Kurzbeschreibung:
»Es ist ein weiter Weg von Kischinjow nach Baltimore. Das Meer der Geschichte, das den Ort, an dem mein Leben begann, von jenem trennt, an dem es voraussichtlich enden wird, schlug Wellen, die mich immer wieder hinabzuziehen drohten. Wie ich überlebt habe? Ich trieb auf einem Floß aus Wörtern.«
Itsik Malpesch wird 1903 als Sohn eines jüdischen Gänsedaunenfabrikverwalters im russischen Kischinjow geboren, einer Stadt, in der das Wohl und Wehe der jüdischen Bevölkerung stets auf der Kippe steht. Itsik ist klug, gewitzt und ein guter Talmudschüler, bis er merkt, dass Dostojewski bessere Geschichten zu bieten hat als die heiligen Schriften. Sein mühsames, durch Hilfsarbeiten erspartes Geld legt er deshalb ausschließlich in russischer Literatur an, die ihm sein geschäftstüchtiger Kamerad für eine Kopeke pro Seite verkauft. Seine zweite Leidenschaft gilt Sascha Bimko, der jüdischen Metzgertochter, die einst das Leben der Familie Malpesch während eines Pogroms rettete. Obwohl er Sascha nie kennengelernt hat, entwickelt er eine Obsession für sie und widmet ihr all seine Gedichte. Erst als seine Odyssee ihn nach New York verschlägt, will es das Schicksal, dass er sie tatsächlich trifft. Doch wie so oft im Leben des Itsik Malpesch ist sein Glück nur von kurzer Dauer. Jahrzehnte später, als ein junger Archivar auf die Erinnerungen des mittlerweile neunzigjährigen Itsik Malpesch stößt, kommt noch einmal Bewegung in das Leben des Dichters. Der Archivar dient sich nicht nur als Übersetzer für seine Memoiren an, sondern findet auch eine neue Spur zu Sascha Bimko.
Beschreibung:
Dieser lebenspralle Roman erzählt die Geschichte von Itsik Malpesch: von seiner Kindheit als Sohn eines jüdischen Gänsedaunenfabrikverwalters im russischen Kischinjow, von seiner Liebe zur Metzgerstochter Sascha Bimko und von seiner Odyssee, die ihn nach Amerika bringt, wo er sich zum letzten Dichter jiddischer Sprache ernennt.
Itsik Malpesch liebt schon als Junge Geschichten mehr als Talmudstudien. Statt Süßigkeiten kauft er einem Kameraden "Schuld und Sühne" für eine Kopeke pro Seite ab. Seine zweite Leidenschaft gilt Sascha, der jüdischen Metzgerstochter, die einst das Leben der Familie Malpesch während eines Pogroms rettete. Die Verschollene ist die Muse, der Itsik seine Gedichte widmet. Am Ende seiner Odyssee, die ihn über Odessa nach Amerika führt, beschert ihm das Schicksal nicht nur den wichtigen Kontakt zu Zeitungsverleger Knobloch, der in seiner Bibliothek der unerfüllten Träume jiddische Literatur sammelt. Er trifft auch Sascha Bimko wieder. Doch wie so oft im Leben des Itsik Malpesch ist sein Glück nur von kurzer Dauer.