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 In "Weltbürger und Pilger" bietet Imre Kertész eine moderne Interpretation der Geschichte aus dem Alten Testament; es geht um die Konkurrenz von Lebenskunst und Apathie, von melancholischer Eleganz und gewalttätigem Neid, eine Konkurrenz, die im Mord gipfelt, den Täter aber nicht erlöst, sondern sein Elend nur verlängert. "Ich, der Henker" enthält den ersten Prosatext, den Kertész schrieb, bevor er 1960 die Arbeit an seinem großen "Roman eines ... |  Gabriele Gerard schreibt über das Schlimmste, was Eltern passieren kann: über den plötzlichen Verlust ihres Kindes - und über die Unmöglichkeit, sich damit abfinden zu können. Gabriele äußert sich aus der Zeit der Trauer, der Wut, des Widerstands gegen das Unglück. Sie schreibt an den toten Sohn, liest ihre Tagebücher zur Zeit seiner Geburt, sammelt die schönen, nachdenklichen Briefe des inzwischen großen Sohnes. Eine Suche nach dem Kind, das ... |  Wie in ihrem ersten Roman, aber diesmal aus der Sicht einer jüngeren, selbstbewussten Generation, hat sich Maria Barbal erneut dem großen Thema auseinander brechender Traditionen, dem Verlust familiärer Nähe und Liebe zugewandt. Rita, sie könnte die Enkelin von Conxa, der Hauptfigur in »Wie ein Stein im Geröll«, sein muss von jüngster Kindheit an mit der Verschlossenheit, dem abweisenden Schweigen und der Unfähigkeit ihrer Mutter leben, Freude ... |  Conxa, ein Mädchen von dreizehn Jahren, wird von ihren Eltern, armen Bauern in einem kleinen Dorf in den katalanischen Pyrenäen, zur kinderlosen Tante in ein anderes Dorf gebracht. Dort arbeitet sie im Haushalt und auf dem Feld und lernt später Jaume kennen, den sie gegen anfängliche Widerstände heiratet. Maria Barbal führt uns mit einer schnörkellosen Sprache in die fast archaisch anmutende Welt spanischer ... |  Sicher ist: Angesichts wachsender Hungersnöte in vielen Regionen der Welt wird das Spenden ? neben politischen, ökonomischen Veränderungen ? wichtiger denn je. Nicht nur der jüngste Skandal um das Kinderhilfswerk UNICEF lässt viele Spender aber am Sinn des organisierten Massenspendens zweifeln. Zuviel Geld geht für Organisation und Akquisition von Spenden verloren, zu viele Spenden erreichen nicht ihr Ziel oder ... |  Egon Monk war eine Karriere als Theater- und Filmregisseur bestimmt nicht an der Wiege gesungen worden. Daß er, der als junger Mann nur durch Kantinen und kleine Bühnen getingelt war, zum Berliner Ensemble stieß, war ein kleines Wunder. Daß er dort nach kurzer Zeit zum engsten Mitarbeiter Brechts wurde, mit 25 Jahren bei wichtigen Aufführungen Regieaufgaben übernahm (Puntila, Herrnburger Bericht, Die Gewehre der ... |  Eine Kindheit Mitte der siebziger Jahre. Ein Junge wächst auf bei seinen Großeltern (den beiden »Störchen«) in einem kleinen, abgelegenen Ort an der »Europastraße 60«. Der Großvater ist Rumäne, ein von den Kommunisten seines Dienstes enthobener Gendarm und entschiedener Gegner »Dieser«, der Macher in Bukarest; die Großmutter deutschstämmig und in der Tradition der Siebenbürger Sachsen lebend, ... |  Kein Autor des 20. Jahrhunderts hat so polarisiert, so provoziert, so fasziniert - als Schriftsteller und auch als Mensch - wie Bertolt Brecht. Seine größte Wirkung hatte er als Stückeschreiber und Theatermacher, seine größte künstlerische Bedeutung aber als Lyriker. Sein lakonischer, unsentimentaler Stil, die rhetorischen und politischen Zuspitzungen, die überraschenden Pointen, die neuen lyrischen Formen, die er erfand und die ihn ... |  Johanna liebte es, durch die Höfe auf die Kohlenstraße zu rennen und den Widerhall ihrer Schuhe im Flur zu hören. Scheffels Schlosserei, dahinter Töblings Polsterwerkstatt und Mettichs Eismaschinenfabrik. Die Schritte schlugen im Ohr. Vorbei an den Mülltonnen, Töblings SCHWALBE und den Rohlingen für Mettichs Eisbehälter. Vanilleeis, Karamell und Schokolade. Drei Sorten für den Sommer mussten ... |  Schinkel, im Preußen der wichtigen dreißiger Jahre der höchste Baubeamte (er starb 1841), war zwischen Romantik und Industrieller Revolution als Architekt und Politiker sowohl rückwärts- wie vorwärtsgewandt. Seine unvergleichlich schönen Adaptionen klassischer antiker Vorbilder machten ihn bei seinen Zeitgenossen und Auftraggebern zum Lieblingsarchitekten, seine aus Reisen nach England und Frankreich ... |
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