Den Auftakt des Buchs bildet das ursprünglich über drei Stunden dauernde Zeitzeugengespräch, das in gekürzter Form wiedergegeben wird. Die Diskutanten auf dem Podium waren bunt gemischt: Es berichteten zum einen aktive Teilnehmer der Interbau wie Hans Christian Müller und Hardt-Walther Hämer. Zum anderen sprachen diejenigen, die damals die Interbau als Besucher erlebten - wie Anna Teut als westdeutsche Journalistin, Bruno Flierl als ostdeutscher Fachmann für Architekturtheorie, einer Moldenschardt als Student und Hinrich Baller, der als Musikstudent im Führungsdienst der Interbau tätig gewesen war und eindrucksvoll von der heiteren Atmosphäre der Veranstaltung, aber uch von bisher unbekannten Details der Bauten erzählte. Wie wichtig das Hansaviertel und vor allem die Begleitausstellung die Stadt von morgen als Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung vonUmgestaltungsplänen für Berlin waren, berichtete unter anderem Friedrich Spengelin. Ein weiteres Zeitzeugengespräch hatte bereits im Februar 2007 in Darmstadt stattgefunden. Hier hatte Frei Otto in einem Gespräch mit Werner Durth von der Nachkriegszeit in Berlin, von seiner ersten Reise in die USA und vom Entstehen der Interbau berichtet. Dieses Gespräch wurde zusätzlich in das Buch aufgenommen. Ziel des Fachsymposiums war es, über das Hansaviertel und die Interbau hinausgehend die Frage nach dem kulturellen und architekturhistorischen Wert der Nachkriegsmoderne zu beantworten.
€ 19,80