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 Die Geschichte zeigt, dass sich mit Religion maximale Gewalt entfesseln lässt. Für die Araber spielt sie eine akute, für die Israelis eine latente Rolle. Beide fußen auf militanten Gottesideen mit striktem Rechtsdenken, folgen jedoch unterschiedlichen Leitkulturen. Unter dem Zwang der Diaspora definiert sich jüdischer Glaube aus dem Eigenen und konzentriert alles Denken auf das »Volk Israel« sowie den Schutz des Lebens. ... |  Goethe reiste noch kaum anders als die alten Griechen und Römer. Mit der Erfindung der Eisenbahn aber begann die Welt zu schrumpfen. Seitdem prägen Bewegung und Fortbewegung, Abfahrt und Ankunft, Reisen durch Raum und Zeit das Gesicht der Moderne. Wer im Hier und Jetzt verharrt, verpasst Chancen, verliert den Anschluss, verhindert sich selbst und den Fortschritt. Doch längst zeigen sich auch die Widersprüche ... |  Spätestens seit der Debatte über deutsche Spitzenuniversitäten ist ein lange Zeit verrufenes Wort wieder in aller Munde: die Elite. Die Bundesregierung will ein deutsches Harvard, die Bayern wollen Elitestudiengänge, und die von der Pisa-Studie alarmierten Eltern wollen ohnehin "nur das Beste" für ihre Kinder. Die Besten aber, so lautet das Vorurteil, kann man nur um den Preis sozialer Ungerechtigkeit fördern. Warum haben gerade die Deutschen so ... |  Kann es eine Gesellschaft verantworten, den Todeswunsch eines Menschen zu unterstützen? Gibt es eine Pflicht zu leben? Ab wann ist ein Leben möglicherweise nicht mehr lebenswert und wer darf das bestimmen? In der Schweiz gibt es mit »Exit« und »Dignitas« seit Jahren zwei Organisationen, die todeswillige Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten - und dies nicht nur, indem sie den Giftbecher bereitstellen. Mit dem Verweis ... |  Die Statistik weist Scheidungsraten in nie gekanntem Ausmaß aus, in den Großstädten dominieren die Single-Haushalte, und immer mehr Kinder werden außerehelich geboren oder erleben noch in ihrer Kindheit die Scheidung ihrer Eltern. Längst erklären Verhaltensforscher und Evolutionsbiologen die Ehe für ein Auslaufmodell der Geschichte: Der Mensch sei keineswegs zur Monogamie geschaffen; vielmehr habe er sich mit der Ehe eine Institution erfunden, ... |  Wer den gegenwärtigen Weltzustand aus gehöriger Distanz und mit gebotener Nüchternheit betrachtet, dem fällt vor allem ins Auge, dass die Geschichte des Fortschritts zu Ende gegangen und eine Umbildung der Gesellschaftsstruktur abgeschlossen ist - das eine überall, das andere zumindest im Westen. Die Essays von Arnhelm Neusüss gehen dieser Geschichte unter der Prämisse nach, dass der Fortschritt ... |  Wenn Weimarer Republik, Drittes Reich und frühe Nachkriegszeit heute in den Medien dargestellt werden, wirkt das auf denjenigen, der die Zeit selbst miterlebt hat, meist unglaubwürdig. In seinem sehr eindringlich erzählten Erinnerungsbuch versucht der bekannte Rechtswissenschaftler und Staatsrechtler Karl Doehring deshalb noch einmal, die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts jenseits der verbreiteten ... |  Gedichte aus zweieinhalb Jahrhunderten Berlin-Gedichte gibt es seit zweihundertfünfzig Jahren. Sie begleiten und kommentieren die Geschichte der Stadt, ihre Fortschritte, ihre Schönheiten, ihre Krisen. Keine andere Stadt im deutschsprachigen Raum, auch nicht Wien, hat zu so viel und so bemerkenswerter Lyrik angeregt. Der von Rolf Schneider herausgegebene Band bietet eine Auswahl: Fünfzig Gedichte von fünfzig Autoren. Bei jedem Text steht ... |  Immer schriller warnen die Schlagzeilen und Meldungen vor einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe. Schreckensmeldungen, vereinfachte Schuldzuweisungen und emotionale Aufladung prägen die Berichterstattung, und Politiker aller Parteien ergreifen die Chance, sich als Schutztruppe fur das Weltklima in Szene zu setzen und dem Burger Opfer abzuverlangen wobei die Erfolgskontrolle erst in ferner Zukunft geschehen kann. Wie immer, wenn es um ... |  Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken - die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sadomaso-Fete ... |
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