Kurzbeschreibung:
Für die meisten Deutschen ist die Ukraine immer noch ein weißer Fleck, ein Land kurz vor der Grenze zu Asien. Dabei hat sich dort seit der »Orangenen Revolution« viel getan, ist dieses östlichste Land Europas auf dem Weg nach Westen, wird der Beitritt zur EU und zur NATO angestrebt. Jährlich reisen etwa 200 000 Deutsche nach Kiew und auf die Krim, nach Lviv (Lemberg) und Tscherniwzy (Czernowitz) auf den Spuren europäischer Kultur. Seit der Unabhängigkeit 1991 hat das Land mit postkommunistischen Folgen wie sozialen Umbrüchen und ideologischer Neuorientierung, mit Oligarchentum undKorruption zu kämpfen, ringen unterschiedliche Kräftegruppierungen um die künftige Ausrichtung. Dabei sitzt die Sehnsucht der Ukrainer nach Freiheit und Unabhängigkeit vor allem von Russland tief, auch wenn die beiden Völker eine Jahrtausende alte gemeinsame Geschichte verbindet. Kenntnisreich und humorvoll beschreibt der Autor, der in der Ukraine aufgewachsen ist und seit fast 20 Jahr in Deutschland lebt, den Alltag seines Heimatlandes. Zugleich unternimmt er fundierte Exkurse in die alte und neuere Geschichte des Landes, porträtiert wichtige Zeitgenossen und spart auch nicht mit Anekdoten, Rezepten und Fotos.
Autorenportrait:
Jahrgang 1953; Studium der Journalistik und Wirtschaftswissenschaft in Kiew und München; Redakteur bei verschiedenen Kiewer Zeitungen und Zeitschriften; 1975 Ehe mit einer deutschen Frau, drei Kinder; 1990 Umsiedlung nach Deutschland, Wirtschaftsredakteur bei einer Leipziger Zeitung, Redakteur des Auslandssenders Deutsche Welle in Köln und Bonn, lebt als freischaffender Autor bei Leipzig; zahlreiche Buchveröffentlichungen; zuletzt erschienen: »Putin und das neue Russland«, München 2003; »Russland nach Jelzin«, Hamburg 1998;
»Ich erwecke Russland mit Blut – Schirinowski«, Berlin 1994.