
Vor zwanzig Jahren gehörte noch Mut dazu, einen Architekten wie Giuseppe Terragni (1904-43) für seine elegante strenge Architektur zu preisen. Er war zwar zweifellos einer der Großen in Italien, womöglich der größte Meister der inzwischen klassisch genannten Moderne, aber eben auch ein Faschist, der seine Mitgliedschaft in Mussolinis Partei niemals geleugnet hatte. Die Ambivalenz der Persönlichkeit Giuseppe Terragnis, seine Spaltung zwischen ...