Die Hochzeit der deutschen Volksparteien war sicher zugleich die beste Zeit für die deutsche Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Die Volkspartei, ein Produkt von historischen Lernprozessen und Ergebnis sozialer Veränderungen, integrierte unterschiedliche Schichten, Generationen, Kulturen - und sie pazifizierte den zuvor oft antagonistisch ausgetragenen Konflikt. Doch die Zeit der Volkspartei scheint sich dem Ende zuzuneigen: Ihre Fähigkeit zur gesellschaftlichen und politischen Integration schwindet, ihre Vermittlungsleistung zwischen Staat und Bürger mindert sich drastisch. Der Typus �Partei� schlechthin verliert massiv an Zuspruch, wird zunehmend weniger als Medium der Teilhabe genutzt.
Franz Walter beschreibt und analysiert den Auf- und Abstieg der Großparteien in Deutschland. Und er fragt nach Alternativen. Kann die Zivil- oder Bürgergesellschaft ersetzen, was den Parteien an Repräsentanz nicht mehr gelingt? Der bekannte Göttinger Parteienforscher schlägt einen weiten historischen Bogen, um in einem farbigen wissenschaftlichen Essay ein zentrales Problem der deutschen Politik zu diskutieren.
»Wie alle guten Bücher vermag auch Im Herbst der Volksparteien eines anzuregen: Das Selber- und Weiterdenken.« Rainer Kühn, Deutschlandfunk, 06.04.2009 »Franz Walter beschreibt und analysiert den Auf- und Abstieg der Großparteien in Deutschland. Und er fragt nach Alternativen. Kann die Zivil- oder Bürgergesellschaft ersetzen, was den Parteien an Repräsentanz nicht mehr gelingt? Der bekannte Göttinger Parteienforscher schlägt einen weiten historischen Bogen, um in einem farbigen wissenschaftlichen Essay ein zentrales Problem der deutschen Politik zu diskutieren.« Daniel Haufler, SZ/NDR-Liste »Sachbücher des Monats«, 3 (2009) »Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug in der Dämmerung, heißt es bei Hegel. Und so, wie man den Ertrag an Früchten am besten im Herbst erkennt, ist der Herbst auch nicht nur die Jahreszeit des Absterbens sondern eher noch die der Bestätigung des Gelingens, des Gewachsenen, des Gereiften. In diesem Sinne hat Franz Walter ein an Einsichten reiches Büchlein vorgelegt.« Jürgen Busche, Cicero, 6 (2009) »Prof. Walter gelingt der exzellente Spagat zwischen wissenschaftlicher Präzision und Ansprache eines breiten Publikums. Daneben ist das Buch eine brilliante Einführung in die Geschichte der großen deutschen Volksparteien CDU und SPD.« www.forumgelb.de, 23.07.2009 »Mit der Baustelle Deutschland kennt der Göttinger Politologe sich aus.« Kurt Darsow, Literaturen, 9 (2009) »Der hier vorgelegte Essay [...] kommt [...] mit der gebündelten und gut verständlichen Zusammenfassung des beunruhigen Status Quo deutscher Politikverdrossenheit zur rechten Zeit für all diejenigen, die das Stellen von Fragen und das Suchen nach Antworten als Teil gesellschaftlicher Verantwortung begreifen.« Michael Rösener, Mindener Tageblatt, 11.09.2009 »-REZEND
Franz Walter (Prof. Dr.), geboren 1956, Professor für Parteienforschung, ist Direktor des Instituts für Demokratieforschung an der Universität Göttingen.
€ 14,80