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-59% Das Herz ihrer Tochter

Das Herz ihrer Tochter

Roman von Jodi Picoult (buch)

June Nealon steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens. Elf Jahre zuvor wurden ihr Mann Kurt und ihre Tochter Elizabeth erschossen. Am helllichten Tag, im beschaulichen Staat New Hampshire. Der Täter war bald gefunden. Doch mit ihrem Schmerz blieb June allein. Wer ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-492-05300-9
  • EAN:9783492053006
  • Erscheinungstermin:11.09.2009
  • Verlag:Piper
  • Einband:gebunden
  • OriginaltitelChange of Heart
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:459
  • Gewicht:626 g
  • Übersetzer:Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

Kurzbeschreibung:

June Nealon steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens. Elf Jahre zuvor wurden ihr Mann Kurt und ihre Tochter Elizabeth erschossen. Am helllichten Tag, im beschaulichen Staat New Hampshire. Der Täter war bald gefunden. Doch mit ihrem Schmerz blieb June allein. Wer konnte schon nachvollziehen, was sie verloren hatte? Wie bedrückend es war, Kurts und Elizabeths Stimmen auf dem Anrufbeantworter zu hören, lange nachdem sie tot waren? Wie es sich für June anfühlte, Kurts ersten Liebesbrief an sie zu lesen oder die Mütze in der Hand zu halten, die Elizabeth als Neugeborenes getragen hatte? Und nun, elf Jahre nach ihrem schrecklichen Verlust, bietet sich ausgerechnet der Mann, der für den Mord an Kurt und Elizabeth hinter Gittern sitzt, als Herzspender für ihre schwerkranke zweite Tochter Claire an. Kann Junes größter Feind zum Lebensretter ihrer einzigen Tochter werden?
Jodi Picoult:
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, lebt heute nach ihrem Studium in Princeton und Harvard mit ihrem Mann und den drei Kindern in Hannover, New Hampshire. Sie gehört zu den faszinierendsten angelsächsischen Erzählern und besitzt die seltene Gabe, die Zerbrechlichkeit und Komplexität menschlicher Beziehungen in ihren Romanen festhalten zu können. 2003 wurde sie mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Zuletzt erschienen auf deutsch mit großem Erfolg ihre Romane »Beim Leben meiner Schwester« und »Die Wahrheit meines Vaters«.
Klaus Timmermann:
Klaus Timmermann, geboren 1955, arbeitet als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf.
Ulrike Wasel:
Ulrike Wasel, geboren 1955, arbeitet als Übersetzerin angloamerikanischer Literatur.
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25 Rezensionen
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„Das Herz ihrer Tochter”

30.01.2012

Rezension von BellaE aus ...

Ein junger Handwerker Namens Shay Bourne ermordet ein 7-jähriges Mädchen und ihren Vater (ein Polizist). Die Mutter, June, ist hochschwanger mit ihrer 2. Tochter. Shay wird von einem Geschworenengericht wegen dieser Tat zum Tode verurteilt. Einer der Geschworenen wird danach Priester und der Seelsorger des Täters. 11 Jahre nach seiner Inhaftierung soll es nun so weit sein, er wird durch eine Todespritze getötet.

Kurz bevor es soweit ist, erfährt Shay durchs Fernsehen, dass Claire (die Schwester des Mädchens die er ermordet hat) schwer Herzkrank ist und auf ein Spenderherz wartet. Nun hat er nur noch ein einziges Ziel vor Augen, er möchte Claire sein Herz schenken. Hierbei gibt es aber mehrere Probleme. Einerseits muss er durch Erhängen sterben um sein Herz am Leben erhalten zu können bis es Claire eingesetzt werden kann und auf der anderen Seite muss June das Herz auch annehmen.

Mein liebster Charakter ist auf jeden Fall Maggie, die Anwältin. Sie ist eine füllige junge Frau die mit ihrem Kaninchen Oliver zusammenlebt und jede Menge Humor hat.

Es passieren viele mysteriöse Dinge im Gefängnis und die Leute glauben allmählich, dass Shay ein Wunderheiler (ein Messias) ist. Er selbst sagt nichts dazu. Teilweise kam mir einiges 'kopiert' vor zum Beispiel der Teil, als der Häftling einen Vogel wieder zum Leben erweckt hat(-greene Mile-).

Man liest sehr viel vom Gefängnisleben und über Religion.

Dieses Buch hat mich teilweise zu Tränen gerührt, aber andererseits auch ein wenig gelangweilt.

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„erstaunt”

14.03.2011

von einer Kundin oder einem Kunden

über dieses Buch war ich wieder einmal mehr erstaunt! Vom Klapptext her habe ich etwas anderes erwartet. Trotzdem ist die geschichte gut!

Dennoch bin ich hin und her gerissen ob dich dieses Buch weiteremfehlen kann. Zwischendurch war ich etwas ungläubig was ich da geselen habe. so richtig gefallen hat es mir nicht.

trotz allem: Jodie Picoult bleibt für mich eine der besten Autorinnen überhaupt! Ihr Schreibstil und die Hintergründe ihrer Geschichten sind immer sehr interessant und regen zum Nachdenken an!

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„Kann man Mord wiedergutmachen?”

15.08.2010

Rezension von C. Sedlmeier aus Augsburg

Genau das ist die Frage, die in diesem Buch in der Luft schwebt. Eine Frage, mit der sich eine der Hauptfiguren auseinandersetzen muss.
Aber diese Geschichte um Schuld und Sühne hat noch viel mehr zu bieten.
Jodi Picoult thematisiert einige Kontroversen, wie den Sinn der Todesstrafe und die Stellung der Religion in unserer heutigen Gesellschaft. Die Autorin beweist damit bewundernswerten Mut.
Der Stoff lädt zu Diskussionen ein, weswegen ich ihn Lesezirkeln empfehlen würde.
Allerdings gibt es in diesem Buch auch einige Entwicklungen, die meiner Meinung nach nicht unbedingt sinnvoll sind. Aber dennoch lesenswert.

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„Die Ethik der Todesstrafe”

22.07.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

June hat durch einen Mord ihren 2. Ehemann und ihre Tochter Elizabeth verloren. Sie wurden von Shay Bourne, der als Handwerker bei der Familie arbeitete, erschossen, das Mädchen vorher missbraucht. Er wird mit der Todesstrafe - durch die Giftspritze - verurteilt.
Kurz danach kommt Junes zweites Kind - Claire - zur Welt, allerdings mit einem kranken Herzen. Als Claire 11 Jahre alt ist, kann nur noch eine Herztransplantation helfen.
Ausgerechnet Shay Bourne möchte Claire sein Herz spenden.

Verschiedene Ich-Erzähler treten abwechselnd auf. Dadurch hat man Einblick in verschiedene Sichtweisen derselben Sache. Gedanken und Gefühle des jeweiligen kommen sehr schön zum Ausdruck.

Ein Buch zum Nachdenken !!!!

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„Herzschlag”

26.05.2010

Rezension von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald)

Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Jodi Picoult hat einen unnachahmlich schönen, einfühlsamen Schreibstil, der mir unter die Haut geht. Sie schafft es Themen in ihren Büchern zuverarbeiten, die gerne von der Gesellschaft tot geschwiegen werden. So auch in diesem Werk.

Es geht um den zum Tode verurteilten Mörder Shay. Er hat - angeblich - Junes Mann und Tochter ermordet. Dafür soll er durch die Todesspritze hingerichtet werden. Gegen den Tod wehrt er sich nicht, aber gegen die Art. Er möchte lieber hängen, um Junes Tochter Claire sein Herz zu spenden. Damit aber nicht genug. Um Shay herum geschehen Zeichen und Wunder, so dass sich seine Umwelt leise fragt, ob er der wiedergeborene Christus ist.

Drei sehr brisante Themen: Todesstrafe, Organspende und Glaube.

Erzählt wird der Roman aus vier verschieden Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von June. Sie ist die Mutter, die Mann und Kind verloren hat. Einfühlsam wird ihre Sicht der Dinge beschrieben. Wie sie den Mörder ihrer Familie sieht, die Ablehnung des Herzens, welches ihrer verbliebenen Tochter das Leben retten kann. Das langsame Umdenken und die Aufkeimung des Hoffnungsfunkens. Aus der Sicht von Lucius dem Zellennachbarn. Hier geht es um das Leben im Gefängnis, das Miteinander von Schwerstverbrechern. Brutal offen aber doch auch wieder herzlich. Man lernt die für einen alltäglichen und selbstverständlichen Dinge des Lebens schätzen. Aus der Sicht von Father Michael. Wohl die prikärste von allen, da er vor elf Jahren in der Jury saß, die Shay zum Tode verurteilte. Nur durch den Weg zu Gott, konnte er dies verarbeiten und ist Shay jetzt eine Stütze. Und zu guter letzt aus Maggies Sicht, seiner Anwältin. Sie ist mehr außen vor als alle anderen, fühlt sich aber gleichzeitig am stärksten mit Shay und seinem Schicksal verbunden.

Trotz des verschieden Perspektiven ließ sich das Buch wunderbar lesen und ich konnte es nicht weglegen, bis die letzte Seite verschlungen war!

Den einen Stern Abzug gab es, weil die Geschichte mich zu sehr an Stephen Kings Green Mile erinnerte. Es scheint bis ins kleinste Detail abgekupfert und das geht für mich gar nicht!

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„Wann beginnt ein Plagiat?”

18.03.2010

von einer Kundin oder einem Kunden aus Köln

Was sich zunächst als interessante Auseinandersetzung mit dem Thema Todesstrafe und Organspende anhörte, stellte sich für mich im weiteren Verlauf immer mehr als Neuauflage von Stephen Kings "The Green Mile" heraus. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der für ein schreckliches Verbrechen im Todestrakt landet. Doch Shay Bourne scheint nicht der stereotype Mörder zu sein, den der Leser erwartet. Vielmehr bilden sich immer mehr Parallelen zu Stephen Kings Hauptfigur John Coffey heraus. Wer dieses Buch von Stephen King (oder auch die Verfilmung mit Tom Hanks) kennt, der kann nicht umhin, die Ähnlichkeit zu erkennen. Jodi Picoult hat die Geschichte lediglich noch um einen weiteren Druck auf die Tränendrüsen erweitert, indem es hier auch noch um ein schwerkrankes Mädchen geht, das dringend auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Dies ist dann wieder absolut typisch Picoult, wie man sie kennt. Die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema Todesstrafe und Organspende ist der Autorin meiner Meinung nach ganz gut gelungen, weswegen ich auch nicht komplett enttäuscht bin. Auch die wechselnden Erzählperspektiven, wodurch sich nach und nach das Gesamtbild ergibt, haben mir gut gefallen. Doch sich so schamlos bei einem anderen Werk zu bedienen, kann ich nicht gutheißen. Beim nächsten Mal lassen sie sich bitte wieder selber etwas einfallen, Frau Picoult!

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„das herz ihrer tochter”

01.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Ich mag keine Bücher in Ich-Form, doch die verschiedenen Sichtweisen hat es interessant gemacht. Für mich war die Geschichte spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Es war eines der Bücher, die man nicht aus der Hand legen konnte. Die Personen waren leicht erkennbar, und man hat mit ihnen gefühlt. Es war eine Geschichte, die einen nicht loslässt, wenn man das Buch aus der Hand gelegt hat. Und ich bin sehr froh, dass ich es gelsen habe! Sehr empfehlenswert!!

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„Wie weit würde man für das Leben seines Kindes gehen?”

29.12.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Vor 11 Jahren verlor June ihren zweiten Mann und ihre Tochter Elizabeth. Ihr erster Mann war bereits bei einem Verkehrsunfall durch die Schuld eines anderen Autofahrers getötet worden. Und genau hier setzt die Handlung ein.
Shay Bourne steht vor Gericht. Er soll Junes zweiten Mann Kurt und ihre Tochter Elizabeth getötet haben. Michael ist einer der Geschworenen. Er beugt sich den anderen und stimmt mit ihnen für die Todesstrafe.
Jetzt 11 Jahre später steht die Urteilsvollstreckung bevor. June hat ihr Leben weiter gelebt für Claire, ihre zweite Tochter, Kurts Tochter. Doch Claire ist schwer krank, sie braucht dringend eine Herztransplantation. Shay sieht einen Bericht darüber im Fernsehen und fasst einen Entschluss: Nach seinem Tod soll Claire sein Herz bekommen.
Doch darf man es einem zum Tode verurteilten erlauben seine Organe zu spenden? Kann Claire mit dem Wissen leben, dass das Herz des Mannes in ihrer Brust schlägt, der ihr ihren Vater und ihre Schwester nahm? Kann ihre Mutter damit leben, dass ein Stück des Mannes in ihrer Tochter weiter leben wird, der ihr ihre Familie nahm? Und wie kann ein Mann, der ein solches Verbrechen begangen hat, nun plötzlich zu einem guten Menschen werden?
Shay ist nicht nur ein verurteilter Mörder, er kann auch Wunder vollbringen. Er kann Tote zum leben erwecken und kranke heilen. So scheint es zumindest. Was steckt hinter all dem? Das heraus zu finden, darum geht es in diesem Buch. In wie weit ist unsere Moral noch zeitgerecht? Ist die Todesstrafe gut oder schlecht? Wer hat das Recht zu entscheiden wer den Tod verdient hat? Welches Verbrechen ist schwer genug, dass derjenige der es verübt hat nicht weiter leben darf? Woran kann man glauben? Welche Religion ist die „richtige“? Gibt es überhaupt eine „richtige“ Religion, oder sind sogar alle falsch?
Die Handlung wird immer abwechselnd aus der Sicht von Michael, dem Geschworenen der später Priester geworden ist, June, der trauernden Hinterbliebenen, Maggie, der Anwältin und Lucius, dem Zellennachbarn von Shay erzählt und schließlich auch einmalig aus der Sicht von Claire. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass jede mögliche Meinung des Lesers aufgegriffen und vertreten wird. Für jede Ansicht steht eine Person und gibt ihr ein Gesicht, eine Stimme, mit der man sich identifizieren kann. Aber genauso wichtig wie die Sichtweisen derer die Beschreiben ist die derer die eben nicht beschreiben. Keines der Kapitel ist aus der Sicht von Shay geschrieben, warum wohl? Das allein regt schon wieder zum Nachdenken an.
Jodi Picoult schafft es immer dafür zu sorgen, dass man als Leser am Ende des Buches alles hinterfragt. Sie bringt einen zum Nachdenken. Sie zwingt uns nicht ihre Meinung auf, sagt uns nicht was richtig und was falsch ist, lässt uns unsere Ideen, unseren Glauben, sie gibt uns nur eine Richtung vor, in die wir denken sollen, die wir hinterfragen sollen.
Dieses Buch steht ihren bisher erschienenen in nichts nach. Ich kann es nur empfehlen!

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„Ein bewegender Roman ”

29.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Es lag in den Händen der Geschworenen. Es ist seltsam, die Gerechtigkeit zwölf fremden Menschen in die Hände zu legen. Ich wollte mich mit jedem Einzelnen von ihnen zusammensetzen. Wollte ihnen den Brief zeigen, den Kurt mir nach unserer ersten Verabredung geschrieben hat. Ich wollte sie die weiche Baumwollmütze anfassen lassen, die Elisabeth getragen hat.
Ein bewegender Roman über die Todesstrafe, den Glauben und eine tiefe Mutter-Tochter-Beziehung! Jodi Picoult, großartig wie immer.

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„Verschiedene Gefühle perfekt zusammengefasst”

27.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden aus Heitenried

Jodi Picoult gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Sie schafft es immer einen zu überraschen. Jedes Buch ist auf seine eigene Art einfach unvergleichlich. Und jedes Buch regt zum Nachdenken an. Das Herz ihrer Tochter ist ein wunderschöner Roman über eine Mutter die schon zu viel in Ihrem Leben verloren hat und sich nun entscheiden muss ob derjenige Mann, der Ihr so viel Leid zugefügt hat, die Möglichkeit bekommt etwas wieder gut zu machen. Jedem zu empfehlen. Einfach nur super.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Alle Bücher von Jodi Picoult. Auf immer und ewig ist das Beste.

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„Interessantes Thema”

08.10.2009

Rezension von DarkAngel1985 aus Springe

Das Thema der Todesstrafe, aber auch der Religion war sehr interessant. Sonst interessier ich mich eigentlich nicht so für Religion aber so wie es hier geschrieben war, fand ich es echt lesenswert.

Das Buch ist schon sehr ergreifend. Und mit dem Ende rechnet man so eigentlich nicht. Von daher gut gelungen. Auch der Schreibstil ist fast durchgehend gut. Wobei mir an manchen Stellen die Spannung ein wenig zu kurz kommt, und genau aus diesem Grund gibt es auch nicht alle Sterne.

Das Buch bringt einen zum Nachdenken, gerade was die Todesstrafe betrifft. Ich denke hier wird sie so oder so oft diskutiert. Aber ich denke in den USA genauso, vorallem weil es sie dort noch in einigen Staaten gibt. Und gerade deswegen find ich es gut, dass so ein Thema aufgegriffen wird.

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„Das Herz ihrer Tochter ”

07.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Stellen Sie sich vor, sie müssten die Entscheidung treffen, ob ihr Kind lebt oder stirbt!
Jodi Picoult macht es den Protagonisten ihres neusten Romans wieder nicht leicht. Für
Claire gibt es nur eine Rettung – ein neues Herz. Und es ist ihre Mutter June, die
entscheiden soll, ob sie ein angebotenes Herz annimmt – das Herz eines zweifachen, zum
Tode verurteilten Mörders. Des Mannes, der Claires Vater und ihre Schwester ermordet
hat.
In eindringlichen Bildern lässt Jodi Picoult alle Beteiligten zu Worte kommen, so dass sie
es dem Leser ermöglicht sich in jede Figur hinein zu versetzen. Claire und June gelangen
an einen Punkt, an dem es keine richtige Entscheidung mehr gibt – und sie müssen damit
leben.
Meisterhaft lässt Jodi Picoult ihre Helden – und damit auch ihre Leser - an der Beantwortung ethischer Fragen scheitern! So, wie es im realen Leben auch allzu oft vorkommt.

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„Das Herz Ihrer Tochter”

01.10.2009

Rezension von Chiara aus Kornwestheim

Anders als erwartet steht in diesem sehr emotional erzählten Roman nicht so sehr die Mutter und Tochter im Mittelpunk, sondern vielmehr das Thema Todesstrafe, Glauben, Glaubensrichtungen und dass es oft mehr als eine Wahrheit gibt.

Die einzelnen Abschnitte sind Personen zugeteilt, die jeweils Ihren Teil der Geschichte in der Ich-Form erzählen.

June: hat ihren ersten Mann bei einem tragischen Unfall verloren. 5 Jahre später ist Sie mit Karl glücklich und erwartet ihr zweites Kind. Als Shay Bourne in Ihr Leben tritt und Ihre geliebte Tochter und Ehemann Karl einem Verbrechen zum Opfer fallen. Doch als wäre das nicht schon genug bangt Sie 11 Jahre später um das Leben Ihrer zweiten Tochter, die dringend ein Spenderherz benötigt. Shay Bourne möchte sein Herz an Claire weitergeben.

Michael: gehört als Mathematikstudent zu den Geschworenen, die Shay Bourne für schuldig befinden und die Todesstrafe verhängen. Jahre später ist er Priester und wird Shay’s Seelsorger.

Lucius: Shays Zellennachbar gibt uns Einblicke in den Gefängnisalltag und freundet sich mit Shay an.

Maggie: Anwältin einer Menschenrechtorganisation setzt sich dafür ein, dass eine Organspende nach der Hinrichtung stattfinden kann.

Das war mein erster Roman von Jodi Picoult aber sicher nicht der letzte. Die einzelnen Charaktere wurden sehr lebendig dargestellt, das Buch ging mir so einige Male ans Herz und ich hab es regelrecht verschlungen, wenngleich ich mit „den Wundern à la Green Mile“ ein wenig Probleme hatte und gern noch mehr über June und Claire erfahren hätte gebe ich gut und gerne 4 Sterne

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„Der neue Messias zum Tode verurteilt!”

27.09.2009

Rezension von goldfisch

oder auch: Der neue Messias ist Organspender!

An Jodi Picoults neustes Buch hatte ich hohe Erwartungen. Zwei andere Werke von ihr hatten mir außerordentlich gut gefallen, "„Beim Leben meiner Schwester"“ und "„19 Minuten"“. Leider konnte „"Das Herz ihrer Tochter"“ meine Erwartungen nicht erfüllen, was nicht zuletzt am irreführenden Klappentext lag.

Erwartet hatte ich ein Buch über Sinn und Unsinn der Todesstrafe, sowie über Vergebung. Ein typisches Buch nach Schema P wie Picoult, das sich mit einem brisanten, polarisierendem Thema befassen, ein ethisches, moralisches und/oder soziales Problem aufgreifen würde und mit hohem Tränenpotenzial. In diesem Fall: Darf der Mörder eines Kindes sein Herz an die jüngere Schwester seines Opfers spenden? Bekommen habe ich Buch, das mich mehr an "„Die Hütte“" oder „"Messias"“ erinnerte als an die anderen Bücher von Jodi Picoult, sowie an „"The Green Mile"“.

Wie auch in ihren anderen Büchern lässt Jodi Picoult mehrere Figuren zu Wort kommen.

June Nealon: Ihr Ehemann Kurt und ihre erste Tochter wurden von Shay Bourne ermordet. Junes zweite Tochter Claire, die erst nach Kurts Tod geboren wurde, ist schwer herzkrank und braucht dringend ein Spenderherz.
Michael: Geschworener im Prozeß und verurteilt Shay Bourne unter Druck der anderen Geschworenen zum Tode. Später wird er katholischer Geistlicher und persönlicher Seelsorger von Shay Bourne.
Lucius: AIDS-kranker Zellennachbar von Shay Bourne.
Maggie Bloom: Eine engagierte jüdische Anwältin, die sich dafür einsetzt, dass Shay Bourne nicht mit tödlicher Injektion hingerichtet wird, damit er sein Herz an Junes Tochter spenden kann.

Weder Shay Bourne selbst noch Claire Nealon kommen selbst zu Wort, Shays Leben bleibt weitgehend im Dunkeln und die beiden so wichtigen Figuren bleiben blass. Die übernatürlichen Fähigkeiten von Shay Bourne machen das an sich überzeugende Buch für mich zu einer Farce. Um nur ein paar der allzu zahlreichen überdeutlichen Hinweise zu nennen: Wunderheiler von Mensch und Tier? Wasser wird zu Wein? Zitiert das kaum bekannte Thomas-Evangelium, wird aber während des Gerichtsverfahrens als zurückgeblieben bezeichnet? Er stammt aus einem Ort namens Jerusalem? Das war mir alles zu dick aufgetragen und ich kenne andere Bücher zu religiösen Themen, die weitaus mehr Lesespaß bieten.

Zu oft ertappte ich mich dabei, ungläubig den Kopf zu schütteln. "„Das Herz ihrer Tochter"“ hatte für mich bei weitem nicht die Intensität ihrer anderen Bücher. Auch die anscheinend unvermeidliche Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt und ist für die Handlung völlig unnötig. Das Thema Vergebung wurde eher nebenbei behandelt und Junes Motive nur am Rande erwähnt. Sehr interessant hingegen fand ich die Diskussionen über Religion an sich, jüdischen und christlichen Glauben. Nervig sind die Auswüchse der Anhänger des neuen Messias sowie dessen vehemente Gegner, wenn auch vermutlich leider sehr realistisch. Das Ende bietet einige Widersprüche, die nicht aufgeklärt werden.

Fazit: Zuviele Köche verderben den Brei, ich bin aber trotzdem gespannt auf das nächste Buch nach Schema P.

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„„Die Religion kommt Gott häufig in die Quere“ (Bono)”

25.09.2009

Rezension von hrafnaklukka aus Rüthen

Eigentlich hat mir das Buch sehr gut gefallen: spannende Story, gut geschrieben, sympathische Figuren und eine Handlung, die man gut nach vollziehen kann.Und trotzdem kann ich keine 5 Sterne vergeben – Picoults Shay Bourne hat mich die ganze Handlung hindurch einfach zu sehr an Kings John Coffey erinnert. Das ist aber auch wirklich der einzige Schwachpunkt. Es geht hauptsächlich um den zum Tode Verurteilten Shay Bourne. Der möchte nach seinem Tode sein Herz an die kleine Claire spenden, die dringend ein neues benötigt. Einziger Haken: Bourne wurde schuldig befunden, Claires Vater Kurt Nealon und ihre Halbschwester Elisabeth getötet zu haben. Wird die Mutter, June Nealon, das Herz annehmen? Und was ist drann an Shays „magischen Händen“, mit denen er sogar tote Tiere wieder zum Leben erwecken kann?
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven: einmal ist das die Mutter der beiden Mädchen, June Nealon und der an AIDS erkrankte Mithäftling Lucius. Dann der ehemalige Geschworene Michael, der Bourne vor 11 Jahren mit zum Tode verurteilt hat und heute als katholischer Seelsorger arbeitet. Außerdem kommt noch die Anfangs etwas plump wirkende ACLU-Anwältin Maggie zu Wort, die versucht, vor Gericht das Recht auf eine Hinrichtungsmethode zu erstreiten, nach der Bourne das Herz spenden kann. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt der Leser sehr schnell eine Ahnung auf den Fortlauf der Geschichte, was der Handlung aber nicht die Spannung nimmt. Das Buch ist durchweg gespickt von großen Gefühlen und kleinen Wundern, die aber nicht kitschig oder klischeehaft wirken, sondern durchaus authentisch und real. Die Figuren sind sehr lebendig, die Dialoge auch bei Glaubensdiskussionen nie langweilig oder abgedroschen. Schön fand ich auch die Zitate, die die einzelnen Kapitel trennen, wir treffen auf Worte von Voltaire, Woody Allan, Mutter Teresa, der 14. Dalai-Lama, Bono, Nietzsche und Albert Einstein. Alles in allem ein wirklich gut geschriebenes Buch mit viel Herz, in dem es um Glauben, das Leben und den Tod geht – und das eigentlich noch viel mehr ist.
Die Lehre, die man aus dem Buch ziehen kann, wird für jeden anders sein. Ich fand den Satz besonders bezeichnend: „Man kann niemanden helfen, der sich nicht auch helfen lassen will“, aber man muß es versuchen, und man muß für die Menschen, die man liebt kämpfen. Dieser Satz ist in Bezug auf Claire sowie auch auf Shay gefallen ist. Die Situation der beiden ist so unterschiedlich und doch in vielem sehr ähnlich. Ein sehr bewegendes Buch, das man bedenkenlos weiter empfehlen kann.

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„Gute Geschichte mit kleinen Makeln”

23.09.2009

Rezension von Eva Loddeke

Kurzbeschreibung:
Fünf Jahre nach dem Unfalltod ihres ersten Mannes verliert June Nealon ihre siebenjährige Tochter Elisabeth und ihren zweiten Mann Kurt durch einen grausamen Mord. Shay Bourne, ein arbeitsloser Handwerker, den die schwangere June eingestellt hat, damit er ihr Haus repariert, hat mit gezielten Schüssen ihre Familie ausgelöscht.
Elf Jahre später: Junes zweite Tochter Claire leidet an einem Herzfehler. Nur ein Spenderorgan kann ihr junges Leben noch retten. Da tritt der zum Tode verurteilte Shay Bourne an sie heran mit dem Wunsch, Claire nach seinem Tod sein Herz zu geben und so die Morde an Elisabeth und Kurt wiedergutzumachen.

Meine Meinung:
Wie gewohnt behandelt das neue Buch der amerikanischen Schriftstellerin Jodi Picoult eine brandheiße Thematik. Dieses Mal geht es um Ethik, Moral und Todesstrafe, gepaart mit dem Thema Organspende und christlichem Glauben. An einigen Stellen erinnert die Geschichte sehr stark an Stephen Kings „The Green Mile“.

„Das Herz ihrer Tochter“ wird wieder aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Beteiligten erzählt. Die Passagen des Pfarrers Father Michael waren mir persönlich zu religiös. Zu Beginn der Geschichte war es noch auszuhalten, aber je weiter die Geschichte fortschritt, desto theologisch verworrener wurden seine „Gedanken“. Zum Schluss habe ich seine Kapitel nur noch überflogen, da mir das ganze Gerede über das Thomasevangelium usw. auf die Nerven ging.

Junes Geschichte fand ich etwas übertrieben. Ihr Schicksal war mir zu viel, erst stirbt ihr erster Mann bei einem Autounfall, dann werden ihr zweiter Mann und ihre Tochter ermordet UND ihre zweite Tochter wird sterben, es sei denn, sie erhält ein Spenderherz. Diese Fülle an Schicksalsschlägen lässt die Geschichte unglaubwürdig werden. Dazu noch Shay Bournes „Gabe“ und dem Leser war jeglicher Realitätsgedanke genommen. Ein bisschen weniger wäre für diese Geschichte sicher von Vorteil gewesen.

Der Autorin gelingt es gut, die brisante Thematik „Todesstrafe“ in die Handlung einfließen zu lassen. Sie bleibt dabei aber wunderbar neutral, zwingt dem Leser nicht ihre Meinung auf, sondern regt lediglich dazu an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Auch die ein oder andere Überraschung hält sie bereit, so dass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt. Alles in Allem ist „Das Herz ihrer Tochter“ ist ein schönes Buch mit kleinen Makeln, das sich aber auf jeden Fall lohnt.

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„mehr erwartet”

23.09.2009

Rezension von judosi

leider kann ich dem neuen roman von jodi picoult keine vollen sterne geben. ich mag den schreibstil der autorin. dieser lässt sich fließend lesen und lässt einen schnell an der geschichte teilhaben.

auch das thema finde ich sehr interessant. nur die umsetzung war etwas enttäuschend. zu viel religion, ich wollte die textpassagen von michael irgendwann nicht mehr lesen - obwohl er in der leseprobe so eine tolle stellung eingenommen hatte!, zu viele wunder - haben dann doch wirklich sehr!! an "the green mile" erinnert und die eigentlichen fragen zur schuld oder unschuld bleibt nur unzureichend geklärt.

zu den wundern kommen dann noch die zufälle. june verliert ihren mann bei einem unfall und kommt zufällig mit dem detective zusammen, der den fall sozusagen bearbeitet, der wird dann von shay erschossen, diesem menschen, der eigentlich komisch ist, aber dann doch einfach so als handwerker eingestellt wird und ziemlich schnell das vertrauen der familie gewinnt. dann stirbt eben auch noch ihre tochter durch diesen menschen und zufälligerweise hat dieser mensch und mörder ein herz, welches der nun einzigen tochter das leben retten soll. ein - zwei weniger zufälle, keine wunder und keinen michael und es wären fünf sterne.

so gebe ich 3 sterne für ein buch, das man guten lesen konnte, aber nicht unbedingt lesen muss.

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„Berührend!”

20.09.2009

Rezension von Binea aus Dresden

June Nealon wird mit einem Schlag aus ihrem wieder fast normalen Leben gerissen. Der erste Schlag war für June der Tod ihres ersten Mannes, der zweite Schlag ist nun die Nachricht vom Tod ihres zweiten Mannes und ihrer Tochter Elizabeth. Nichtsahnend biegt sie in die Straße, in der ihr Haus steht ein, und sieht ein erschreckendes Bild. Polizei und Krankenwagen stehen vor ihrem Haus. Shay Bourne, ein vertrauenswürdiger junger Mann, sollte eigentlich das Kinderzimmer für das Baby herrichten und nicht ihren Mann und ihre Tochter ermorden. Tief sitzt nicht nur der Schmerz des Verlustes, sondern auch der Schmerz des Vertauens, denn das hatte sie Shay geschenkt. Nun sitzt dieser zum Tode verurteilt in einer Zelle im Gefängnis von New Hampshire.
In der Hoffnung, dass es nicht noch schlimmer geht, erfährt June, dass ihre zweite Tochter Claire herzkrank ist und unbedingt einen Lebensretter braucht. Ein neues Spenderherz wird dringend benötigt, sonst überlebt Claire nicht.
Nach elf Jahren ist nun der Tag der Hinrichtung gekommen. Doch nichts läuft wie geplant, denn Shay Bourne will June nach ihren großen Verlusten helfen. Er möchte sein Herz für ihre Tochter Claire spenden. June´s ihr Leben läuft erneut aus dem Ruder, denn soll das Herz eines Doppelmörders in dem Körper ihrer Tochter weiterschlagen?

Jodi Picoult hat es bisher immer geschafft mich zu überzeugen und so habe ich mich auch diesmal wieder in ihre Hände begeben.
Ihr Schreibstil ist einfach unverwechselbar, die Anfangsworte wieder sehr packend und die Geschichte sehr gefühlvoll und grausam zugleich. Einfach unverwechselbar.

Ein Buch voller verschiedener und heikler Themen. Steht doch vorerst die Todesstrafe zur Debatte, wird kurz darauf die Religion und deren Ansichten zur Sprache gebracht. Letztendlich laufen diese Themen zum Thema Organspende zusammen.
Abwechselnde Erzählperspektiven um den verurteilten Doppelmörder Bourne zeigen Hintergründe auf und bringen Licht in dunkle Winkel. Der Mittgefangene und Zellennachbar Lucius, Seelsorger Father Michael, Rechtsanwältin Maggie und June selbst kommen zu Wort und lösen die verschiedensten Gefühle und Empfindungen, nicht nur beim Leser, aus. Sie schwimmen alle in einem Strudel, der jeden Tag Neues heraufwirbelt. Stimmungen schwanken, Glauben werden in Frage gestellt, vernebelte Sichtweisen werden von Tag zu Tag klarer.

Obwohl auch dieses Buch etwas Besonderes ist und ich Jodi Picoult wieder blind vertrauen konnte, hat es dennoch einen kleinen Beigeschmack. Einige Elemente waren mir eindeutig zu magisch und zu übertrieben. An manchen Stellen waren leichte Unsicherheiten der Autorin vor allem bei der Themenwahl und dessen Breite zu spüren. Stellenweise war es einfach zu viel. Diese Kritik ist meiner Meinung nach jedoch zu verschmerzen und ich denke spätestens im nächsten Buch wird sie diesen Fauxpas wieder richten.

Den Klappentext habe ich auch bei diesem Buch bewusst ausgelassen und bin im Nachhinein froh darüber, da dieser das eigentliche Hauptthema nicht erwähnt und den Leser auf einen falschen Weg führt

Ein Kloß im Hals war auch diesmal zu spüren und dieser darf bei Picoults Romanen wohl auch einfach nicht ausbleiben.

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„Herzensangelegenheit”

19.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neuendettelsau

Vorweg muss ich sagen, dass man schnell etwas falsches erwarten könnte nachdem man Klappentext gelesen und Cover betrachtet hat. Eigentlich erwartet man doch, dass es vordergründig um June und ihre Tochter geht, darum wie sie gegen die Krankheit kämpfen. Aber dem ist nicht so, es geht eher um Shay. Shay, das ist der Mann der Junes Ehemann und Tochter umgebracht hat dafür wurde er von einer Jury zum Tode durch die Spritze verurteilt. Nach elf Jahren soll das Urteil jetzt vollstreckt werden und in dem Moment erfährt Shay von der herzkranken zweiten Tochter Junes. Er will sie retten und sich so entschuldigen. Auf seinem Weg zum Organspender gewinnt er neue Freunde, bekommt Steine in den Weg gelegt, verändert das Leben anderer Leute und wird kurzzeitig aufgrund mehrerer Wunder als wiedergeborener Jesus gehandelt. Parallelen zu einem großen Stephen King Werk seien an dieser Stelle erwähnt. Doch zuletzt stellt sich für alle heraus, dass eben nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint und mündet in ein trauriges Ende. Ein Ende das den Leser zum nachndenken anregt und aufwühlt.

Der Roman ist aus den Perspektiven der beteiligten Personen geschrieben, einzig Shay erleben wir nur durch das was uns die anderen Protagonisten mitteilen. Man findet sich durch den mitreßenden Schreibstil der Autorin gut in die Geschichte ein und wird auch ein ums andere Mal zu Tränen gerührt. Die Autorin versteht es wunderbar, die Gefühle ihrer Protagonisten zu beschreiben und lebendig werden zu lassen. An keiner Stelle verspürte ich Langeweile beim lesen oder empfand Passagen als unnötig in die Länge gezogen.

Jodi Picoult schafft es hinter dieser rührenden Geschichte um Aufarbeitung auch Kritik zu verstecken. Es geht eben auch um die Religion und wie weit die Menschen bereit sind zu glauben. Vor allem wie schnell sie einem falschem Messias nachlaufen. Aber es geht auch um die Todesstrafe, es wird gezeigt welchem Druck Verurteilter, Jury und Opfer ausgesetzt werden. Und das manchmal, vielleicht öfter als wir es wahrhaben wollen, auch Unschuldige hingerichtet werden. Darüber hinaus geht es darum inwiefern es uns zusteht nach "Auge um Auge" zu urteilen? Wäre es nicht besser manchmal auf diese Art der Gerechtigkeit zu verzichten? Auch um die Vergebung und Aufarbeitung geht es, wie gehen Menschen damit um, wenn sie Opfer eines Verbrechens werden? Gibt es einen Weg aus der Trauer und Angst wieder raus zu kommen? Und zu guter letzt geht es auch um Blauäugigkeit, denn manchmal beschuldigt man den Falschen ohne überhaupt darüber nachzudenken.

Eines der schönsten Bücher Jodi Picoults, das sich nicht nur um große Gefühle sondern auch um große Themen der Menschheit dreht! Absolut empfehlenswert!

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„Das Herz Ihrer Tochter”

17.09.2009

Rezension von Irina Süss

Vorab muss ich sagen der Klappentext des Buches verspricht eigentlich eine andere Geschichte. Es geht weniger um June Nelson und die Beziehung zu Ihrer Tochter als vielmehr um den Täter Shay Bourne, den Alltag in einem Hochsicherheitsgefängnis und um Religion und Glauben. Anfangs hat mir das nicht gefallen da ich mir, vom Klappentext her, etwas anderes vorgestellt hatte.


Nach einer Weile hat mich die Geschichte um Shay, June Nealon, Maggie, Lucius und Father Michael doch überzeugt. Die Unterteilung in verschiedene Sichtweisen und das aufgreifen von kontroversen Themen wie hier Organspende und das Pro und Contra der Todesstrafe machen die Bücher von Jodie Picoult immer wieder zu einem Highlight. Auch wenn „Das Herz Ihrer Tochter“ für mich nicht ganz an „Beim Leben meiner Schwester“ heranreicht.


Wie immer gab es gegen Ende der Geschichte nochmal eine Wendung die mich allerdings diesmal nicht überrascht aber trotzdem Irgendwie schockiert hat, die aber im Endeffekt doch etwas zu lapidar abgehandelt wurde.

Mein Fazit: Das Buch hat mir nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut gefallen, wenn mir auch das Thema Religion einen zu großen Teil des Buches eigenommen hat.

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