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 Der letzte Gedanke eines Menschen, so heißt es im Märchen, stehe außerhalb der Zeit. Auf dem Tor der anatolischen Stadt Bakir sitzend, erlebt der letzte Gedanke des Thovma Khatisian noch einmal den Leidensweg der Armenier, wie er sich in der Geschichte seiner Familie spiegelt, deren letzter Spross er ist. Geleitet vom Meddah, dem Märchenerzähler, folgt er den Lebensspuren seines Vaters, die aus einem kleinen ... |  Tini, die elfenhafte Frau des braven Arthur nimmt es mit dem Leben zu genau. Max, der Nachbar und Freund, hört sich geduldig ihre Klagen an. Als Tini schwanger wird, steigert sie ihre Obsessionen und Phobien und tyrannisiert ihre Mitmenschen. Der neu angelegte Garten wird zerstört, damit ihr noch Ungeborenes keinen Schaden erleidet. Schon jetzt bedrohen giftige Substanzen, Hausstaub, Krankheitsüberträger, Pestizide und ... |  Als die Russen im Frühjahr 1944 das Ghetto Mogilev-Podolsk in der Ukraine befreien, ist Ruben Joblonski achtzehn Jahre alt und ungeachtet der fürchterlichen Umstände, in denen er zu leben gezwungen ist, vor allem daran interessiert, endlich mit einem Mädchen schlafen zu dürfen. In diesem Roman berichtet der große Erzähler des Holocaust, Edgar Hilsenrath, über eine bis dahin unbekannt gebliebene Passage aus seiner Biografie. Er erzählt die ... |  aber dazu ist neu, auch die Offenheit, mit der diese Männer von ihrer Liebe erzählen und von ihrem unfreiwilligen Schicksal des heimlichen Geliebten. Gemeinsam sind ihnen eine unbestreitbar männliche Ausstrahlung und Eigenschaften, die man traditionell als weibliche bezeichnet. Diese Männer beweisen sehr viel Einfühlungsvermögen in die Situation der begehrten Ehefrau, denken intensiv über deren und über ... |  Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs macht der reiche Fabrikant Jossel Wassermann sein Testament. In seiner Villa am Zürichsee sitzt er mit einem Anwalt und einem Notar zusammen und er beginnt, von dem kleinen jüdischen Schtetl zu erzählen, aus dem er kommt. Er erzählt Geschichten, eine nach der anderen, Geschichten, die kein Ende zu nehmen scheinen, und deren grausames Ende doch schon beschlossen ist... ... |  Die hier gesammelten Texte zeigen Edgar Hilsenrath als meisterhaften Erzähler und Satiriker von hohem Rang. Ob er gemächlich in seinen Geschichten die Bukowina durchwandert oder als bissiger Satiriker Erlebnisse in der Bundesrepublik aufspießt, immer versteht er es, sein Lesepublikum zu fesseln und zu unterhalten. Erst als gereifter und erfolgreicher Romanschriftsteller wandte sich Edgar Hilsenrath ab 1976 auch dem Schreiben von ... |  Das von Wilhelm Riphahn entworfene Opernhaus am Kölner Offenbachplatz wurde im Mai 1957 eröffnet. In dem architektonisch richtungsweisenden Theaterbau wurden wichtige Werke des Musiktheaters uraufgeführt: zum Beispiel Wolfgang Fortners »Bluthochzeit« im Eröffnungsjahr und 1965 »Die Soldaten« von Bernd Alois Zimmermann. Große Künstlerpersönlichkeiten wie die Dirigenten Günter Wand, István Kertész und John Pritchard prägten seitdem die Aufführungen ... |  Lange Zeit wünschte ich den Tod meiner Eltern. Ich liebte sie, und ich schämte mich für diesen Wunsch. Seine Erfüllung aber schien dem Mädchen, das ich war, die einzige Rettung für unsere Familie. Ich dachte, wenn sie tot wären, würden wir glücklich sein und ihre Sorgen hätten ein Ende. Wer sind meine Eltern gewesen, bevor sie meine Eltern wurden? Ich habe mir die Frage zu spät gestellt.Etwas stimmte mit ihnen nicht. Sie waren nicht einverstanden ... |  Der Diplomaten-Krimi Winter in Bukarest. Ein Mord, viele Verdächtige. Und eine junge, unerfahrene Ermittlerin auf diplomatischem Glatteis, die sehr schnell Licht ins Dunkel bringt und mehr als nur den Mord aufklärt. Die Olympiasiegerin im Judo Charlotte Valentin trifft im Winter 1996 als neue Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Bukarest ein. Ein bekannter Diplomat, der kurz vor seiner Heimreise nach Deutschland steht, wird ... |  Bronski hat die elfenhafte Marie bei einer Ausstellungseröffnung erspäht. Eine Bildhauerin, die zupackende Squaw, soll ihm bei der Eroberung der Kindfrau helfen. Bronski begleitet seine Frau, die ein musisches Gymnasium in einem der Neubaugebiete am Rande der Stadt leitet, nur zu solchen Veranstaltungen, um Frauen zu jagen. Die Gattinnen der Maler sind zumeist einsam, ihre malenden Männer trinken oder betrügen sie, da hat ... |
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