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Vom Glück, dankbar zu sein

   von Robert D. Emmons

buch.de-Verkaufsrang:
37120
ISBN-10:
3-593-38649-6
ISBN-13:
978-3-593-38649-2
Erschienen:
08.2008
Sofort lieferbar
Einband:
gebunden
Sonstiges:
22 cm
Seitenzahl:
235
Gewicht:
445 g
Auflage:
1. Auflage
Erschienen bei:
Campus Verlag
Übersetzer: Nicole Hölsken

Kurzbeschreibung

Robert Emmons zeigt, wie sehr Dankbarkeit unser Leben positiv beeinflusst. Anhand zahlreicher Studien und interessanter Seitenblicke auf Psychologie, Literatur, Religion und Kulturgeschichte macht er deutlich, dass ein von Herzen kommendes »Danke« das Leben von Grund auf verändern und essenziell bereichern kann: Beziehungen und Freundschaften profitieren davon ebenso wie die eigene Gesundheit. Das Beste daran ist: Jeder trägt die Fähigkeit zur Dankbarkeit in sich! Robert Emmons gibt zahlreiche, leicht umsetzbare Tipps, mit denen man Dankbarkeit in den Alltag integrieren kann und somit sein Glücksempfinden deutlich steigert.

Leseprobe

"Ich kann Ihnen keinen Rat geben, wie Sie in kürzester Zeit reich werden. Aber ich kann Ihnen sagen, wie Sie es schaffen, sich reich zu fühlen, was - wie ich Ihnen aus erster Hand -berichten kann - viel besser ist, als reich zu sein. Seien Sie dankbar Dies ist die einzig wirklich verlässliche Methode, um schnell reich zu werden.Ben Stein, Schauspieler, Komiker, WirtschaftswissenschaftlerIm Jahre 1999 wurde der berühmte Schriftsteller Stephen King das Opfer eines schweren Autounfalls. Unweit seines Sommerhauses im ländlichen Maine wanderte King gerade eine Landstraße entlang, als der Fahrer eines Vans von seinem Rottweiler abgelenkt wurde, von der Straße abkam und King anfuhr. Er prallte gegen die Windschutzscheibe und wurde - nur um Haaresbreite einen Felsen verfehlend - in einen Graben geschleudert. Der Schriftsteller wurde mit zahlreichen Knochenbrüchen am rechten Bein und an der Hüfte, einem Lungenkollaps, ein paar gebrochenen Rippen und einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus eingeliefert. Als man ihn später fragte, was er empfand, als man ihm mitteilte, dass er bei dem Unfall hätte ums Leben kommen können, antwortete er nur mit einem Wort: "Dankbarkeit". Als bekennender Atheist erkannte er in dieser Situation die Güte einer göttlichen Macht, denn in Bezug auf die Schuldfrage sagte er: "Es ist Gottes Gnade zu verdanken, dass er [der Fahrer des Van]nicht für meinen Tod verantwortlich ist."Dieser kurze Blick in das Privatleben eines der erfolgreichsten Horrorschriftstellers aller Zeiten zeigt uns, dass Dankbarkeit auch unter den unwahrscheinlichsten Umständen auftreten kann. Der "King of Horror", der sich darauf spezialisiert hat, über die dunkle, beängstigende Seite des Lebens zu schreiben, ist als Galionsfigur für Dankbarkeit nicht gerade die Idealbesetzung. Schließlich verbinden wir Dankbarkeit eher mit höher stehenden, erhabenen Themen des Lebens. Seit Jahrhunderten betrachten Theologen, Moralphilosophen und Schriftsteller Dankbarkeit als unverzichtbare Manifestation von Tugend und Charakterstärke. Einer unserer zeitgenössischen Philosophen bezeichnete Dankbarkeit kürzlich als "die angenehmste aller Tugenden und das tugendhafteste aller Vergnügen".Trotz des Beifalls, den sie findet, wurde die Dankbarkeit von der wissenschaftlichen Psychologie noch nicht näher untersucht oder erforscht. Es ist möglich, dass die Psychologie die Dankbarkeit ignoriert hat, da sie - zumindest oberflächlich betrachtet - eine sehr offensichtliche Gefühlsregung ist, der es aninteressanten Komplikationen mangelt: Wir erhalten ein Geschenk - von Freunden, von der Familie, von Gott - und fühlen uns auf angenehme Weise dankbar. Zwar kam mir das Gefühl zu Beginn meiner Studien ebenfalls recht simpel vor, aber schon bald erkannte ich, dass Dankbarkeit ein tieferes, komplexeres Phänomen und für das menschliche Glück von entscheidender Bedeutung ist. Dankbarkeit gehört eindeutig zu den Dingen, die das Leben eines Menschen messbar verändern können.Wie so mancher Durchbruch in der Forschung, so ist auch diese Arbeit, die eine solch eklatante wissenschaftliche Lücke schließt, einem glücklichen Zufall zu verdanken. In den achtziger Jahren arbeitete ich als Professor an der University of California, Davis. Im Rahmen meiner dortigen Tätigkeit erwachte mein Interesse an dem, was mittlerweile als positive Psychologie bekannt ist. Sie konzentriert sich auf die Erforschung der positiven Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die das Leben gesünder, besser und glücklicher machen (womit sich dieser Wissenschaftszweig von der traditionellen Konzentration der Psychologie auf klinische Fälle und emotionale Probleme unterscheidet). Von den ausgehenden Achtzigern bis zum Ende der neunziger Jahre standen Themen wie Glück und Zielstrebigkeit im Zentrum meines Forschungsinteresses."



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