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Die Prophetin vom Rhein. Diana Hardcover

   von Brigitte Riebe

buch.de-Verkaufsrang:
25360
ISBN-10:
3-453-29079-8
ISBN-13:
978-3-453-29079-2
Erschienen:
01.2010
Sofort lieferbar
Aus der Reihe:
«Diana Hardcover»
Einband:
gebunden
Sonstiges:
2010. 22 cm
Seitenzahl:
559
Gewicht:
749 g
Erschienen bei:
Heyne

Kurzbeschreibung

Eine Liebe zwischen Himmel und Hölle<br />
<br />Eine Äbtissin im Kampf um weibliche Selbstbestimmung. Eine junge Hebamme, die vom rechten Pfad abzukommen droht. Und eine Liebe, die der Teufel selbst geschaffen zu haben scheint ... <br />
<br />Stets im Konflikt mit den Mächtigen ihrer Zeit, hat Hildegard von Bingen andere Sorgen, als sich um die junge Theresa zu kümmern, die Schutz in ihrem Kloster sucht. Doch schneller als gedacht, wächst das Mädchen der Äbtissin ans Herz. Allerdings scheint die leidenschaftliche Theresa nicht für das Klosterleben gemacht: Sie verliebt sich in den Händlerssohn Willem und muss die Nonnen verlassen. Ihre Berufung findet sie schließlich bei der Wehmutter Eva, die das geschickte Mädchen zur Hebamme ausbildet. Aber Theresa kann Willem nicht vergessen. Blind vor Liebe, ahnt sie nicht, dass er einer gefährlichen Ketzersekte angehört. Helfen kann allein Hildegard, doch gerade die scheint ihre größte Gegenspielerin zu werden ...<br />
<br />Fundiert recherchiert und meisterhaft erzählt: der neue Roman von Brigitte Riebe um Hildegard von Bingen und ihren Schützling Theresa fesselt bis zur letzten Seite.<br />
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Beschreibung

Eine Liebe zwischen Himmel und Hölle§Eine Äbtissin im Kampf um weibliche Selbstbestimmung. Eine junge Hebamme, die vom rechten Pfad abzukommen droht. Und eine Liebe, die der Teufel selbst geschaffen zu haben scheint ...§§Stets im Konflikt mit den Mächtigen ihrer Zeit, hat Hildegard von Bingen andere Sorgen, als sich um die junge Theresa zu kümmern, die Schutz in ihrem Kloster sucht. Doch schneller als gedacht, wächst das Mädchen der Äbtissin ans Herz. Allerdings scheint die leidenschaftliche Theresa nicht für das Klosterleben gemacht: Sie verliebt sich in den Händlerssohn Willem und muss die Nonnen verlassen. Ihre Berufung findet sie schließlich bei der Wehmutter Eva, die das geschickte Mädchen zur Hebamme ausbildet. Aber Theresa kann Willem nicht vergessen. Blind vor Liebe, ahnt sie nicht, dass er einer gefährlichen Ketzersekte angehört. Helfen kann allein Hildegard, doch gerade die scheint ihre größte Gegenspielerin zu werden ... Fundiert recherchiert und meisterhaft erzählt: der neue Roman von Brigitte Riebe um Hildegard von Bingen und ihren Schützling Theresa fesselt bis zur letzten Seite.

Leseprobe

DORYLÄUM - HERBST 1147§Warum durfte er nicht endlich sterben? Der Ritter spürte die kalte Umarmung bereits, und er roch den brandigen Atem, der ihn streifte. Doch der Tod schien entschlossen, ihn zu verhöhnen, denn er kam und ging, wie es ihm gefiel, presste sich nah an ihn und zog sich plötzlich wieder zurück, ganz und gar nicht die mächtige Welle, wie der Ritter es sich stets vorgestellt hatte, etwas Dunkles, Großes, das ihn gnädig einhüllen und weit forttragen würde, bis alle Pein verflogen und jegliche Erinnerung ausgelöscht wäre.§Was er seit Stunden durchlitt, war grell und hart, schmerzvoll und erniedrigend zugleich. Blut, überall Blut, dazu Heerscharen von Fliegen, die sich auf den Wunden niedergelassen hatten - seinen und denen der toten und halb toten Krieger, die neben ihm oder unter ihm lagen, grotesk entstellt durch klaffendes Fleisch oder Gase, die ihre Körper widerlich aufgetrieben hatten. Ab und zu noch ein kraftloses Ächzen oder Stöhnen, sonst war nichts zu hören als das heisere Krächzen der Geier über ihnen, die immer engere Kreise zogen.§Keiner würde seinen Leichnam waschen oder später einmal an seinem Grab weinen. Niemand seinetwegen eine Totenmesse stiften noch für den Leichenschmaus aufkommen. Sein Name sollte einfach verwehen wie lose Spreu im Wind - was für ein schmähliches Ende!§Für einen Augenblick wurde sein Blick klarer, umfasste die trostlose Steppe mit dem staubigen Gestrüpp, in der sie hier gestrandet waren, die blutverschmierten Schwerter ringsumher, weggeworfen wie nutzlos gewordenes Kinderspielzeug. Ein bitteres Lachen stieg auf in seiner Kehle, die so ausgedörrt war, als hätte er humpenweise Staub geschluckt. Was hatte der zornige Prediger ihnen nicht für aufregende Abenteuer in Aussicht gestellt, wie überzeugend all den versammelten Rittern himmlische Vergebung und kostbare Beute in einem ausgemalt!§Stattdessen war er nun am Verrecken, armseliger als jeder Straßenköter, Seite an Seite mit einem blutjungen Franzosen von der Küste, dem der Hieb eines Sarazenenschwertes das vorher hübsche Lärvchen vom Scheitel bis zum Kiefer gespalten hatte. Die Gedanken des Ritters flogen davon, und für den Bruchteil eines Augenblicks tauchten die starken Mauern der heimatlichen Burg vor ihm auf. Dann das Gesicht seiner Frau, bleich und ängstlich, als spüre sie am eigenen Leib, was er soeben durchlitt. Gefolgt vom aufmüpfigen Profil des kleinen Sohns, eines Pferdenarren wie er selbst, der am liebsten schon als Ritter im Sattel gesessen hätte, kaum hatten seine dicken Beinchen das Laufen gelernt. Schließlich schien das Haar seiner Tochter auf einmal zum Greifen nah, dunkel wie Rauch, knisternd vor Jugend und Kraft.§Doch vor all diese sehnsuchtsvollen Bilder schob sich breit und triumphierend das Blecken seines nachgeborenen Bruders, der nun endlich am Ziel seiner kühnsten Träume angelangt war, da der Reichsgraf nie mehr zurückkehren würde.§Verzeiht mir, wollte er den anderen zurufen, dass ich euch ihm ausgeliefert habe! Er wird nicht lange zögern, die Schmach des Zweitgeborenen endlich zu tilgen. Niemals hätte ich euch verlassen dürfen, schon gar nicht wegen dieses sinnlosen Heerzuges gegen die Heiden, der uns nur Hunger und Leid, nichts als Verrat, Tod und Verwüstung gebracht hat.§Doch seine Gedanken trieben ihr eigenes Spiel, ballten sich zusammen, verknoteten sich, um sich schließlich wie klebrige Fäden im unsichtbaren Nichts zu verlieren. War das nun das Ende, um das er seit Stunden so verzweifelt rang?§Es musste fast so weit sein, denn plötzlich ertönten Hufschläge auf harter Erde. Danach eilige Schritte; schließlich beugte sich jemand tief über ihn.§Eine fremde Kraft trieb ihn dazu, die Lider zu öffnen.§Helle Augen schauten auf ihn hinunter, klar und hart wie Gebirgsgletscher. Ein Blick, den man nicht mehr vergaß, wenn er einen nur ein einziges Mal gestreift hatte: der ehrgeizige junge Königsneffe mit dem roten Bart, der selbst von der K

Portrait

Brigitte Riebe, geboren 1953 in München, promovierte Historikerin, lebt als freie Schriftstellerin in München. Zahlreiche Roman-Veröffentlichungen. Bekannt wurde sie u. a. durch ihre populären Sina-Teufel-Krimis, die unter dem Pseudonym Lara Stern erschienen.



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