Beschreibung:
Alarmstufe Rot! Ein vertraulicher Hinweis alarmiert den US-Kongress: In einer Navy-Werft für Atom-U-Boote ist es zu einer Reihe bedrohlicher Sabotageakte gekommen! Bald ist klar, dass hinter dieser unheimlichen Bedrohung eine gefährliche nordkoreanische Agentin steckt. Und sie scheint bereit zu sein, für ihre dunklen Ziele das Leben von Millionen Unschuldigen zu opfern. Nur ein einziger Mensch ist jetzt noch imstande, die tödliche Bedrohung abzuwenden: der außergewöhnliche Ermittler Joe DeMarco ? berühmt-berüchtigt als ?der Luchs? ... "Spannung, Intrigen, überraschende Wendungen, und ein wirklich cooler und sympathischer Ermittler ? alles, was ein Thriller braucht.? NDR "Ein faszinierender Thrillercocktail!" WDR "Das Szenario, das Lawson entwirft, besitzt einen erschreckend realen Charakter." Main Echo
Kurzbeschreibung:
Alarmstufe Rot!
Ein vertraulicher Hinweis alarmiert den US-Kongress: In einer Navy-Werft für Atom-U-Boote ist es zu einer Reihe bedrohlicher Sabotageakte gekommen! Bald ist klar, dass hinter dieser unheimlichen Bedrohung eine gefährliche nordkoreanische Agentin steckt. Und sie scheint bereit zu sein, für ihre dunklen Ziele das Leben von Millionen Unschuldigen zu opfern. Nur ein einziger Mensch ist jetzt noch imstande, die tödliche Bedrohung abzuwenden: der außergewöhnliche Ermittler Joe DeMarco - berühmt-berüchtigt als "der Luchs" ...
Rezension:
"Spannung, Intrigen, überraschende Wendungen, und ein wirklich cooler und sympathischer Ermittler alles, was ein Thriller braucht." (NDR)
Leseprobe:
Von seinem Bürofenster aus konnte Norton ein Kampf-U-Boot der Los-Angeles-Klasse sehen, das an einem Pier festgemacht hatte. Er war zu weit entfernt, um die Nummer auf dem Rumpf lesen zu können, aber er glaubte, dass es die USS Asheville, SSN 758, war. Vergangenes Jahr hatte er auf der Asheville gearbeitet und sich sehr oft mit einigen Ingenieuren auf den einen oder anderen Drink getroffen. Er starrte noch einen Moment auf das U-Boot, bis ihm klar wurde, dass er eigentlich nur dabei war, Zeit zu schinden. Er drehte an der Stange und schloss die Lamellen der Jalousie. Es war unwahrscheinlich, dass irgendwer beobachten konnte, was er hinter einem Fenster im vierten Stock tat, aber er wollte kein unnötiges Risiko eingehen.
Norton wandte sich vom Fenster ab und lugte über die Trennwände seines Arbeitsplatzes. Es war Mittagszeit. Zwei Schreibtische weiter spielten vier Männer Karten, und in der Nähe der Tür polierte eine Sekretärin ihre Fingernägel. Sonst hielt sich niemand im Büro auf, soweit er sehen konnte. Mulherin hatte er zur Sekretärin geschickt, damit er sie vollquatschte. Darin war Mulherin sehr gut. Falls jemand in die Nähe von Nortons Schreibtisch kommen sollte, würde Mulherin den Betreffenden aufhalten und Norton warnen.
Da es keinen Grund mehr gab, die Sache weiter hinauszuzögern, holte Norton nun das Schachbrett aus seinem Rucksack. Es hatte einen Durchmesser von dreißig Zentimetern und war drei Zentimeter dick, was etwas mehr war als bei den meisten Schachbrettern. Er drückte gegen eine Seite, worauf ein kleines Fach aufsprang und eine Handvoll Schachfiguren auf seinen Schreibtisch fielen. Dann drehte er das Brett herum, und aus der Aussparung zwischen Ober- und Unterseite schob sich ein dünner Laptop.
Das Schachbrett war Carmodys Idee gewesen.
Nachdem er den Computer benutzt hatte, würde Norton ihn wieder in die versteckte Aussparung zurückschieben, das Schachbrett oben auf seinen Aktenschrank stellen und ein paar Figuren darauf arrangieren, damit es aussah, als hätte er mit Mulherin eine Partie gespielt. Er musste heimlich grinsen, als er sich vorstellte, dass Mulherin Schach spielte.
Den Laptop zur Werft zu schaffen war riskant gewesen. Norton brauchte ihn pro Tag nur ein paar Minuten lang zu benutzen, und wenn er es tat, machte er es so, wie er es jetzt getan hatte - während der Mittagszeit, während Mulherin Wache hielt. Aber er hatte sich große Sorgen gemacht, als er ihn hergebracht hatte. Er hatte sogar so heftig geschwitzt, dass es ihn überraschte, dass den Marines am Eingang nichts aufgefallen war.
Private Computer waren auf dem Gelände streng verboten - nur Geräte aus staatlichen Beständen waren erlaubt. Wenn die Marines am Tor ihn an jenem Morgen zum zufällig ausgewählten Opfer einer Durchsuchung gemacht und den versteckten Laptop gefunden hätten, hätte er Ärger bekommen. Mächtigen Ärger.
Aber die Wahrscheinlichkeit dafür war sehr gering gewesen. Wenn die Gefahr einer terroristischen Bedrohung hoch eingestuft wurde, durchsuchten die Marines alles, was durchs Tor ging - Autos, Taschen, Geldbörsen, Lunchpakete, alles. Aber Norton hatte den Laptop eingeschmuggelt, als die Gefahrenstufe niedrig gewesen war, und er hatte gewartet, bis ein größeres Gedränge am Tor herrschte - mehrere Leute, die ungeduldig darauf warteten, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen -, was dazu führte, dass die Marines nicht sehr gründlich suchten. Auch das war Carmodys Idee gewesen - dann hineinzugehen, wenn sich eine lange Schlange gebildet hatte. Carmody war ein verdammt gerissener Fuchs.
In diesem Moment hatte Norton erkannt, dass die Marines gar nicht der Hauptgrund für seine Sorgen waren. Sondern Carmody. Carmody machte ihm eine Höllenangst.
1
DeMarco stellte seinen Wagen auf dem Parkplatz vor dem Golfclub von Goose Creek in Leesburg, Virginia, ab. Er stieg aus, schlug die Tür zu und war bereits zwanzig Meter weitergegangen, als ihm einfiel, dass er den Wagen nicht abgeschlossen hatte. Er lief zurück, drückte den Knopf der Türverriegelung und schlug die Tür härter zu, als nötig gewesen wäre. Es ärgerte ihn, vor allem an diesem Morgen, dass sein Volvo so verdammt alt war, dass es dazu keinen dieser Schlüssel mit eingelegter Batterie gab, mit denen sich die Türen auf Knopfdruck von außen verriegeln ließen.
Auf dem Weg zur Arbeit hatte DeMarco einen Umweg zu einem Gebrauchtwagenhändler in Arlington gemacht. Er war dort schon vor ein paar Tagen vorbeigekommen und hatte einen silbernen BMW Z3 gesehen, der vor dem Geschäft stand, wie ein Kunstwerk in Szene gesetzt. Der Wagen hatte vierundsechzigtausend Meilen auf dem Tacho, die Ledersitze waren von der Sonne ausgebleicht, und DeMarco war sich nicht sicher, ob er sich den Wagen leisten konnte - aber er wollte unbedingt ein Cabrio und hatte von seiner schwedischen Schachtel auf Rädern die Nase voll. Er hatte gerade angefangen, mit dem Verkäufer zu handeln, als Mahoneys Sekretärin angerufen und ihm gesagt hatte, dass ihr Chef ihn in Goose Creek sehen wollte, bevor er um neun auf dem Golfplatz den ersten Ball schlagen würde.
Er fand Mahoney auf dem Übungsgrün und sah ihm schweigend zu, während Mahoney seinen großen Körper über dem Ball in Stellung brachte, tief einatmete und den Ball schlug. Der Schlag war gut gezielt, aber zu stark, sodass der Ball das Loch streifte und im rechten Winkel zur ursprünglichen Richtung weiterrollte.
»Mist!«, murmelte Mahoney. »Der Rasen ist heute verdammt schnell.«
Ja klar, dachte DeMarco. Sie haben das Gras heute früh frisch gebohnert.
Mahoney war fast einen Meter achtzig groß, hatte einen breiten Oberkörper und einen genauso breiten Hintern. Ein kräftiger, harter Bauch verlieh seinem Körper Gleichgewicht. Er war über sechzig, sein Haar war weiß und voll, seine Gesichtszüge groß und ausgeprägt, und seine Augen hatten das wässrige, rot geäderte Blau eines schweren Trinkers. Er warf einen weiteren Ball aufs Gras.
»Der Kerl, mit dem ich Sie bekannt machen möchte«, sagte Mahoney, während er den Blick auf den Ball fixierte, »wird in wenigen Augenblicken hier sein. Er ist nur kurz zum Clubhaus gegangen, um Bier für uns zu holen.« Mahoney versetzte dem Ball einen sauberen Schlag, sodass er ohne Schwierigkeiten ins Loch rollte. »Das sieht schon besser aus!«
DeMarco wusste, dass Mahoney an der Highschool ein recht passabler Sportler gewesen war - beim Football, Basketball und Baseball. In der Collegezeit hatte er nicht mehr an Wettkämpfen teilgenommen, weil er mit siebzehn zu den Marines gegangen war, und nach der Entlassung war sein rechtes Knie von einem Splitter zertrümmert gewesen, worauf er seinen sportlichen Ehrgeiz nur noch darauf richtete, Bierkrüge und Studentinnen zu stemmen. Aber sogar noch in seinem Alter hatte er die gute Hand-Augen-Koordination eines Sportlers, und trotz seiner Körpermasse war er sehr beweglich geblieben.
»Da kommt er«, sagte Mahoney und warf einen dritten Ball auf den Übungsrasen, diesmal gute drei Meter vom Loch entfernt.
Mit einer kleinen Kühlbox, die so konstruiert war, dass sie genau in den Korb hinter dem Sitz eines Golfcarts passte, näherte sich ein Mann, der ungefähr in Mahoneys Alter war. Er war etwas über eins siebzig groß, stämmig und hatte einen runden Kopf mit flacher Nase und kurzem grauem Haar. Schließlich konnte DeMarco seine Augen erkennen, die hellblau und nach ständigem Blinzeln in der Sonne von einer Million Krähenfüßen umgeben waren. Er hatte die Augen eines Kampfpiloten - genau das war er nämlich gewesen. Der Mann war Frank Hathaway, der Marinestaatssekretär.
Hathaway wiederum musterte DeMarco und fragte sich vermutlich, warum ein harter Kerl im Anzug auf dem Übungsrasen herumstand. DeMarco war einen Meter achtzig groß und hatte breite Schultern, kräftige Arme und einen schweren Brustkorb. Er sah gut aus mit dem vollen schwarzen Haar, der markanten Nase, dem breiten Kinn mit Grübchen und den blauen Augen, aber er wirkte zäh - zäher, als er in Wirklichkeit war.
Autorenportrait:
Mike Lawson war während seiner Dienstzeit für die US Army lange Jahre in Washington stationiert, wo er die bürokratischen Winkelzüge einer großen Regierung kennen lernte und eng mit Mitgliedern des Kongresses zusammenarbeitete. Lawson lebt heute an der am