Kurzbeschreibung:
Steffen Möller lebt seit 1994 freiwillig in Polen und ist dort der zweitbekannteste Deutschen - gleich nach dem Papst. Den preisgekrönten Kabarettisten kennt heute jeder Pole: Entweder als unglücklich verliebten Stefan Müller aus der beliebtesten Fernsehserie des Landes »M jak Milosc« (»L wie Liebe«) und aus der Comedy-Show »Europa da sie lubic« (»Europa lässt sich mögen«). In über fünfzig Schlagworten, von Aberglaube und Anarchie bis zu Verschwörungstheorien und Warschauer U-Bahn versucht er, dem Geheimnis der polnischen Mentalität auf die Spur zu kommen. Er verrät polnische Wörter, die man nicht ins Deutsche übersetzen kann, präsentiert für jede deutsch-polnische Ehe seine Liste des polnischen Hochzeits-Aberglaubens und hat für die Liebhaber des politischen Dialogs sieben Regeln für eine deutsch-polnische Podiumsdiskussion.
Diese Taschenbuchausgabe des Bestsellers »Viva Polonia« enthält zusätzliches Bonusmaterial: persönliche Reise-Empfehlungen des Autors, seine Lieblingsrezepte und die skurrilsten Orte Polens.
Rezension:
»Griffige Handbuchartikel helfen deutschen Besuchern durch das noch immer ferne Nachbarland. Möllers Stärke liegt im ironischen Ton, mit dem er die Besonderheiten der Polen schildert. Seine Beobachtungen sind präzise, er wagt Verallgemeinerungen und verkneift sich Schönfärberei.« (Der Spiegel, 11.2.2008)
»ebenso informativ wie hinreißend kurzweilig. [...] Der Kabarettist ist ein aufmerksamer Sammler kultureller Praktiken wie Eigenarten, seine ironische wie selbstironische Liebeserklärung ein gelungenes Stück Ethnographie. Lernen wir einem hier leicht gemacht. [...] All das kommt ohne Klischees und Stereotype aus. Möllers kluges wie feinsinniges Buch wird sogar 'Was-jenseits-der-Oder-liegt-interessiert-mich-nicht-Ignoranten' neugierig machen.« (Die Welt, 1.3.2008)
»Möller erklärt uns - angenehm unmissionarisch und selbstironisch -er die marode Staatsbahn PKP mag. Ein schlaues und durchaus ernst zu nehmendes Buch. [...]« (Jens Sternberg, Wochenmagazin der Märkischen Allgemeine, 8.3.08)
»Lech Kaczynski hat Möllers Buch gewiss nicht angerührt; so manche Magen-verstimmung hätte sich mit seiner Hilfe mildern lassen. Vielleicht blättert es nun wenigstens Angela Merkel mal durch, falls sie etwas lernen oder auch nur lachen möchte. So bleibt im Sinne der 'bruderszaft' ein deutsch-polnisches Fazit zu ziehen: 'Viva Polonia' ist ein kleines 'majstersztyk', dessen Lektüre über weite Strecken eine wahre 'frajda' ist.« (Jörg Thomann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.3.2008)
»Seine vergleichende Ethnologie ist ebenso informativ wie unterhaltsam. Und immer mit einem Augenzwinkern versehen. Erzähltalent stellt er in skurrilen Kapiteln unter Beweis, wenn er etwa beschreibt, [...]. Auf polnisch gesagt: Dieses 'Büchlein' ist lesenswert.« (Wolfgang Schneider, Börsenblatt, 13.3.08)
»Im Westen sind seit Adenauer die Franzosen unsere Freunde, aber im Osten? Wer etwas über Polen erfahren möchte, sollte mal zu Viva Polonia von Steffen Möller (Scherz) greifen, ein witziger, lexikonartiger Erfahrungsbericht eines deutschen Gastarbeiters in Polen.« (Matthias Koeffler, Buchmarkt, 1.4.08)