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Commissario Brunettis erster Fall. Roman von Donna Leon (buch)
Kurzbeschreibung:
Pressestimmen:
Zusatzinformationen (Autorenportrait):
Rezension von Tikva aus Eislingen
Es beginnt mit dem letzten Akt einer Oper in Venedig. Die Zuschauer strömen in den Saal zurück und warten gespannt wie der Akt endet.
Doch der Dirigent kommt nicht, wird entschuldigt, und schon geht das Getuschel los.
Wenige Zeilen später ist Commissario Brunetti, der Hauptprotagonist, vor Ort. Der Dirigent ist tot.
Ich dachte, nun müsste es eigentlich losgehen: ermitteln, Zeugen befragen, Beweisen nachgehen usw., aber kaum was passiert.
Die Ermittlungen ziehen sich schleppend hin. Außer Zeugenbefragungen gibt es eigentlich keine anderen Tätigkeiten die der Commissario machen könnte.
Aber dadurch erfährt man vieles über den Toten. Wobei es größtenteils nur Oberflächliches oder gar Gerüchte sind.
Nur ganz langsam kann Brunetti sich ein Profil von dem Mann machen. Was er dabei erfährt, reicht bis in den 2. Weltkrieg zurück. Und er entdeckt auch eine gewisse Abneigung gegen manche Verhaltensweisen in seinem Leben.
Was die Arbeitsweise der italienischen Polizei angeht, ist sie wirklich so beschrieben wie wir sie kennen. Langsam und stockend, mit vielen Kaffee- oder Weinpausen dazwischen. Es gibt Tage, an denen Brunetti nur ein oder zwei Zeugen befragt und das wars.
Was mich sehr gestört hat, waren die italienischen Wörter, die in den Raum geworfen und nirgends erklärt werden. Sie machen die Geschichte zwar bildhafter und auch italienischer, aber wenn sie nirgends erläutert werden, ist das aus meiner Sicht ziemlich störend. Es ist deshalb auch teilweise schwierig der Geschichte zu folgen, da man sich daran aufhält.
Auch gewinnt die Geschichte sehr lange Zeit nicht richtig Fahrt, keine Spannung die steigt, keine Abwechslung. Das hat mich etwas enttäuscht.
In der zweiten Hälfte des Buches konnte ich mir dann langsam vorstellen, wer als Mörder in Frage käme und auch Brunettis Familie wird endlich etwas vorgestellt.
Doch ich täuschte mich, was den Mörder betraf und die Autorin hat mich am Ende doch noch überrascht!
Fazit:
Für meinen Geschmack leider etwas zu langatmig, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Dazu noch die italienischen Worte, die kaum übersetzt wurden, das alles bringt dem Krimi leider nur 3 Sterne ein.
1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Blacky (blacky-book@live.de) Top-10 Rezensent
Kurzbeschreibung
Skandal in Venedigs Opernhaus 'La Fenice': In der Pause vor dem letzten Akt der 'Traviata' wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel - Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.
Comissario Brunetti ist ein einmaliger , sehr sympathischer Ermittler.
In diesem Band bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten und der Mörder ist eine echte Überraschung
Donna Leon lässt den Leser an dem kompletten Leben des Commissarios teilnehmen und nicht nur an seiner Arbeit. Auch das ist einGrund der diesen Ermittler so sympathisch macht.
Die alltäglichen (privaten) Kleinigkeiten die Guido Brunetti so passieren, geschehen in (fast) jeder anderen Familie, was es dem Leser einfach macht sich mit dieser Familie zu identifizieren.
Reihenfolge der "Commissario Brunetti"-Bücher:
1 Venezianisches Finale
2 Endstation Venedig
3 Venezianische Scharade
4 Vendetta
5 Acqua alta
6 Sanft entschlafen
7 Nobilta
8 In Sachen Signora Brunetti
9 Feine Freunde
10 Das Gesetz der Lagune
11 Die dunkle Stunde der Serenissima
12 Verschwiegene Kanäle
13 Beweise, daß es böse ist
14 Blutige Steine
15 Wie durch ein dunkles Glas
16 Lasset die Kinder zu mir kommen
17 Das Mädchen seiner Träume
18 Schöner Schein
2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von CaWa - die Leseratte aus Hilden Top-100 Rezensent
Im ersten Fall Venezianisches Finale stirbt der deutsche Stardirigent Wellauer in der Pause vor dem letzten Akt der Oper La Traviata im Theater La Fenice. Sehr schnell steht fest, dass der Espresso des Dirigenten mit Zyankali vergiftet war.
Schon schnell wird dem sympathischen Ermittler, Commissaria Brunetti, klar: als Täter kommen nicht viele Personen in Verdacht, da der Bereich hinter der Bühne nicht ohne weiteres zugänglich ist. Somit konzentriert sich Brunetti bei seinen Nachforschungen in erster Linie auf das Theaterpersonal und das Ensemble konzentrieren.
Fazit: Der vergiftete Maestro wird von der Öffentlichkeit verehrt, ja geliebt, aber von allen, die mit ihm zusammenarbeiten mussten, gehasst. Motive für einen Mord findet Brunetti wirklich zahlreich.
Insgesamt plätschert die Erzählung etwas zu langsam vor sich hin und Brunetti wandert von einer Vernehmung zur nächsten. Dieser Umstand ist nfür den Leser etwas ermüdend.
Sehr positiv hervorzuheben ist die sehr gute Charakterisierung des Ermittlers Guido Brunetti. Diese sehr stark beschriebene Figur und die Sphäre Venedigs, die von jedem Venedigkenner als treffend bezeichnet werden muss, tragen wohl den Hauptanteil am Gelingen des Buches.
Lesenswert
1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Alexia Top-100 Rezensent
Vor dem letzten Akt der Oper "Traviata" wird der Dirigent tot in seiner Garderobe gefunden. Schnell ist klar, dass er durch Zyankali gestorben ist. Die Tätersuche gestaltet sich schwierig. Es zeigt sich, dass Wellauer ein Problem mit Homosexuellen und Lesben hatte, die es zur Genüge am Theater gibt. Außerdem hatte er, der Dirigent mit Weltruf, in den letzten Monaten an Klasse verloren und das Orchester nicht mehr im Griff... Alles in allem zeigt sich bei den Ermittlungen, dass Wellauer nicht gerade sympathisch und beliebt war.
"Venezianisches Finale" ist eine nette Lektüre. Mehr allerdings nicht. Commissario Brunetti ist sehr sympathisch und besticht durch seine feine Ironie. Liebenswert sind die Schilderungen seiner Familie, besonders die von seiner Frau Paola. Der Fall an sich ist langweilig. Es fehlt jegliche Spannung. Das Ende wirkt an den Haaren herbeigezogen und war ab einem gewissen Punkt vorhersehbar...
2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Mario Pf. aus Oberösterreich Top-10 Rezensent
Gerade der Debütroman eines neuen Autors / einer neuen Autorin kann über die Karriere entscheiden, so auch im Falle Donna Leons, deren Bücher grundsätzlich auf Englisch erstveröffentlicht werden und auf Italienisch nicht erscheinen sollen, damit die Venezianer, welche ihr als Inspirationsquelle dienen sich keine voreingenommene Meinung über sie bilden. Ihr Debüt wurde deshalb 1992 als Death at La Fenice veröffentlicht und aufgrund des Erfolges zum Beginn der Serie um den venezianischen Commissario Brunetti. Erst in den letzten Jahren veröffentlichte Leon Bücher die einmal nicht mit Brunetti zu tun hatten, sondern dem venezianischen Lebensgefühl gewidmet sind.
Im Vergleich ist Venedig ja eigentlich eine Stadt mit geringer Quote an Gewaltverbrechen und vor allem Morden, dennoch hat sein Beruf den Mordermittler Commissario Guido Brunetti schon seit langem verändert, als der weltberühmte Dirigent Helmut Wellauer mit Zyankali während einer kurzen Pause einer Vorstellung ermordet wird. Schnell finden sich die üblichen Verdächtigen und der Fall gerät in die Medien, weshalb sein Vorgesetzter Brunetti eindeutig klar macht, dass er im Falle schlechter Publicity persönlich zur Verantwortung gezogen wird. Doch die Ermittlungen gestalten sich als überaus schwierig, da es gerade nach dem Tod des Dirigenten kaum jemanden gibt der etwas nachteiliges über ihn sagen möchte, auch wenn die letzte Aufführung des Genies ein wahrer Flopp zu werden und etwas nicht mehr ganz mit ihm zu stimmen schien...
Es ist kaum zu glauben aber auch nach weit über 10 Jahren und Büchern scheint das Konzept von Commissario Brunetti noch derart zu funktionieren, dass alle Jahre wieder ein neuer Donna Leon-Roman aufgelegt wird. Ob die Serie dennoch Gefahr läuft anhand mangelnder Ideen irgendwann auszuleiern, lässt sich aus dem ersten Band leider nicht schließen. Was sich jedoch erkennen lässt ist Donna Leons Stil, der eindeutig nicht jedermanns Sache sein dürfte und weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Ein melancholischer Kommissar mit persönlichen Problemen? Vielleicht in Ansätzen, aber trotzdem weit davon entfernt. Die Versprechen vom Tiefsinn des Protagonisten Guido Brunetti werden schlicht nicht eingelöst, Brunetti bleibt einfach ein leicht verbitterter Mann, fast wie ein Nebencharakter in seiner eigenen Erzählung.
Was Donna Leon schon mehr zu liegen scheint als ihren Charakteren Leben einzuhauchen ist es über Venedig zu referieren, etwas bei dem sie sehr ins Schwärmen gerät, was sich jedoch nicht so sehr negativ auf die Spannung auswirkt, wie die Alltagserlebnisse des Commissarios, welche sich meist zwischen ihn und den Fall drängen. Spannung, ein Rätseln wer der Täter ist und warum er oder sie es getan hat, könnte man fast überlesen, wenn man kein Fan von Alltagsgeschichten ist. Und das ist das Gefühl dass Venezianisches Finale hinterlassen kann, ein Buch gelesen zu haben, dass nur hintergründig ein Krimi ist und eher eine Erzählung über die schönen und etwas dunkleren Seiten Venedigs aus der Sicht Guido Brunettis sein soll, wobei dessen Beruf von nachrangiger Bedeutung ist. Irritierend zudem wie vieler Italien-Klischees sich die Autorin als "Venezianerin" bedient.
Fazit:
Gelungener Venedig-Reiseführer, der nur wenig mit einem Kriminalroman zu tun hat, bis auf den Klappentext und Beruf des Protagonisten natürlich.
0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Walter M. aus Linz
Erst nachdem ich ein paar der Commissario Brunetti-Verfilmungen im TV gesehen habe, bin ich auf die Titelfigur der Donna Leon aufmerksam geworden. Der Ordnung halber begann ich diese der Reihe nach zu lesen. Die Geschichte selbst wirkt im Laufe ihrer Erzählung etwas konstruiert, die Erzählweise ist hierbei etwas zu langatmig geraten. Im Gegensatz dazu werden die wesentlichen Figuren des Romanes liebevoll beschrieben und die Venezianische Lebensart am Schauplatz Venedig kann der Leser förmlich einatmen. Fazit: Tragbare Handlung, liebenswürdige Charaktere und die Lagunenstadt als beeindruckende Kulisse!!
von einer Kundin oder einem Kunden
Schwarzweissmalerei ist nicht so ganz selten bei amerikanischen Autoren, ärgerlich ist es trotzdem, wenn generell Italiener als lebensfroh aber korrupt, Belgier als blass und blutarm, Deutsche als pedantisch und vergangenheitsverdrängend dargestellt werden. Hier leidet die Charakterdarstellung, die zumeist eher eindimensional bleibt. Ungewöhnlich ist auch, dass der tote Dirigent Wellauer ganz frappierend an Herbert von Karajan erinnert. Anscheinend war Donna Leon nicht gerade ein grosser Fan von ihm. Sprachlich ist der Krimi gut aufgebaut, auch wenn sowohl Leon als auch der Übersetzerin Elwenspoek (honeymoon = Honigmond ?!) kleine Fehler unterlaufen. Trotz allem ist der Krimi überaus spannend und interessant, teilweise sogar mitreißend. Insbesondere die Stadt Venedig sowie die Opernwelt werden eindrucksvoll dargestellt. Trotz der eingangs erwähnten Makel zählt das Buch für mich zu den absoluten Top-Krimis.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Dieser Kriminalroman begründete Donna Leons Erfolg mit Commissario Brunetti, der wohl zu einer ähnlich unverwechselbaren Figur wie Sherlock Holmes oder Hercule Poirot avancieren dürfte. Ein Geheimnis dieses Erfolges ist die Reduktion auf Typisches, und zugleich die Schwäche des Romans. Daß Brunetti dem Leser als Typ entgegentritt, ist per se nicht verwerflich, schließlich erwartet man dies von einem echten Krimi, bei dem es ja doch nur um den Plot geht. Ein wenig problematisch wirkt das nur in Verbindung mit Donna Leons stets spürbarer Attitüde, das Buch sei mehr als das, nämlich zugleich Gesellschaftskritik und Psychoananlyse. Dafür ist die Story einfach zu dünn und klischeebeladen. Daß das Buch dennoch italienischen Geist und Lebensfreude atmet, bereitet Freude beim Lesen. Amüsant ist auch ein Detail: Das Mordopfer, ein deutscher Stardirigent, ist deutlich als Herbert von Karajan-Parodie zu erkennen.
0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Das Debut von Donna Leon - ein neuer Stern am Krimi-Himmel geht auf! "Venezianisches Finale" entführt uns in die gleichnamigen Gefilde und macht uns mit Commissario Brunetti bekannt. Die Kulisse: Venedig mit all seinen Prachtbauten, Kanälen, Morgennebel - und der italienischen Lebensart. Der Tatort: Das Opernhaus von Venedig. Der Tatzeitpunkt: Die Pause vor dem letzten Akt von "La Traviata". Das Opfer: Der berühmte deutsche Dirigent Wellauer. Das Mittel: Zyankali. Und schon sind alle Zutaten gegeben für einen großartigen Kriminalroman, der uns in eine Welt mit venezianischem Flair entführt. Zum Glück nicht der letzte Fall von Commissario Brunetti!
von einer Kundin oder einem Kunden
Eine Opernpause, die schon viel zu lange dauert. Der Stardirigent liegt tot in seiner Garderobe. Erste Ermittlungen ergeben, daß sich Zyankali in seinem Kaffee befunden hat. Ein delikater Fall, immerhin steht Venedigs Ruf auf dem Spiel. Commissario Brunetti wird damit beauftragt und gerät in einen Sumpf aus Liebe, Haß und Rache, sexuellen Vorurteilen und Mißbrauch. Ein unterhaltsamer und spannender Krimi von Donna Leon, der eine Folge von weiteren Fällen des Commissario Brunettis einläutet.
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