Warum müssen Menschen leiden? Wie erlangt man dauerhaftes Glück? Was
heißt es, wiedergeboren zu werden? Solche Fragen interessieren Maili weit mehr als der junge
Mann, den sie heiraten soll. Entschlossen, den Weg des Buddha zu gehen, verlässt sie ihr
kleines Dorf in den Bergen Nepals. Ein Nonnenkloster im Tal von Katmandu ist ihr Ziel. Erwartungsvoll und wissbegierig beginnt sie, sich mit den großen Themen des tibetischen
Buddhismus zu befassen. Fremde Bräuche und uralte Traditionen einer Kultur voller Magie und
Mystik werden lebendig, die Lehren von Karma, Wiedergeburt und Überwindung allen Leidens
erschließen sich Maili in ihrer ganzen Weisheit und Tiefe. Doch immer wieder gerät sie mit
ihrem unverbildeten, kritischen Verstand in Konflikte zwischen Gehorsam und Rebellion. Und
außerdem gibt es da noch den Mönch Sönam, der vom ersten Augenblick an eine unbekannte,
immer stärkere Sehnsucht in ihr wachruft. Nur Ani Nyima, die alte, weise Yogini, erkennt die außergewöhnliche spirituelle Reife des
jungen Mädchens. Mit ihrer Hilfe betritt Maili die geheimnisvolle Welt des Tantra und des
Energie-Yoga. Selbst den gefahrvollsten Prüfungen auf dem Einweihungsweg hält sie stand.
Doch die letzte, die schwerste Prüfung wartet auf sie, als sie Sönam wiedersieht ...
Ulli Olvedi (geb. 1942) befasst sich seit Jahrzehnten in Theorie und Praxis mit dem tibetischen Buddhismus und lebte in exiltibetischen Klöstern. Die Wissenschaftsjournalistin, Dokumentarfilmerin, Übersetzerin und Lehrerin des Stillen Qi Gong und der Integralen Energiearbeit ist Autorin zahlreicher Publikationen. Mit ihren Romanen "Wie in einem Traum" und "Die Stimme des Zwielichts" hat sie sich in kürzester Zeit auch auf belletristischem Gebiet einen Namen gemacht.
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