Willkommen bei buch.de !

 

  

Krise, Reformen - und Militär. Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte, Neue Folge, Band 10

   von Sönke Neitzel, Jürgen Kloosterhuis

buch.de-Verkaufsrang:
ISBN-10:
3-428-13096-0
ISBN-13:
978-3-428-13096-2
Erschienen:
04.2009
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte, Neue Folge»
Einband:
kartoniert/broschiert
Sonstiges:
23,5 cm
Seitenzahl:
279
Gewicht:
381 g
Erschienen bei:
Duncker & Humblot GmbH
Herausgeber: Sönke Neitzel Herausgeber: Jürgen Kloosterhuis

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: S. Neitzel, Krise, Reformen - und Militär - Aufsätze: O. Jessen, Martis et Minervae Alumnis. Die hochdefensive Modernisierung des preußischen Militärbildungswesens (1790 - 1800) - M. Sikora, Scharnhorsts 1806 - L. Pelizaeus, Die preußischen Reformer und der "Kleine Krieg" in Europa 1808 -1813. Die Entstehung eines Mythos - S. Neitzel, Gneisenau: Reformer oder Feldherr? - D. Walter, Was blieb von den preußischen Militärreformen 1807 - 1814? - Anhang: J. Kloosterhuis, Kritik vor der Krise. "Gedanken über militärische Gegenstände" zweier preußischer Generale vor und nach dem Siebenjährigen Krieg

Kurzbeschreibung

"Krise, Reformen - und Militär" dokumentiert die zweite Tagung einer Trilogie, mit der die Preußische Historische Kommission und das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz an Preußens Katastrophe von 1806 und die anschließende Wiederaufbau- und Modernisierungsphase erinnerten. Im Kontext der kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Ansätze moderner Militärgeschichte und vor dem Hintergrund preußischer Armeekritik im 18. Jahrhundert (mit hier erstmals edierten Schlüsseltexten) wurden dabei die Reformmaßnahmen von Rüchel, Scharnhorst und Gneisenau unter die Lupe genommen und damit deutlich gemacht, in welch unterschiedlicher Weise die Generalität vor und nach 1806 über Veränderungen nachdachte, welche Bedeutung die Niederlagen von Jena und Auerstedt in ihrer Wahrnehmung und Deutung der preußischen Armee spielten und in welchem Umfang die Heeres-Reformen mit der Veränderung des Staates verknüpft wurden. Maßstäbe für den angestrebten allgemeinen nationalen Befreiungskampf in der neuen Form eines gleichsam "eingehegten Volksaufstandes" glaubte man sogar im spanischen Guerillakrieg finden zu können, ohne dessen soziale und klerikale Voraussetzungen einzukalkulieren. Das Jahr 1806 hatte somit eine Katalysatorfunktion, die zunächst im Hintergrund wirkende Personen in Schlüsselpositionen brachte und ihren Ideen schließlich zum Durchbruch verhalf. Zwischen 1813 und 1815 zeigte sich, wie sehr die Reformen die Kampfkraft des preußischen Heeres gesteigert und zur Niederringung Napoleons einen wichtigen Beitrag geleistet hatten. Losgelöst vom davon abgeleiteten Mythos wurde danach von den Neuerungen vieles beibehalten, anderes als zu revolutionär abgelehnt, anderes wiederum abgewandelt. Die Jahrzehnte zwischen 1815 und 1861 erhellten einmal mehr, dass es in der preußischen Armee keinen Stillstand gab, sondern eine Entwicklung, die einerseits mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgreich verlief, andererseits aber auch Umwege einschlug oder zeitweise in Sackgassen geriet.

Portrait

Sönke Neitzel, geb. 1968, lehrt an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Neuere und Neueste Geschichte. Seine Forschungen befassen sich vor allem mit der Geschichte des Hochimperialismus und dem Zeitalter der Weltkriege. 1994 Promotion, 1998 Habilitation, 2001 Gastdozentur an der University of Glasgow, seit 1994 Fachberater der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte.

Jürgen Kloosterhuis ist Direktor des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in Berlin.



Mehr über...
  • Mehr über:  Preußen / Geschichte, Preußen; Militär-/Kriegs-G., 1806 (Ende des Heiligen Römischen Reiches)
  • Mehr von: 
  • Mehr von:  Sönke Neitzel, Jürgen Kloosterhuis, Duncker & Humblot Gmbh


  •  


    Bei Videoaufzeichnungen sind Widerruf und Rückgabe gemäß § 8 unserer AGB nicht möglich, wenn die gelieferten Datenträger vom Kunden entsiegelt worden sind.