Raffinierter Ladyhriller mit Suchtpotenzial<br />
<br />Die psychisch labile Emily wird des Mordes an ihrem Stiefvater beschuldigt, da sie die Tat zuvor detailliert beschrieben hat. Doch Staatsanwältin Julia Chandler, Emilys Tante, glaubt nicht an die Schuld ihrer Nichte. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Connor Kincaid kommt sie einem Therapeuten auf die Spur, der seine Patienten ermuntert, ihre Mordfantasien in Worte zu kleiden. Einige von ihnen geben sich aber nicht länger mit Worten zufrieden ...<br />
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Die psychisch labile Emily wird des Mordes an ihrem Stiefvater beschuldigt, da sie die Tat zuvor detailliert beschrieben hat. Doch Staatsanwältin Julia Chandler, Emilys Tante, glaubt nicht an die Schuld ihrer Nichte. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Connor Kincaid kommt sie einem Therapeuten auf die Spur, der seine Patienten ermuntert, ihre Mordfantasien in Worte zu kleiden. Einige von ihnen geben sich aber nicht länger mit Worten zufrieden.
Das junge Mädchen hatte eine Waffe in der Hand. Paul Judson sollte ihr erster Mord sein.§Robbie war der Fahrer und parkte zwei Häuser weiter, wo es dunkel war. Die Nummernschilder hatte er von seinem neuen schwarzen Truck abgeschraubt. Vor dem Haus stand Cami Schmiere. Falls jemand kam, würde sie sich um ihn kümmern. Was genau das heißen sollte, wusste Faye nicht, aber das musste sie auch nicht, solange Cami es tat. Angeblich stammte die Idee ja von ihr.§Faye wusste allerdings, dass Cami nicht der Kopf hinter dem Ganzen war. Vielmehr waren sie alle Marionetten in einem Puppenspiel, bei dem jemand anders Regie führte. Und sollten sie mit dieser Nummer hier durchkommen, ging es erst richtig los.§"Das wird leicht", hatte Cami vorhin zu ihr gesagt. "Schieß ihm zwischen die Augen."§Faye konnte Schusswaffen nicht leiden.§Jetzt begleitete Skip Faye zu der Tür und stand dann direkt neben ihr auf der Veranda, als sie klopfte.§"Ich kann das nicht", sagte sie.§"Was?"§Skip sah panisch aus und blickte sich nervös zur Straße um. Offensichtlich war er besorgt, und dabei war er voll und ganz von dem Plan überzeugt gewesen, arrogant und selbstsicher, wie er war - wie so viele Jungs an ihrer Schule. "Jetzt kannst du nicht mehr zurück, Faye."§"Ich mag solche Waffen nicht."§"Was hat das denn damit zu tun?"§Sie gab ihm die Pistole und holte das Messer aus ihrer Tasche. Die rostfreie Stahlklinge blitzte im Licht der Verandalampe, als Faye sie in der Hand hin und her drehte. "Ich nehme das."§"Sei nicht blöd", sagte Skip.§Die Tür ging auf.§Faye umfasste den Messergriff und starrte in die Augen des Mannes, den sie töten sollten.§"Wer seid ihr?" Judson blinzelte. "Ich kenne euch nicht. Ihr seid nicht aus der Schule."§Aber er rührte sich nicht.§Faye hob das Messer.§Sie hatten nachgeforscht und wussten, dass Judson extrem kurzsichtig war. Er sah das Messer nicht gleich, folgte jedoch Fayes Armbewegung mit den Augen.§Er begriff genau in dem Moment, als Skip ihm zwei Kugeln hintereinander ins Hirn jagte.§"Weg hier, Faye!" Skip steckte die Waffe ein. "Jetzt! Beeil dich!"§Sie schob ihr Messer wieder in die Tasche, während sie zum Auto zurückrannten. Dort sprang sie auf die Rückbank. Sie war in Sicherheit. Trotzdem hörte ihr Herz nicht auf zu rasen, als Robbie ruhig wegfuhr, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.§Der Mord war zu schnell, zu leicht gewesen. Peng, peng -und ein Mann war tot. Eine Kugel in jedes Auge, sodass seine Hirnmasse ins Zimmer hinter ihm spritzte.§Dabei hatte sie sein Blut fühlen wollen, es anfassen, schmecken.§Sie hasste Schusswaffen.§Und eines Tages würde Faye ihr Messer bei jemand anderem als sich selbst benutzen.§Wie würdest du ihn töten? Ich weiß nicht.§Denk nach. Er hat dir wehgetan. Er hat dich gezwungen, ihn anzufassen, und dich erniedrigt. Du musst doch wollen, dass er dafür bezahlt.§Ja, aber...§Du würdest ihn nie wirklich umbringen, das weiß ich. Aber du musst deine Wut überwinden, sie herauslassen. Du kannst dich nur von ihm befreien, indem du ihn dir in einer Situation vorstellst, in der er keinerlei Macht über dich hat. Stell dir den einen Menschen auf der Welt vor, den du am meisten hasst. Kannst du das?§Ja.§Wie sieht er aus?§Er sitzt an seinem Schreibtisch.§Und du kommst rein ... Was sagt er zu dir?§"Komm her. Knie dich hin. Sofort!"§Was machst du?§Ich geh hin. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, sonst schicken sie mich wieder weg ... Ich habe schon auf der Straße gelebt und war schon im Jugendknast. Das ist schlimmer, als ihm den Schwanz zu lutschen.§Stell dir vor, du gehst auf den Schreibtisch zu. Und dieses Mal wirst du Nein sagen. Dieses Mal lässt du ihn dafür bezahlen, dass er dich betatscht und dich gezwungen hat, ihn anzufassen. Wie?§Ich will, dass er erfährt, wie sich das anfühlt.§Und?§Ich will ihm den Schwanz ab
Allison Brennan arbeitete 13 Jahre lang als Beraterin der Justiz von Kalifornien, bevor sie ihren Beruf aufgab, um sich ausschließlich dem Schreiben und ihrer Familie zu widmen. Sie ist Mitglied der "Romance Writers of America" und der "International Thriller Writers". Sie lebt mit ihrem Ehemann Dan und ihren fünf Kindern im Norden von Kalifornien.
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