Inhaltsverzeichnis:
VORWORT
GRUNDLAGEN DES STEUERRECHTS
- Begriffsabgrenzungen
- Systematisierung der Steuern
- Steuergerechtigkeit
EINKOMMENSTEUER
- Steuerpflicht
- Ermittlung der einzelnen Einkünfte
- Ermittlung der Summe der Einkünfte
- Ermittlung des Gesamtbetrages der Einkünfte
- Ermittlung des Einkommens
- Ermittlung des zu versteuernden Einkommens
- Gesamtberechnung des zu versteuernden Einkommens
- Veranlagung
- Ermittlung der tariflichen Einkommensteuer
- Quellenabzugsverfahren
- Multiple-Choice-Test zur Einkommensteuer
KÖRPERSCHAFTSTEUER
- Steuerpflicht
- Bemessungsgrundlage
- Organschaft
- Besteuerungsverfahren
- Besteuerung der Ausschüttung an Anteilseigner
- Multiple-Choice-Test zur Körperschaftsteuer
GEWERBESTEUER
- Grundlagen der Gewerbesteuer
- Ermittlung der Gewerbesteuer
- Anrechnung der Gewerbesteuer bei der Einkommensteuer
- Gesamtschema der Gewerbesteuer
- Multiple-Choice-Test zur Gewerbesteuer
UMSATZSTEUER
- Historie und Wesen der Umsatzsteuer
- Steuerbare Umsätze
- Steuerbefreiung bei Lieferung und sonstigen Leistungen
- Ermittlung der Umsatzsteuer für Lieferungen und sonstige Leistungen
- Rechnungserstellung
- Besteuerungszeitraum und Besteuerungsverfahren
- Aufzeichnungspflichten
- Kleinunternehmer
- Vorsteuerabzug
- Multiple-Choice-Test zur Umsatzsteuer
ABGABENORDNUNG
- Grundlagen der Abgabenordnung
- Veranlagungsverfahren
- Festsetzungs- und Bekanntgabeverfahren
- Erhebungsverfahren
- Außenprüfung
- Korrektur von Steuerverwaltungsakten
- Rechtsbehelfe
- Steuerstraf- und Bußgeldverfahren
- Multiple-Choice-Test zur Abgabenordnung
KLAUSURAUFGABEN
- Aufgabe 1 zur Umsatzsteuer
- Aufgabe 2 zur Gewerbesteuer
- Aufgabe 3 zur Umsatzsteuer
- Aufgabe 4 zur Körperschaftsteuer
- Aufgabe 5 zur Einkommensteuer
- Aufgabe 6 zur Umsatzsteuer
- Aufgabe 7 zur Einkommensteuer
- Lösungen zu den Aufgabern
STICHWORTVERZEICHNIS
Kurzbeschreibung:
Dieser TaschenGuide ermöglicht Ihnen einen sicheren Einstieg in die komplexe Materie des Steuerrechts. Sie erhalten einen schnellen Überblick zu allen wichtigen Fragen und können sich mit den Übungen bestens auf Prüfungen vorbereiten. INHALTE:
- Grundlagen des Steuerrechts
- Einkommensteuer
- Körperschaftsteuer
- Gewerbesteuer
- Umsatzsteuer
- Abgabenordnung
- Klausuraufgaben
- Mit Konjunkturpaket II
Leseprobe:
LESEPROBE AUS DEM KAPITEL 5 "UMSATZSTEUER" (S. 7-8)
5. UMSATZSTEUER
5.1 HISTORIE UND WESEN DER UMSATZSTEUER
5.1.1 HISTORIE DER UMSATZSTEUER
Die Umsatzsteuer wurde erstmals 1916 zur Finanzierung des ersten
Weltkrieges durch das Gesetz über den Warenumsatzstempel auf
gewerbliche Lieferungen und Werklieferungen erhoben. 1918 kamen
als steuerpflichtige Umsätze die Umsätze der selbstständig
Tätigen und der freien Berufe hinzu. Damit stand das Grundkonzept
der Umsatzsteuer und bis zum Jahr 1968 änderte sich dann im
wesentlichen nur der Umsatzsteuersatz.
Die 1916 eingeführte Umsatzsteuer war eine Allphasen-Bruttoumsatzsteuer.
Sie wurde auf jeder einzelnen Wirtschaftsstufe die ein
Gut auf seinem Weg zum Endverbraucher durchlief, erhoben. Das
hatte zur Folge, dass die Umsatzsteuerbelastung von einer Wirtschaftsstufe
zur Nächsten weitergereicht wurde. Dadurch kumulierten
sich beim Endverbraucher die Umsatzsteuerbelastungen der
einzelnen Wirtschaftsstufen zu einer Gesamtumsatzsteuerlast. Die
wurde um so größer, je mehr Wirtschaftsstufen das Gut durchlief.
Dieses Umsatzsteuersystem war nicht wettbewerbsneutral, was eine
vertikale Konzentrationsbewegung in der deutschen Wirtschaft zur
Folge hatte, da so die Zahl der umsatzsteuerpflichtigen Wirtschaftsstufen
verringert werden konnte.
Um die oben beschriebene kumulative Wirkung der Umsatzsteuer
aufzuheben, wurde auf Grundlage der 1. EG-Richtlinie am
01.01.1968 die Allphasen-Bruttoumsatzsteuer durch die bis heute
geltende Allphasen-Nettoumsatzsteuer mit Vorsteuerabzug ersetzt.
Grundlage war jetzt der jeweilige Nettoumsatz, so dass nur der auf
jeder Wirtschaftsstufe geschaffene Mehrwert (daher auch der Begriff
Mehrwertsteuer") zu einer Erhöhung der Umsatzsteuer führte.
Die nächste Reform erlebte das Umsatzsteuergesetz am 01.01.1980
mit der Umsetzung der 6. EG-RICHTLINIEin deutsches Steuerrecht.
In der 6. EG-Richtlinie ging es um eine Harmonisierung der Umsatzsteuer
innerhalb der EG. Ziele waren die Vermeidung von
Nicht- bzw. Doppelbesteuerung und die Verbesserung der Wettbewerbssituation
der in der EG ansässigen Unternehmen.
Eine weitere Harmonisierung der Umsatzsteuersysteme innerhalb
der EG bewirkte die Umsetzung des EG-Binnenmarktes zum
31.12.1992. Folge war die Einführung des Umsatzsteuer-Binnenmarktgesetzes
zum 01.01.1993 mit Regelungen zur Besteuerung
von Lieferungen und Leistungen zwischen den Mitgliedsstaaten.