Kurzbeschreibung:
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Leipzig, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel soll es sein, das Jahr 312 in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken und dieses als Wendepunkt der religiösen Haltung Konstantins zu skizzieren. Einige Historiker nahmen jedoch an, dass Konstantins conversio gar nicht stattgefunden hat. Konstantin, der 306 in Eboracum, dem heutigen York, von den Legionen seines Vaters Konstantius zum Nachfolger erhoben wurde,3 soll vielmehr schon als frommer Christ von seinem Vater Konstantius erzogen worden sein. Auch der Vorname seiner Schwester, Anastasia war Grund genug für einige, ein christliches Elternhaus zu skizzieren. Doch nachweisbare Belege für eine schrittweise, öffentlich eintretenden conversio sind erst in den Jahren 312 bis 315 zu finden. Die oft besprochenen Visionen Konstantins, die ihn sogar veranlassten, eine Art Christusmonogram auf die Schilde seiner Soldaten zu bringen, vor der Schlacht, und der Glaube an den Christengott als Schlachtenhelfer spielen in der Hinwendung sicherlich eine große Rolle. Doch eine Abkehr setzt natürlich eine vorherige Andersorientierung vorweg, also keine schon vorhandene Beziehung zum Christentum. Doch was führte dazu, dass Konstantin gerade in so einer bedeutungstragenden Schlacht, auf die Hilfe eines ihm eigentlich fremden Gottes vertraute? Warum vertraute er nicht mehr dem Sol Invictus? Bei der Beantwortung dieser Fragen können außerdem noch numismatische sowie architektonische Belege angeführt werden, denn auch der Konstantinsbogen, den der Senat dem glorreichen Sieger stiftete, wird Aufschluss darüber geben. Mit diesen Fragen beschäftigten sich bis zuletzt auch viele namhafte Historiker. [...]