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Gertrud Kolmar

Leben und Werk, Zeit und Tod
  • ISBN:3-10-041511-6
  • EAN:9783100415110
  • Veröffentlichungsdatum:Oktober 2008
  • Gewicht in g:861
  • Auflage:1. Auflage
  • Seiten:624

EUR 24,90

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Kurzbeschreibung von: Gertrud Kolmar

Gertrud Kolmar, geboren 1894 in Berlin, ermordet 1943 in Auschwitz, führte die
deutschsprachige Lyrik zu einem Höhepunkt - und dies in einer Zeit, die rings um sie herum
den Befehlston des Dritten Reichs lernte. In Berlin und im Osthavelland lebte sie an der Seite
ihres Vaters, eines Staranwalts der wilhelminischen Epoche. Selbst als Zwangsarbeiterin setzte
sie noch ihre literarische Arbeit fort und hinterließ Gedichte im weiten Spektrum zwischen
sanfter Naturlyrik und aufwühlender Innerlichkeit: Gedichte, in denen wir uns auch heute finden. Dieter Kühns große, vielstimmige Biographie der Gertrud Kolmar erzählt die Geschichte einer
der wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und ihrer jüdischen Familie, die in die ganze
Welt emigrieren musste. Präsent wird die literarische und politische Szene - das weite
Panorama der Zeit.

Beschreibung von: Gertrud Kolmar

Gertrud Kolmar, 1894 in Berlin geboren, führte die deutschsprachige Lyrik zu einem Höhepunkt. Biographisch begann alles unspektakulär: sie war Hauslehrerin in verschiedenen Familien, wurde Sekretärin ihres Vaters, eines Staranwalts der wilhelminischen Ära. In Berlin, sodann in Finkenkrug, Osthavelland, wuchs ihr Werk heran: vorwiegend Gedichte, auch Erzählungen, Schauspiele, ein Roman. Walter Benjamin, ihr Cousin, verhalf zur Publikation von Gedichten in Zeitschriften. Auch während des Dritten Reichs schrieb sie weiter – der dritte Gedichtband erschien 1938 in einem jüdischen Verlag. Nicht veröffentlicht hingegen: Gedichte mit vehementen Anklagen gegen den NS-Terror. Etwa zur gleichen Zeit führte ein Briefwechsel zur Begegnung mit einem völkischen Lyriker. Nach dem Zwangsverkauf der Villa in Finkenkrug lebte sie mit ihrem Vater in Berlin-Schöneberg. Eine der wenigen Besucher im »Judenhaus«: Hilde Benjamin, die später gefürchtete Justizministerin der DDR. Gertrud Kolmar, zur Zwangsarbeit verpflichtet, verliebte sich in einen jungen Kollegen. Nach der sogenannten Fabrik-Aktion im Februar 1943 wurde sie deportiert und in Auschwitz ermordet. Ihr Werk konnte von Schwester und Schwager gerettet werden.