Im Österreichischen Volkshochschularchiv wurde nach fast einem Jahrhundert eine weltweit einzigartige, aus den Beständen der Wiener Urania stammende Sammlung von Diapositiven erstmals systematisch gesichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung illustrierten sie Vorträge zu verschiedensten Themen. Miniaturmaler kolorierten die schwarzweißen Fotografien von Hand, um sie lebendiger zu gestalten. So wurde aus jedem einzelnen Bild ein Unikat von hohem ästhetischen und dokumentarischen Wert. In originalen Holzkistchen überdauerten die Bilder Kriege und den Einzug moderner Medien. Die Farben der insgesamt ca. 60.000 Glasdiapositive sind frisch wie am ersten Tag. Die Themenvielfalt ist groß: In Kooperation mit dem Österreichischen Volkshochschularchiv wurde im Herbst Wien - Die Welt von gestern in Farbe mit großem Erfolg publiziert. Nun erscheinen die Folgebände Niederösterrreich und Salzkammergut. Weitere Bücher, u. a. zu Venedig, sind bereits in Vorbereitung. Dieser einzigartige Bilderschatz erweckt eine längst versunkene Welt in authentischen Farben wieder zum Leben und nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in alte Zeiten.
"Wir sehen Menschen bei Landarbeit und Jause, Jäger mit Bock und Büchse, Wanderer im Wald und vor der Hütte. Eine Dampflok rauscht durch, der Wildbach schiebt Holz vor sich her, idyllisch liegt das weite Land da. Als man im österreichischen Volkshochschularchiv (Urania) auf eine große Sammlung von Glasdiapositiven aus den Jahren 1900 und 1925 stieß, war klar: Das ist ein Fund allererster Güte. Großartige Bilder, die ihren eigentümlichen Effekt durch Koloration erhielten, zeigen ein Niederösterreich von damals, manchmal weichgezeichnet, oft wie eben hingemalt. "Die Welt von gestern in Farbe. Niederösterreich", ein Prachtband im Christian Brandstätter Verlag." Die Presse (Schaufenster)
Rudi Palla wurde 1941 in Wien geboren und arbeitet als Autor und Filmemacher in seiner Heimatstadt.
Gerald Piffl, geboren 1972 in Wien, Fotohistoriker, Leiter der Bildagentur IMAGNO.
Christian H. Stifter, geboren 1962, Historiker. Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität Wien, zahlreiche historische Projektarbeiten. Seit 1996 Direktor des Österreichischen Volkshochschularchivs, Herausgeber der Zeitschrift Spurensuche, Sachbuchredakteur der Zeitschrift zeitgeschichte.
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