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 Ricardo Reis gleicht in seiner Dichtung seinem Meister Alberto Caeiro und doch unterscheidet er sich wesentlich von ihm. Er ist sich der Verzweiflung seines Menschseins bewußt, möchte sie aber nicht zum Vorschein kommen lassen. Das führt zu etwas, das man fundierten Stoizismus oder ein trauriges Epikureertum nennen könnte. Und es findet seinen Ausdruck in den klassizistischen Oden von Ricardo Reis, die ein Vermächtnis ... |  'Der neue Hunkeler beginnt damit, daß Kommissär Hunkeler im Außenbecken des Solbades Eden in Rheinfelden liegt und Rückenbeschwerden kuriert. Er sieht einen seltsamen Taucher vorbeitreiben. Es ist die Leiche eines alten, schwulen Kunsthändlers aus Basel. Da Rheinfelden zum Aargau gehört, ermittelt die Aargauer Kantonspolizei. Sie verhaftet einen Strichjungen, der ebenfalls im Eden gebadet hat. Der Fall scheint ... |  "Er hätte nicht genau sagen können, was er sich mehr wünschte: daß dieses ewige staatsfeindliche Getuschel endlich verstummte oder daß es lauter wurde." Arian Vogli, Chef des Spionagediensts im kommunistischen Albanien, ist auf dem Weg, um dem Führer die verblüffende Ausbeute der fabelhaften neuen Wanzengeneration zu überreichen. Die neuen "Ohren des Todes" euphemistisch auch "Prinzessinnen" genannt, ... |  Alles beginnt mit einem Traum. Jede Nacht, hunderttausendmal muß Simon ihn träumen, um aus dem Kreislauf der Wiedergeburt herauszutreten. Und so erzählt Simon die Geschichte, mit der er auf magische Weise verbunden ist, die Geschichte von Svastika und Milarepa, von unerschöpflichem Haß und von der Möglichkeit der Läuterung. Ebenso elegant wie tiefsinnig berichtet uns Eric-Emmanuel Schmitt von der Legende des ... |  »Könnte ich doch nur in Ekstase leben, indem ich den Körper des Gedichts aus meinem Körper mache...« Diese programmatische Zeile aus einem der letzten Gedichte Alejandra Pizarniks (1936-1972) faßt das Drama ihres kurzen Lebens zusammen und umschreibt zugleich ihren Schaffensprozeß als das konsequente Schreiben an einem selbstmörderischen Werk. Alejandra Pizarnik, junges Ausnahmetalent und Enfant terrible der ... |  Zwanzig Jahre lang hat ihr Kontakt zum Vater nur aus Briefen bestanden, immer dringlicher war sein Bitten um einen Besuch geworden, immer einfallsreicher ihre Vertröstungen - und nun ist er tot. "Ich habe ihn einsam sterben lassen", der Vorwurf steht unumkehrbar im Raum. Und damit ist auch ihr einziger Tröster weggefallen. Niemand hätte sie schützen können wie er, vor der Selbstzerfleischung, die auf eine kalt beendete ... |  Eine heruntergekommene Ansiedlung in Südostungarn. Keine Arbeit, keine Hoffnung, keine Zukunft. Ringsum Verfall, von strömendem Oktoberregen in tiefe Trostlosigkeit getaucht. Nur eine Handvoll Menschen sind geblieben und warten auf ein Wunder, das ihr Los zum Besseren wenden könnte. Eines Tages kommt einer und verheißt Erlösung: Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner mit dem Charisma eines Propheten. Er verspricht ... |  Katzen und Bücher haben vieles gemeinsam. Sie leisten uns Gesellschaft, liegen in unserem Schoß, bringen uns zum Denken, Fühlen, Lachen. Ja, Katzen und Bücher machen glücklich. Sie geben uns Gelegenheit, menschlich zu sein. Das ist gut. Gibt es Besseres? Ja: Bücher in Gesellschaft einer Katze zu lesen. Sie ringelt sich auf dem Schoß ein. Oder sie ruht auf unserem Arm, bis sie und er eingeschlafen sind. Am ... |  In mehreren Gesprächen aus den vergangenen zehn Jahren, die Lerke von Saalfeld mit Swetlana Geier geführt hat, kommen sowohl das Biographische als auch das Literarische, das Leben wie auch das Übersetzen von Swetlana Geier zur Sprache. Dabei entpuppt sie sich als überraschende, witzige und auch spitze Gesprächspartnerin, die sich ein Leben lang mit der russischen Literatur im Speziellen, aber auch mit der ... |  Irgendwo im Italienerquartier hat sie begonnen, die Freundschaft von Sofia, Santini und dem Ich-Erzähler. Und hier wurde sie geboren, die Idee vom Quartierkino, das nur die großartigsten Filme zeigen soll: Dark Star, Die Dämonischen und Die Nacht der lebenden Toten. Davon träumen sie, und vom Tag, da sie Sofia heiraten werden. Zwei Kinder kriegt sie von Santini, eins vom Erzähler, und für den Rest erzählt der ... |
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