Ländliche Gesellschaften auf dem Weg in die Moderne durchliefen keinen linearen Prozess, sondern lebten mit dem Nebeneinander von Stagnation und Bewegung, von Tradition und Innovation - mit der Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigkeiten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Disziplinen Geschichte, Kulturwissenschaften und Volkswirtschaftslehre diskutierten im Juli 2007 über die Folgen von gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Wandlungsprozessen im �langen� 19. Jahrhundert. Johannes Moser, Martina Schatt�kows�ky, Elke Schlenkrich und Ira Spieker: UnGleichzeitigkeiten: Annäherungen an die ländliche Gesellschaft der (Vor-)Moderne | Silke Göttsch-Elten: UnGleichzeitigkeiten. Neue Perspektiven auf die ländliche Gesellschaft | Andrea Hauser: Materielle Kultur und Beziehungen im Dorf des 19. Jahrhunderts | Johannes Bracht: Abschied von der hohen Kante? Zur Bedeutung der frühen Sparkassen für ländliche Kapitalmärkte und Wirtschaftsbeziehungen am Beispiel Westfalens (1830-1866) | Michael Kopsidis: Produktmärkte und Agrarentwicklung 1750 bis 1880. Die letze Phase vorindustrieller Agrarentwicklung als erste Phase des säkularen landwirtschaftlichen Wachstums der Neuzeit und Moderne? Implikationen für Sachsen | Maria Baalmann: Von Mägden und Knechten, Deputatisten und Tagelöhnern. Arbeits- und Lebensverhältnisse auf südniedersächsischen Gütern im 19. Jahrhundert | Ira Spieker: Konflikte - Einvernehmen - Zuneigung. Emotionen als soziale Praxis in der ländlichen Gesellschaft | Andrea Griesebner: ... dein brod, daß ich mit dir in den verdamben ort gefresen hab, hab ich sauer genug gefresen. Kontexte eines Ehekonflikts um 1780 | Anna-Carolina Vogel: �Von der unsicheren zur sicheren Lebenszeit�? Tod und Sterben im Amt Niedeck | Elke Schlenkrich: Zwischen Aderlass, Cholera und Pockenschutzimpfung. Modernisierungstendenzen im ländlichen Medizinalwesen Sachsens
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