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Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Meine Immobilie

   von Helmut Aschenbrenner, Urte Falk

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-448-09169-3
ISBN-13:
978-3-448-09169-4
Erschienen:
12.2008
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Meine Immobilie»
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
zahlreiche Abbildungen 21 cm
Seitenzahl:
280
Gewicht:
556 g
Auflage:
1. Auflage
Erschienen bei:
Haufe Lexware GmbH

Kurzbeschreibung

Durch den Energieausweis ab 1.7.2008 müssen Vermieter sich verstärkt um Sanierung und Modernisierung ihres Eigentums kümmern. Dieser Ratgeber orientiert sich an Fällen aus der Praxis und informiert Sie umfassend und detailliert zum Thema. INHALTE
- Anleitung und Praxisbeispiele, wie Sie Schimmel und Feuchtigkeit in Gebäuden erkennen, Ursachen ausmachen und Schäden beseitigen lassen
- RechtsChecks: konkrete Hilfen für die oft langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern
- KostenChecks: Schadensprüfung und -behebung, Sanierung und vorbeugende Maßnahmen

AUF CD-ROM
- Alle Checks
- Musterbriefe und -verträge
- DIN-Normen
- Schadensbilder

Leseprobe

"Die bauwerksbedingten Ursachen haben grundsätzlich eine Gemeinsamkeit, die darin besteht, dass es immer um Mängel geht, die mit Durchfeuchtungen, seien sie nun direkt oder indirekt, verbunden sind. Das ist ein ganz wesentliches Kriterium. Direkte Durchfeuchtungen sind Feuchtigkeitseinwirkungen auf Bauteile, die entweder nur zeitweilig oder kontinuierlich über einen längeren Zeitraum erfolgen. Indirekte Durchfeuchtungen entstehen durch bauphysikalisch und hygrothermisch bedingte Ursachen, zu denen die Kondensation und der Tauwasserausfall gehören. MANGELHAFTE BAUWERKSABDICHTUNGNaturgemäß kommen alle erdberührten Bauteile immer, natürlich in unterschiedlichem Maße, mit der Feuchtigkeit direkt in Berührung. Deshalb sind der Schutz der Bauteile vor dem Eindringen der Feuchtigkeit und das Ableiten von Feuchtigkeit in jeder Form, seien es Niederschläge, Oberflächen-, Sicker-, Schichtenwasser oder gar Stau- oder Grundwasser, von so entscheidender Bedeutung. Entscheidend ist auch, dass es sich bei diesen Schäden nicht nur um die zumeist bautechnisch aufwendigsten, sondern auch die teuersten und zahlenmäßig höchsten handelt. Sehr oft erfolgt z. B. die Kombination unterschiedlicher Fehler, die dann zu größeren komplexen Schäden führen, wie z. B. fehlende oder nicht funktionierende Horizontal- und Vertikalabdichtungen, unzureichende Wärmedämmung, fehlende Lüftung und zweckent- fremdete Nutzung. Diese Kombination treffen wir sehr oft gerade dann an, wenn Kohlenkeller zu Partykellern, Hobbyräumen oder Gästezimmern umfunktioniert werden. Das kann ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen niemals funktionieren! Mangelhafte oder nicht mehr funktionierende Bauwerksabdichtungen der erdberührten Außenwände und Bodenplatten sind Standard, gerade bei Bauten vor 1945. Unabhängig davon, dass diese Mängelbeseitigungen immer mit dem vollständigen und mit dem nicht immer zerstörungsfreien Freilegen dieser Wände und Bodenplatten verbunden sind, können diese Mängel in den meisten Fällen nur durch vollständige Erneuerung der horizontalen und vertikalen Abdichtung beseitigt werden. Eine mangelhafte oder nicht mehr funktionierende horizontale Abdichtung der aufgehenden Wände ist in der Regel komplett zu erneuern, sei es durch Injektage oder mechanische Verfahren. Eine Vertikalabdichtung kann nur im Ausnahmefall ausgebessert werden. Im Regelfall wird diese, ebenso wie die der Bodenplatte, auch aus Gewährleistungsgründen, komplett erneuert. In Abhängigkeit von der Art der anstehenden Feuchtigkeit wird zwischen dem Lastfall drückendes und nicht drückendes Wasser unterschieden. Bei dem Lastfall drückendes Wasser wird die Gründung durch (zeitweilig) anstehendes Wasser, wie Grundwasser, Schichtenwasser, Niederschlagswasser stärker belastet. Damit steigen die Anforderungen an die notwendige Bauwerksabdichtung erheblich. Im Rahmen der Prüfung des Baugrundes wird der Gutachter versuchen, durch Planung einer Drainage das Wasser vom Gebäude wegzubringen. Somit reduzieren sich dann wieder die Anforderungen auf die Bauwerksabdichtung. Allerdings gibt es sehr viele Gebäude, die trotz Drainage aufgrund der Baugrundsituation eine aufwendige Abdichtung gegen drückendes Wasser benötigen. Dass hier eine umfassende Begutachtung, kompetente Planung und sorgfältige Bauausführung Voraussetzungen für eine funktionierende Bauwerksabdichtung sind, liegt auf der Hand!"

Inhaltsverzeichnis

Aus dem Inhalt:§KRANK DURCH SCHIMMELPILZE UND MIKROORGANISMEN?§Schimmel - ein modernes Problem? §Die Geschichte des Bauens §Die Biologie der Schimmelpilze §Schimmelpilze in Baustoffen und Materialien §Schimmel - Ursache für Krankheiten und Allergien? §Typische Erkrankungen durch Mikroorganismen §Schritt-für-Schritt-Guide: Gesundheitscheck §SCHIMMELURSACHEN UND TYPISCHE SCHADENSBILDER§Bauwerksbedingter Schimmel an und in Gebäuden §- Mangelhafte Bauwerksabdichtung §- Aufsteigende (kapillare) Feuchtigkeit §- Baustoffbedingte (hygroskopische) Feuchtigkeit §- Mangelhafte Drainage §- Mangelhafte Wärmedämmung und Wärmebrücken §- Teufelskreis Bauteildurchfeuchtungen §- Mangelhafte Luftzirkulation und falsche Lüftung §- Kondensation und Tauwasserbildung §- Einsatz ungeeigneter Baustoffe §§Die Außenhaut - Wohnstätte für viele Mikroorganismen §- Unzureichende Speichermasse der Außenhaut §- Unzureichende oder fehlerhafte Wärmedämmung §- Schadensquelle Wärmebrücken §- Kritische Mehrschichtkonstruktionen §- Fehlerhafte Anschlüsse und Durchdringungen §- Unzureichender Witterungs bzw. Durchfeuchtungsschutz §- Mangelhafte Entwässerung von Dächern, Terrassen und Balkonen §- Unzureichende oder fehlende Trocknung und Entfeuchtung §§Schimmel in Wohnräumen §- Lästlinge §- Baufeuchte §- Bauschäden mit direkten Durchfeuchtungen §- Einsatz ungeeigneter Baustoffe §- Thermisch angekoppelte Räume §- Kritische Oberflächen (Wände) §- Außenwandverglasungen, Außenfenster und -türen §- Innentüren §- Luftfeuchtigkeit und Lüftung §- Unzureichende oder fehlerhafte Beheizung §- Fogging §- Kondensation und Tauwasserbildung §- Das Problem mit der Luftdichtigkeit und den Anschlüssen §- Schimmelbegünstigende Einrichtung und Nutzung §- Haustechnische Anlagen als bevorzugtes Siedlungsgebiet zahlreicher Mikroorganismen §§Schritt-für-Schritt-Guide: Gebäudecheck §GRUNDLAGEN FüR EIN GESUNDES WOHNEN§Bauphysikalische Zusammenhänge §Schimmelwachstum durch veränderte Lebensgewohnheiten §Fortschrittswahn und Technikgläubigkeit §Schritt-für-Schritt-Guide: Bauphysikalische Bewertung §DIE PFLICHTEN DES VERMIETERS§Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen §Ein Wort zur Gebäudetechnik §Gebrauchs- und Pflegeanleitung für den Nutzer §Was sollte der Vermieter bei Schimmelbefall tun? §Schritt-für-Schritt-Guide: Pflichtenheft Vermieter §WAS DER GEBäUDENUTZER BEACHTEN MUSS§Zweckentsprechende Nutzung §Richtiges Heizen §Richtiges Lüften §Einrichtungsregeln §Notwendige Hygiene und richtige Pflege §Schritt-für-Schritt-Guide: Pflichtenheft Mieter §DIE SCHIMMELPILZSANIERUNG§Der Sekundärbefall, das überschaubare Übel §Der Primärbefall, die unsichtbare Gefahr §Kontrolle und Nachkontrolle §Prävention §Schritt-für-Schritt-Guide: Ablauf einer Sanierung §SCHIMMEL UND SEINE RECHTLICHEN KONSEQUENZEN§Die vermietete Wohnung §Die selbst genutzte Eigentumswohnung §Die vermietete Eigentumswohnung §Baumangel als Schimmelursache §Rechts-Check: Richtig reagieren §GLOSSAR§§NüTZLICHE ADRESSEN UND WEBSITES§§BILD- UND TEXTQUELLENVERZEICHNIS§§REGISTER

Portrait

RA Helmut Aschenbrenner ist Schlichter und Schiedsrichter in Bausachen, Mitglied der ARGE Baurecht im DAV und Referent für Baurecht, München.

Urte Falk gründete ein eigenes Architekturbüro und führte dieses viele Jahre. Heute ist sie Sachverständige für Bauschäden an Gebäuden.



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