Inhaltsverzeichnis:
Vorrede - Die große Übertreibung
Teil I - Die freien Menschen und die Nichtliebe
Eins Geschichten und Visionen
Zwei Das Zeitalter der unendlichen Freiheit
Drei Gefühle, Gedanken der Nichtliebe
Teil II - Die Unendlichkeit möglicher Partner
Vier Wie Unendlichkeit entsteht
Fünf Unbegrenztes Ich, enttäuschendes Du
Teil III - Was die Liebe in der Freiheit sein soll
Sechs Die Suche nach dem Meist-Erregenden
Sieben Die Suche nach dem Passenden
Acht Was die Menschen von der Liebe denken
Schluss des Buches (nicht jedoch der Suche)
Neun Die Rückkehr der Vernunftehe
Epilog Der kleine Sprung
Nachweise
Kurzbeschreibung:
Sven Hillenkamp erzählt von den Möglichkeiten der Liebe, des Sex, der Partnerwahl, der Ausbildung, der beruflichen und seelischen Selbstentwicklung, der Körpermanipulation, des Erfolgs, der Berühmtheit. Er erzählt von einer Welt, in der die Menschen sich permanent sehnen müssen, weil sie meinen, dass sie immer noch etwas Besseres erreichen könnten.
Dies ist kein Sachbuch, denn es bleibt nicht sachlich. Es ist ein Buch, das maßlos übertreibt - über eine Wirklichkeit, die maßlos übertreibt. Es ist das expressionistische Gemälde einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, die keine Grenzen mehr kennt, in der unendliche Freiheit umkippt in Zwang, unbegrenzte Möglichkeiten in die große Unmöglichkeit der Liebe. Am Ende steht, so der überraschende Befund, die Rückkehr zur Vernunftehe.
Rezension:
"Hillenkamps Buch bietet einen Statusbericht des Themas Liebe, und wie die Gesellschaft mit ihr umgeht." (3sat-Kulturzeit, 30.9.2009)
"... selten hat jemand die Tyrannei der Freiheit so polemisch auf den Punkt gebracht wie der Soziologe Sven Hillenkamp in seinem jetzt erschienenen Buch "Das Ende der Liebe". Mit einer klaren, poetischen Sprache, die fast schon suggestiv wirkt, malt er das Bild von freien Menschen, den Menschen ohne Eigenschaften, ohne Geschichte - und ohne feste Beziehung." (Ariadne von Schirach, www.dradio.de, 7.01.2010)
"Hillenkamp gurrt und schmeichelt, wo Andere dröhnen; tanzt, wo Andere trampeln. Ist eher mitleidig als empört, analytisch statt plakativ - und dabei überaus poetisch." (Sibylle Mulot, www.spiegel.de, 10.12.2009)
"Eine wortgewaltige, beschwörende Grabrede auf die Liebe. Bestechend, elegant formuliert." (Ursula Nuber, Psychologie heute, 12/2009)
"Wie es bei einem außergewöhnlich guten Buch nicht anders sein kann, bleibt jede Zusammenfassung, auch jede auf signifikante Weise hinter dem zurück, was der Text an Gedankendichte bietet und an bestürzend heller Einsicht ermöglicht. Hillenkamps Essay ist mehr als das, was man an Thesen, Schlagworten oder Kernsätzen aus ihm herauslösen kann. ... Ich widerstehe der Versuchung, ich versage mir die allzu billige Möglichkeit, auch nur eine einzige dieser anrührenden, dieser wahrhaft herzöffnenden Stellen zu zitieren. Viel schöner, viel heilsamer ist es, sie am Wegrand des Lesens selbst zu entdecken." (Georg Klein, Süddeutsche Zeitung, 15.10.2009)
Autorenportrait:
Sven Hillenkamp, geboren 1971, Kindheit in Bonn, Paris und Genf, Studium der Politik, Soziologie und Geschichte, der Philosophie und Islamwissenschaft in Bonn und Berlin. War Redakteur bei der »Zeit« und lebt jetzt als freier Autor in Berlin und Stockholm.