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 Es ist still geworden um Renato P. Arlati. Es ist still geworden um einen Autor, der mit seinen kleinen, leisen Prosastücken nie zu den Lauten im Land gehört hat - wohl aber zu jenen, deren Stimme weit trägt, weit in die großen Räume der Poesie, in denen jede noch so kleine Bewegung, in denen selbst Schweigen Bedeutung hat. Arlati ist ein Meister dieser stillen Bedeutung, ein Künstler der wenigen Worte und der ... |  Ghérasim Luca: mit diesem Namen ist nicht weniger als eine Entdeckung anzukündigen. «Le plus grand poète français», sagt Gilles Deleuze, «mais justement il est d'origine roumaine, c'est Ghérasim Luca», ein weiterer Autor aus der Generation von Ionesco, Cioran und Gellu Naum. Nachdem Ghérasim Luca lange vergeblich versucht hatte, außer Land zu kommen, verließ er Anfang der 50er Jahre Rumänien. Fortan schrieb Luca, der sich ... |  Das war, muss ich sagen, eine körperlich dermassen zerstörerische Entdeckung, dass sie mit mir machte, was sie wollte. Während ich es dachte, war ich fasziniert, ausgelöscht durch meine Gefühle. In der Tat, das war ein Gedanke!, und nicht irgendeiner, sondern ein mir angemessener, genau so gross wie ich, und falls er sich denken liess, konnte ich selber nur noch verschwinden. Wenig später musste ich um ein Glas ... |  Der Titel ist einigermaßen belastet mit seiner Evokation von Kants Kritik der reinen und der praktischen Vernunft. Ein Anspruch ist gesetzt: dass Hölderlins poetisches Verfahren dem philosophischen Verfahren Kants entspricht. Ihm als poetisches Verfahren zu entsprechen, heißt aber gerade, ihm nicht gleich zu sein, sondern in der spezifischen Differenz des Poetischen jene Rückbesinnung auf die Grundlagen, Bedingungen und ... |  Wenn der Georges wieder gehen würde, wäre das von wegen den Tieren und den Hofangelegenheiten ein harter Schlag, zumal unsere Vulva auf krank macht und man hier einen Schwarzen nachbräuchte für die Kühe und man nicht weiß, ob es so massige gibt wie ihn, dazu noch einverstanden, bei dem ganzen Mehraufwand an Arbeit im Gewächshaus zu schlafen. Dieser Georges ist einerseits offen und ehrlich und herzensdirekt, ... |  Rechtzeitig zur Verleihung des Ernst-Jandl-Preises 2005 der Republik Österreich in Anerkennung eines reichen poetischen Gesamtwerkes erscheint dieses Buch mit ausgewählten und neuen Gedichten von Michael Donhauser. «Ich habe lange nicht doch nur an dich gedacht» versammelt in einem umfangreichen Band ausgewählte Gedichte aus den seit langem vergriffenen Gedichtveröffentlichungen «Dich noch und» und «Das neue Leben» und ... |  Hier kommen zwei eigensinnige Geister zusammen, die Schriftstellerin Birgit Kempker und der amerikanische Dichter Robert Kelly, einen poetischen common sense über etwas zu erzeugen, was zugleich öffentlich und intim ist, was uns einander näher bringt und was uns trennt: unsere Seelen, unsere Körper, unsere Gefühle. Gemeinsam wagen sie sich in verbotenes, vor dem andern üblicherweise streng gehütetes Gebiet vor: Wovor, wofür und vor wem schäme ich ... |  Ich verträumte sie nicht, ich brachte sie nicht auf den Punkt, die Nachmittage, die Gärten, die Abende, den Herbst: ich kannte den Punkt nicht, auf den sie zu bringen gewesen wären, ich kannte den Traum nicht, den ich träumen hätte können, ich kehrte immer wieder zurück zu den Zwetschkenbäumen, wie sie so in zwei Reihen standen, so entblättert fast und zerbrechlich, so fast schwarz vor der noch hellen ... |  «Einleitung (Gerücht)» ist der oben stehende Text überschrieben. Mit diesem Gestus erzählt Kurt Aebli in kurzen Fragmenten und punktuellen Reflexionen vom Leben und Denken seines alter ego, des Dichters und Skeptikers Wellenberg, von dessen einsiedlerischer Existenz und davon, wie sich der zeitgemäße Unberührbare idealerweise in einer Rolle sieht, die jener eines antiken Zweiflers ... |  «In meinen Tagebüchern», schreibt Elke Erb, «und in der Arbeit mit ihnen ist von 1995 an ein Prozeß abgelaufen mit mehrfach wechselnden Arten von Erfolg und Mißerfolg - in komplexer Verbindung. Die Tagebücher sind eigentlich nur Notizbücher, mit datierten Eintragungen, die auf gedankliche Klärungen zielen, also vorerst nicht auf literarische. Bisher hatte ich die Notizen dann durchgesehen und ... |
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