Kurzbeschreibung:
Karl Pisa hat im Laufe seines inzwischen fast 85-jährigen Lebens als Journalist, Ghostwriter, Politiker und Schriftsteller oft "das Wort ergriffen". In diesen "Wort-Steck-Briefen" sucht ernach dem, was in einem einzigen Wort alles stecken kann: an Herkunft, Gegenständlichkeit,Bedeutungsvielfalt, Sprichwörtlichkeit oder Zitierbarkeit. Manches Wort ist so symbolträchtig,dass sich auch noch Sinn für unser Leben herauslesen lässt. So wird etwa das "Floß" unter Karl Pisas Feder zum Gleichnis für das Leben: "Im Flusslauf unseres Lebens geht esimmer wieder darum, nicht unterzugehen. Was uns selbst dann, wenn unsere körperlichenKräfte zu versagen drohen, noch über Wasser halten kann, ist der Sinn, den wir unserem Leben noch abgewinnen können. Unser Leben ist seit unserer Geburt in Fluss gekommen.Und was seinen Sinn betrifft, sind wir Flößer und Floß-Erbauer zugleich."
Dem Sinn unseres Lebens ist Karl Pisa also auf der Spur, wenn er seine Gedanken in kurzen Sequenzen zur Bedeutung eines Wortes zu Papier bringt.
Dem Sinn dieses Lebens rückt auch Eva Pisa mit ihren emblemhaften Zeichnungen näher, wenn sie in wellenweiser Wiederkehr das Thema des menschlichen Körpers aufgreift und dem jeweiligen Begriff zuordnet. Mag sein, dass sie damit auf die Wichtigkeit der Wörter für das tägliche Bewältigen unserer Aufgaben verweist. Ihr häufiges Heraufbeschwören der menschlichen Hand aus vielfältigen Perspektiven und unerwarteten Momenten heraus führt den Betrachter aber auch in eine Welt, die dem Alltag entflieht. Dort umklammert der Finger als "Anker" sich mit einem anderen, dort beengt das "Dach" den Hausbewohner, es tritt derMensch als "Mühle" nicht vom Fleck, die Hand als "Maske" fokussiert einen bohrenden Blick, der Hand erwächst eine "Kerze" oder ein "Schirm", sie bildet selbst den "Nagel" undverschlingt sich gar mit anderen zum "Spieß".
Autor und Künstlerin gehen in diesem Buch eine spannende und facettenreiche Symbiose ein, die dem Leser ein nachdenkliches Buch voller Lebensweisheit beschert.