Kurzbeschreibung:
Der kleine Drache Kokosnuss auf Schatzsuche
Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Matilda und Oskar finden beim Spielen ein kleines Stück Leder, auf dem ein seltsames Bild eingezeichnet ist. Die kluge Matilda erkennt sofort, dass das der Felsen unweit der Stachelschwein-Höhle sein muss. Hier ist sicher ein Schatz versteckt!, vermuten Kokosnuss und Oskar und rüsten sich sogleich für eine große Schatzsucher-Expedition. Doch anstelle von Gold und Diamanten finden die drei Freunde unter dem Felsen einen weiteren Teil der Schatzkarte. Die Karte führt sie mitten in einen gefährlichen Dschungel. Kokosnuss, Matilda und Oskar müssen all ihren Mut zusammen nehmen, als sie Würgeschlangen, Tigern und Krokodilen begegnen. Doch am Ende ihrer abenteuerlichen Reise wartet eine große Überraschung ...
. Eine abenteuerliche Geschichte von Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen
. Durchgehend in Farbe und mit vielen liebevollen Details vom Autor selbst illustriert
. Ideal für Leseanfänger: extragroße Schrift, übersichtliches Layout
Leseprobe:
Der kleine Drache Kokosnuss, das Stachelschwein Matilda und der Fressdrache Oskar verbringen den Nachmittag in der Felsenbucht am Großen Dschungel. "Bald sind die Ferien vorbei und wir haben noch überhaupt kein richtiges Abenteuer erlebt", brummt Kokosnuss.
"Ach", seufzt Matilda und streckt sich im warmen Sand aus. "In der Felsenbucht brauche ich gar kein Abenteuer."
"Stimmt", sagt Oskar. "Hier ist immer prima Klima!"
Oskar hat es sich im Schatten der Felsen bequem gemacht.
"Dass du immer an den kalten Felsen klebst, wo doch die Sonne so schön scheint", sagt das Stachelschwein und blinzelt auf das glitzernde Meer hinaus.
"Die Felsen", erwidert Oskar, "sind viel älter als Drachen und bergen Geheimnisse!"
"Pah, Geheimnisse", spottet Matilda.
"In diesen Felsen hier ist zum Beispiel ein Kreuz eingeritzt", sagt Oskar.
Kokosnuss blickt auf: "Da ist ein Kreuz eingeritzt?"
"Sicher, guck doch, hier!"
Kokosnuss schaut sich das Kreuz genau an.
"Hm, es scheint sehr alt zu sein."
"Hab mich schon die ganze Zeit gefragt, was das zu bedeuten hat", murmelt Oskar.
Da beginnt Kokosnuss plötzlich, unterhalb des Felsens im Sand zu graben.
"Was machst du denn da?", fragt Matilda.
"Vielleicht ist unter dem Felsen ein Schatz vergraben", antwortet Kokosnuss.
"Ach so, natürlich, was denn sonst", sagt Matilda.
Da ist doch nie im Leben ein Schatz vergraben, denkt das Stachelschwein. Den hätte schon längst jemand gefunden. Kokosnuss aber gräbt weiter. Immer tiefer gräbt er, bis er stutzt. "Ich habe etwas gefunden!" Tatsächlich, tief aus der Erde unter dem Felsen holt der kleine Drache ein tönernes Gefäß hervor, das mit einem Korken verschlossen ist. Oskar staunt und Matilda krabbelt neugierig näher. Vorsichtig zieht Kokosnuss den Korken heraus.
"Und?", fragen Matilda und Oskar. "Hm", brummt Kokosnuss und fischt ein taschentuchgroßes Stück Leder heraus.
"Da steht etwas drauf!", ruft Oskar aufgeregt. Kokosnuss entfaltet das Leder. Darauf sind ein Schwein und eine Schlange gezeichnet. Genau unter dem Schwein ist ein kleines Kreuz zu sehen.
"Hm, das Kreuz zeigt vielleicht, wo ein Schatz versteckt ist", murmelt Kokosnuss. "Und das Schwein passt auf den Schatz auf." "Ein Schatzschwein", kichert Oskar. "Das ist kein echtes Schwein", meldet sich Matilda, "sondern ein Felsen, der aussieht wie ein Schwein. Den kenne ich. Der liegt im Dschungel, dort, wo die große Würgeschlange lebt."
"Deshalb ist ja auch die Schlange abgebildet", ruft Kokosnuss freudig. "Nichts wie hin! Da liegt ein Schatz, ist doch klar wie Kleister!" "Mich kriegen da keine zehn Drachen hin", sagt Matilda und verschränkt entschlossen ihre Arme vor der Brust.
"Ach, Matilda, wir sind doch schon einmal mit der großen Würgeschlange fertig geworden", erwidert Kokosnuss, denn er hätte Matilda gern dabei.
"Du kannst dich auf den Kopf stellen und zehnmal>Alle meine Schweinchen"Okay", seufzt Kokosnuss. "Und was ist mit dir, Oskar?"
"Eine Schatzsuche?", sagt Oskar. "Ich bin dabei!"
Die große Würgeschlange
Aus der Werkstatthöhle der Drachen holen sich Kokosnuss und Oskar die Dinge, die sie für eine Dschungel-Expedition brauchen: ein Buschmesser, ein Seil, eine kleine Öllampe und Schaufeln zum Graben. Sie verstauen alles in ihren Wandertaschen und lassen sich von Matilda den Weg zum Schweinefelsen erklären. Die beiden versprechen, bis zum Sonnenuntergang wieder zurück zu sein. Denn wer den Dschungel nicht kennt, der sollte ihn vor Einbruch der Nacht besser wieder verlassen.
Als die Drachenjungen das Dickicht des Dschungels betreten, wird es finster. Nicht so schwarzfinster wie in einer mondlosen Nacht, sondern grünfinster wie im tiefsten Busch, denn das dichte Blattwerk der mächtigen Urwaldbäume lässt nur wenige Sonnenstrahlen hindurch.
Ihre Augen haben sich bald an das Dschungeldunkel gewöhnt. Im Dschungel leben unzählige Tiere. Und die kreischen, singen, brüllen, krächzen, quasseln, rascheln, lachen und plappern alle wild durcheinander. "Was für ein Lärm und Gewimmel hier", staunt Oskar.
"Kann man wohl sagen", murmelt Kokosnuss, und er erinnert sich, wie er sich im Dschungel einmal fürchterlich verirrt hat. Zu blöd, dass Matilda nicht mitgekommen ist. Sie würde sich hier gut auskennen, denn sie ist ja im Dschungel zu Hause. Vorsichtig marschieren die beiden Drachenjungen voran. Nach einer Weile bleibt Kokosnuss stehen: "Sind wir hier richtig?" "Keine Ahnung", sagt Oskar. "Im Dschungel sieht alles so gleich aus. Überall ist es grün. Sogar dieser Felsen hier ist grün." "Der ist voller Moos", staunt Kokosnuss. "Hm", brummt Oskar. "Weißt du, wie der Felsen aussieht?"
"Wie ein von Moos bedeckter Felsen?"
"Nein, wie ein von Moos bedecktes Schwein!", sagt Oskar.
"Der Schweinefelsen!", ruft Kokosnuss. "Wir haben ihn gefunden!"
Die Drachenjungen setzen gerade die Schaufeln an, um nach dem Schatz zu graben, als sie ein Zischeln hören. "Was war das?", fragt Oskar.
Kokosnuss blickt sich um: "Das klang wie eine Schla ... " Im selben Moment zischt aus einem Baum ein kräftiger Schlangenschwanz hervor, schnappt sich blitzschnell die beiden Drachenjungen und hebt sie empor, sodass sie kopfüber in der Luft hängen. Wütend speit Kokosnuss Feuer, doch sosehr er sich auch windet, sein Feuerstrahl kann das Reptil nicht erreichen. Da kommt der Kopf
der Schlange aus dem Baumgrün hervor. "Zzzzzzz", zischt sie. "Versuch es nur, du Würstchen! Dein Feuerstrahl ist viel zu kurz und ich Zeit. Bald schlaft ihr ein, und dann: Mjammjam! Ihr könnt mir überhaupt nichts, ihr Gürkchen!" Plötzlich hören Kokosnuss und Oskar eine Stimme, die ihnen sehr bekannt vorkommt:
Hast du eben>GürkchenWütend fährt die Schlange herum und erblickt ein kleines Stachelschwein. "Matilda!", rufen die Drachenjungen. "Genau!", sagt Matilda. "Und ich habe noch einen Freund mitgebracht." "Soso", zischelt die Schlange bedrohlich. "Sicher ein zzzweites Stachelschwein. Na, das wird ja ein wahrer Festschmaus heute!" "Pupsi, kommst du mal?", ruft Matilda. Da springt ein Stinktier aus dem Busch heraus. "Oh nein!", ruft die Schlange und zuckt zurück. "Würdest du meine Freunde bitte freilassen?", fragt Matilda höflich.
Die Schlange schluckt und stottert: "Ach ja, natürlich, war ja auch nur ein kleiner Scherzzzzzz." Vorsichtig setzt sie Kokosnuss und Oskar wieder auf den Boden. "Wie ihr sicher wissssst, esssssse ich gar keine Drachen. Ich
wollte euch nur foppen, ähem. Darf ich mich jetzt zzzurückziehen?"
Autorenportrait:
Ingo Siegner wurde 1965 in Hannover geboren. Wie er selbst sagt, hat er nach seinem Zivildienst ein bisschen vor sich hin studiert (Geschichte und Französisch), war zwei Jahre als Au-pair und Student in Frankreich und machte eine Sparkassenlehre. Heute ar
Rezension:
"Ingo Siegner versteht es, seine kleinen Zuhörer zu fesseln." Eltern for Family"Der kleine Drache Kokosnuss ist wunderbar zum Vor- und Selberlesen." FAZ"Siegners Fabulieren macht das Buch zum Erlebnis, seine heiteren Ilustrationen sind wunderbar." Basler Zeitung