Jäger, die ich kenne. Er hat eine Nase für Vampire. Er wittert sie, egal in welches Schlupfloch sie sich auch verkriechen."
Quinn winkte bescheiden ab. "Ach, das ist jetzt wirklich übertrieben."
"Ich bin Joe, weißt du noch? Das hier ist mein Kumpel Stuart. Hör mal, du könntest uns helfen. Das sind unsere Ersten heute Nacht. Ich habe rausgekriegt, dass sie hier Opfern auflauern, die aus dem Restaurant kommen." Er rammte dem männlichen Vampir seinen Finger in die Brust und kniff seine Glubschaugen zusammen. "Stimmt's? Du hältst doch nach einem kleinen Imbiss Ausschau, oder, du blutrünstiges Monster?"
"Fahr zur Hölle." Der Vampir mahlte mit dem Kiefer und versuchte, sich mutig zu geben. Was nicht so richtig klappte.
"Na, ihr wisst doch, wie Vampire sind." Quinn beobachtete das Restaurant, von dessen Drive-in-Schalter in dem Moment ein Auto wegrollte. "Sie sind durch und durch böse."
"Wohnst du hier in der Nähe?"
Er schüttelte den Kopf. "Ich bin nur auf der Durchreise. Habe nur für einen kleinen Happen angehalten."
"He", meldete sich der dickere Jäger zu Wort und runzelte die Stirn. "Du bist Michael Quinn?"
"Richtig."
"Bitte", warf die Vampirfrau ein. "Wir sind nicht böse. Wir wollten nur etwas essen."
"Genau", schnaubte Stuart. "Das Blut von unschuldigen Opfern."
"Nein. Ich hatte nur Pommes."
Der Mann leckte sich nervös die Lippen. "Lasst uns doch einfach in Ruhe."
"Blutrünstiges Monster", schnaubte Stuart. "Vampire nehmen keine feste Nahrung zu sich."
"Doch, einige von uns schon." Die Stimme der Frau zitterte.
"Halt die Klappe." Er drehte sich zu Quinn um. "Es kommt mir vor, als hätte ich kürzlich etwas über dich gehört. Mir fällt nur nicht mehr ein, was."
Quinn verschränkte die Arme und versuchte den flehenden Blick des weiblichen Vampirs zu ignorieren. "Ach ja? Etwas Wichtiges?"
"Ich glaube schon. Aber was war es bloß?" Er kratzte sich am Kinn.
"Tja", setzte Quinn an. "Möglicherweise hast du gehört, dass ich mich seit einiger Zeit von der Vampirjagd zurückgezogen habe."
Stuart nickte. "Ja, genau. Aber da war noch was anderes." Er zog vor Konzentration die Augenbrauen zusammen, doch plötzlich zuckte sein Blick zu Quinn. "Moment mal! Jetzt fällt es mir wieder ein. Du bist ... du bist ein ..."
Quinn schlug ihm ins Gesicht. "Blutrünstiges Monster?"
Der Jäger schrie auf und presste die Hand auf die Nase, aus der das Blut spritzte.
Joe zuckte zusammen und hob den Pflock. Quinn trat ihm mit voller Wucht in den Magen. Der Mann taumelte zurück, krachte mit dem Kopf gegen den Müllcontainer und sank bewusstlos zu Boden. Der Pflock rollte klappernd über den Asphalt.
Stuart hielt sich immer noch die Nase, während er Quinn anstarrte.
Der bleckte seine Reißzähne. "Etwa zur gleichen Zeit habe ich auch eine Menge Freunde verloren. Aus irgendeinem Grund wollen sie nicht mehr mit mir reden."
Die Vampire drängten sich aneinander und sahen wie erstarrt zu.
Stuart stürzte sich auf Quinn. Quinn riss ihm den Pflock aus der Hand und schleuderte Stuart mit einem Judogriff zu Boden.
Dann hockte er sich hin und drückte Stuart den Pflock an den Hals. "Wie ich schon sagte, reise ich hier nur durch. Und ich rate euch dringend, dasselbe zu tun." Der Jäger schluckte glucksend.
"Fühlt sich nicht so gut an, was? Ich habe jüngst meine Meinung geändert, was das Töten von Vampiren angeht. Und jetzt rate mal, warum?"
"Bitte, bring mich nicht um!", flehte der Jäger. Quinn ließ den Pflock sinken. "Falls du das nächste Mal auf Vampirjagd gehst, dann denk daran, dass dich eines dieser blutrünstigen Monster verschont hat. Kapiert?"
Der Jäger nickte und fasste sich mit zitternder Hand an den Hals. In seinen Augen schimmerte blanke Panik.
Autorenportrait:
Michelle Rowen wurde in Toronto, Kanada, geboren. Als Kind nahm sie sich vor, Stewardess, Juwelendiebin und Schriftstellerin zu werden. Inzwischen konzentriert sie sich voll auf den letzten der drei Berufe. Michelle Rowen ist bekennende Suchtleserin, Frau