Beschreibung:
Atemberaubend spannend, romantisch und prickelnd sexy Weil er eine Frau um ihren Lebensunterhalt gebracht hat, entführt die temperamentvolle Amy Sosabel kurzerhand den arroganten Lord Jermyn Edmondson. Sie sperrt ihn im Keller ein und wartet, bis sein Onkel das Lösegeld bringt. Doch der ist begeistert, das Vermögen seines Neffen zu erben! Nun sitzt Amy in der Klemme, denn der wütende und unverschämt sinnliche Lord stellt nicht nur Amys Nerven, sondern auch ihre Unschuld die Probe ... "Große Gefühle und pikante Verwicklungen machen diesen Roman zu einem Muss!" Romantic Times "Christina Dodd versteht es meisterhaft, Liebesromane mit der richtigen Mischung aus Witz und Herzenswärme zu schreiben." Romantic Times
Kurzbeschreibung:
Atemberaubend spannend, romantisch und prickelnd sexy
Weil er eine Frau um ihren Lebensunterhalt gebracht hat, entführt die temperamentvolle Amy Sosabel kurzerhand den arroganten Lord Jermyn Edmondson. Sie sperrt ihn im Keller ein und wartet, bis sein Onkel das Lösegeld bringt. Doch der ist begeistert, das Vermögen seines Neffen zu erben! Nun sitzt Amy in der Klemme, denn der wütende und unverschämt sinnliche Lord stellt nicht nur Amys Nerven, sondern auch ihre Unschuld die Probe ...
Rezension:
"Christina Dodd schreibt hinreißende Liebesromane!" Kristin Hannah
Leseprobe:
Es war einmal eine junge Prinzessin im kleinen Königreich Beaumontagne, die beschloss, gegen Drachen zu kämpfen, sobald sie erwachsen wäre. Ihre beiden älteren Schwestern erklärten ihr, nur Prinzen erlegten Drachen, aber Prinzessin Amy weigerte sich, den Besserwissern Gehör zu schenken. Sie war eben anders als die anderen Mädchen. Sie liebte es, laut rufend umherzulaufen. Für sie war ein Stock ein Schwert, mit dem sie gegen die Rüstungen kämpfte, die in den breiten, mit Marmor ausgelegten Gängen aufgereiht standen. Draußen kletterte sie auf die alten Eichen und zerriss sich ihre Seidenröcke.
Bei dem einzigen Drachen, dem sich die kleine Amy gegenübersah, handelte es sich allerdings um ihre Großmutter: Eine Furcht einflößende alte Frau, die strenge Ansichten zu dem Benehmen einer Prinzessin vertrat. Trotz wiederholter Versuche, Großmama zu bezwingen, benahm Amy sich gelegentlich so, wie es von ihr erwartet wurde ... denn sonst fand sie sich zappelnd und kreischend über der Schulter eines unerschütterlichen Bediensteten wieder, während ihre Schwestern weinten und ihr Vater, der König, betrübt zuschaute.
Amy hasste ihre Großmutter, den Drachen, und wenn sie nachts in ihrem zerwühlten Bett lag, betete sie, ihre Großmama möge sterben. Amy wusste zwar, dass derartige Wünsche böse waren, aber es war ihr gleich. Sie hasste Großmutter. Sie hasste sie wirklich abgrundtief.
Dann, eines Tages, schickte Papa die kleinen Prinzessinnen fort. Nun konnte Amy nicht mehr mit Fahnen spielen, die stolz im Wind flatterten. Fort waren die langen Treppengeländer, die die Prinzessin zum Rutschen verleitet hatten. Fort waren auch die Ponys, die Kindermädchen und die Spiele. Dabei ahnte Amy, dass es nicht ihr Vater war, der sie weggeschickt hatte. Das konnte nur die böse alte Großmutter veranlasst haben, und Amy gab ihr die Schuld für die Misere, denn Großmama schickte die Mädchen in das kalte, trostlose England - aus Sicherheitsgründen, wie sie behauptete. Kronprinzessin Sorcha wurde von ihren Schwestern Amy und Clarice getrennt. Die beiden jüngeren Schwestern mussten in einem Pensionat bleiben, wo es niemanden wirklich interessierte, ob Amy lieber gegen Drachen kämpfte oder sich wie eine echte Prinzessin benahm.
Dann ereilte die Mädchen eine furchtbare Nachricht. Ihr Vater war tot, gefallen im Krieg. Amy glaubte zu wissen, dass das allein ihre Schuld war. Aus einem unerfindlichen Grund hatte ihr böser Fluch nicht Großmutter, sondern ihren Vater getroffen. Es musste Amy gelingen, die Dinge wiedergutzumachen.
Zu dieser Zeit war Amy neun Jahre alt. Es war das Jahr, als sie nicht länger nur vorgab, gegen Drachen zu kämpfen, sondern damit begann, wirklich gegen sie zu Felde zu ziehen.
1. Kapitel
Devon, England, 1810
Hätte Jermyn Edmondson, der Marquess von Northcliff, geahnt, dass er entführt würde, wäre er nicht spazieren gegangen.
Aber vielleicht hätte er es dennoch getan. Denn sein Leben war ihm nicht aufregend genug.
Streng ruhte sein Blick auf der grauen Nebelbank, die sich über das grünlich schillernde, aufgewühlte Meer schob und die Insel Summerwind verdeckte. Der Wind fuhr ihm ins Haar und blähte den offenen langen Mantel wie die Schwingen eines schwarzen Seevogels. Das Salz brannte in seiner Nase, und die fein sprühende Gischt benetzte sein Gesicht. Alles in diesem Winkel Devons war wild, frisch und frei - nur er nicht.
Er war an diesen Ort gebunden. Und er langweilte sich unglaublich.
Voller Abscheu wandte er sich von dem ermüdenden Anblick der gleichmäßig anbrandenden Wellen ab und hinkte in Richtung Garten, wo sich die ersten Krokusse auf dem kargen Boden ankündigten.
Doch er konnte sich nicht an dem zarten Gold- und Purpurschimmer erfreuen, der die triste braune Decke des Winters durchbrach. Das Anwesen bot einem Mann mit seinen Interessen keinen Anreiz. Gelegentlich belebten ländliche Tanzveranstaltungen die Abende, und dann kamen gutmütig-derbe Gutsherren, kichernde Debütantinnen und gerissene Mütter zusammen, die auf der Jagd nach einem Titel für ihre Töchter waren.
Gewiss, er hatte beschlossen, dass es für ihn an der Zeit war, an Heirat zu denken. Dafür hatte er sogar Onkel Harrison aufgefordert, ihm eine Liste mit den gegenwärtigen Debütantinnen zu überlassen und eine passende Braut vorzuschlagen. Aber er würde sich nicht ein Leben lang an eine Frau binden, die in einem Spaziergang in ländlicher Kulisse die einzige Unterhaltung sah.
Solange er nicht reiten oder segeln konnte - die Folgen des erlittenen Kutschenunfalls vor zwei Monaten schränkten ihn nach wie vor stark in seinen Aktivitäten ein -, zogen sich die Tage endlos hin, angefüllt mit langen Spaziergängen an der frischen Luft. Und gezwungenermaßen las er viel.
Er schaute auf das Buch, das er in Händen hielt. Mein Gott, er war des Lesens überdrüssig. Die Zeitungen aus London trafen unregelmäßig ein. Er hatte sogar begonnen, lateinische Texte zu lesen, und das hatte er seit dreizehn Jahren nicht mehr getan. Zu jener Zeit war sein Vater gestorben, und Jermyn hatte diesem Ort lange den Rücken gekehrt.
Wie sehr er sich nun wünschte, er wäre nicht zurückgekommen!
Der Stolz hatte ihn bewogen, London Hals über Kopf zu verlassen. Er hasste es, ein Invalide zu sein. Als noch schlimmer empfand er es indes, von der Aufmerksamkeit erdrückt zu werden, die man ihm während der langsamen Genesung entgegenbrachte. Als Onkel Harrison ihm daher vorschlug, die Abgeschiedenheit von Summerwind Abbey zu nutzen, erkannte Jermyn die Vorteile dieser Idee. Inzwischen bereute er den Schritt.
Im Pavillon nahm er in einem Rohrstuhl Platz und rieb sich den lädierten Oberschenkel. Bei dem Unfall hatte er sich einen komplizierten Bruch zugezogen, und dieser Landarzt, den er vor zwei Tagen abends gerufen hatte, hatte ihn in ländlichem Akzent wissen lassen: »Die beste Medizin ist Zeit und Bewegung. Gehen Sie spazieren, bis Ihr Bein ermüdet, aber überanstrengen Sie sich nicht! Gehen Sie dort, wo es flach ist. Wenn Sie ausrutschen und sich erneut den Knochen brechen, werden Sie bleibende Schäden davontragen.«
Mit einem Laut des Unmuts hatte Jermyn den Mann entlassen. Natürlich war es seiner Genesung nicht zuträglich gewesen, als er am Vortag den steilen, gewundenen Pfad über die Klippen genommen hatte, der hinunter zum Strand führte - er war gestürzt, da sein Bein noch nicht stark genug war. Er hatte sich kaum aus eigener Kraft zurück zum Haus schleppen können. Es war dieser Schmerz im Bein, der ihn veranlasst hatte, überhaupt nach dem Arzt zu schicken, und Jermyn war alles andere als begeistert, als er hörte, er solle vorsichtig auf der Veranda auf und ab gehen wie eine alte Frau oder ein Kind.
Er schlug das Buch auf und vertiefte sich in die Handlung von Tom Jones; ein Roman, der in einer Zeit spielte, als England noch aufregend war und man die Jugend noch in vollen Zügen genießen konnte.
Obwohl er sich zunächst gar nicht darauf hatte einlassen wollen, nahmen die ausgelassenen Abenteuer, die Henry Fielding für seinen Titelhelden ersonnen hatte, Jermyn ganz gefangen. Als er eine vorsichtige Stimme hörte, zuckte er regelrecht zusammen. »Mylord?«
Am Eingang des Pavillons stand ein Hausmädchen mit einem Glas auf einem Tablett. Als Jermyn zustimmend nickte, trat sie in das Innere der großzügigen Laube.
Drei Dinge fielen ihm auf. Diese junge Frau hatte er noch nie gesehen. Ihr blaues Kleid war verschlissen, aber das silberne Kreuz, das sie um den Hals trug, war ausgesprochen fein gearbeitet. Und während sie ihm das Glas darbot, suchte sie beinahe dreist seinen Blick.
Doch er begriff nicht sofort, was es damit auf sich hatte. Stattdessen fiel ihm die zarte Haut der jungen Frau auf, die so anders aussah als die der hiesigen Mädchen mit ihrem braunen Teint. In ihren Augen lag ein ungewöhnlicher grüner Schimmer, der ihn an die aufgewühlte See vor einem Sturm erinnerte. Sie hatte schwarzes Haar, das sie sich hochgesteckt hatte. Nur zwei verspielte Locken stahlen sich aus dem Tuch, das die Haare zusammenhielt. Er hätte wetten mögen, dass sie noch keine zwanzig war.
Autorenportrait:
Christina Dodd wurde für ihre Romane bereits vielfach ausgezeichnet - u. a. mit dem »America’s Golden Heart« und dem »RITA Award«. Ihre Bücher stehen regelmäßig auf diversen amerikanischen Bestsellerlisten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den beiden K