Regierungspolitik greift zunehmend auf wissenschaftliche Beratung zurück. Anhand der globalisierungskritischen Bewegungsorganisation Attac wird gezeigt, inwiefern Wissenschaft und Expertise auch für Nichtregierungspolitik eine zentrale Rolle spielen. Attac stellt den "Kampf um die Köpfe" gleichberechtigt neben den Protest auf der Straße. Die Studie führt erstmals Erkenntnisse der Wissenschafts- und der Bewegungsforschung zusammen und legt empirisch dar, dass wissenschaftliche Expertise eine wichtige Ressource zur Aufklärung und Legitimation darstellt und Attac zudem eine verwissenschaftlichte Identitätsformation aufweist. Ein die Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft berücksichtigender Protest wird hier als ,adaptiver Protest' konzipiert.
Der Autor untersucht die Rolle wissenschaftlicher Expertise für die Mobilisierung von Protest. Am Fall der Bewegungsorganisation Attac wird gezeigt, dass Expertenwissen eine wichtige Ressource zur Aufklärung und Legitimation darstellt und Attac eine verwissenschaftlichte Identitätsformation aufweist.
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