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1311 Rezensionen
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9

Meine Rezensionen

buch

Betamännchen

Anne Weiss

Taschenbuch

Erschienen bei: Lübbe , 16.09.2014

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17.09.2014

„Hier lernen Sie die Betamännchen unter allen Aspekten kennen!”

Das ist ein sehr unterhaltsames, erzählendes Sachbuch von dem Duo Bonner und Weiss. Die Beiden haben schon viele Leser mit ihrem Buch "Generation Doof" erfreut und laufen auch hier bei den "Betamännchen" wieder zur Hochform auf! Sie beleuchten das Verhalten (oder Nichtverhalten?) des modernen Mannes (und somit auch der modernen Frau). Ich amüsiere mich beim Lesen, lerne (ziemlich) viel, finde Erlebtes und (wie peinlich!) auch eigenes Verhalten gespiegelt. Für Alle, die wissen wollen, wie "Männer heute ticken".

buch

111 Orte in der Oberfalz, die man gesehen haben muss

Bernd Flessner

Taschenbuch

Erschienen bei: Emons Verlag , 17.09.2014

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17.09.2014

„Tolle Tipps für tolle Ausflüge!”

Der Emons Verlag gibt eine richtig schöne Serie heraus: 111 Orte, die man gesehen haben muss. Egal, zu welchem Band ich bisher gegriffen habe, ich habe immer gute Vorschläge für richtig schöne Ausflüge bekommen. Jetzt freue ich mich schon auf den Japanischen Garten in Furth im Wald und auf den Obstlehrpfad in Tännesberg, z.B.

buch

Land der Gewohnheit

Ted Thompson

gebunden

Erschienen bei: Ullstein Verlag , 12.09.2014

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16.09.2014

„Wie ist es, wenn alle Lebenspläne den "Bach" runtergehen ?”

Thompson, gerade mal 34 Jahre alt, schreibt einen Roman über einen älteren, scheiternden Banker. In diesem Buch geht alles "den Bach runter". Beruf, Ehe, Familie (die ganz besonders!) und ich lese es mit Staunen, etwas Gruseln und viel Anteilnahme. Eine solide gearbeitete Geschichte. Beim Lesen kann ich mir ein paar Gedanken darüber machen, wo wir heute stehen, warum wir dort stehen und ob wir uns so verhalten wollen, wie wir es täglich praktizieren.

buch

Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir

Karine Giebel

gebunden

Erschienen bei: Berlin Verlag , 15.09.2014

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16.09.2014

„Eine neue Krimistimme aus Frankreich!”

Für Alle, die einen "richtigen" Psychokrimi wollen, ist dieser Titel bestens geeignet! Bildet Cloe sich nur ein, dass sie von einem "Schatten" verfolgt wird? Oder ist wirklich Jemand (unfassbar grausames) hinter ihr her?! Lesen Sie es nur, wenn Sie nicht heute Abend noch alleine aus dem Haus müssen!

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Tao Jie - Ein einfaches Leben

Deannie Yip

Erschienen bei: Koch Media , 28.08.2014

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15.09.2014

„Mit ihren Handbewegungen drückt Deanie Yip äußerst präzise alle Emotionen ihrer Figur aus.”

Wie Tao Jie (= Fräulein Jie, gespielt von Deanie Yip) am Telefon in Gelächter ausbricht, als ihr drei gestandene Männer ein Loblied auf ihre Kochkünste singen! Männer, die sie als Schulfreunde ihres "jungen Herrn" Roger Leung, schon als kleine Jungs kannte. Seit 60 Jahren arbeitet sie als Haus- und Kindermädchen in der Familie Leung. Sie kocht, putzt, wäscht, kauft ein und versorgte früher die Kinder. Bald erweist sie sich im Film als das heimliche Zentrum der Familie, die inzwischen in den USA lebt. Jetzt wohnen nur noch der junge Herr Roger, etwa Mitte vierzig, unverheiratet, Filmproduzent und Tao Jie gemeinsam in der Wohnung in Hongkong. Nach einem Schlaganfall verlangt Frl. Jie in "Ruhestand" und in ein Altenheim zu gehen. Die Misere in den Heimen scheint nicht nur in Europa ähnlich zu sein, sondern auch in anderen Erdteilen. Selbst wenn die eine oder andere Szene durchaus komisch daher kommt, merke ich an dem beklommenen Schweigen um mich herum (im Kino), wie genau die Regisseurin Ann Hui hier auch unsere Befürchtungen trifft. Und gleichzeitig begreift der "junge Herr", dass Tao Jie die "Seele" seiner Kindheit war. Alleine ihr Lachen beim Telefonieren zu hören und die Reaktion der Menschen um sie herum zu sehen, setzt einen solchen Gefühls- und Gedankenstrom beim Zuschauen frei, öffnet einen solch' großen Raum für die eigene Phantasie, dass es mich völlig verblüfft. Die Frage, ob ein Eisenwarenhändler nach "Fisch" riechen kann, hakt sich für längere Zeit in meinem Kopf fest! Das ist ein berührender, schöner Film.

buch

»Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand«

gebunden

Erschienen bei: Insel Verlag , 10.09.2014

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15.09.2014

„Bilder und Text: einfach perfekt!”

Nehmen Sie dieses Buch in die Hand, blättern Sie drin, lesen Sie sich fest und bewundern Sie die Bilder . Genießen Sie die eigentümliche Stimmung, die durch Bilder und Text hervorgerufen wird. Und lesen Sie bitte auch Ihren Kindern aus diesem Buch vor. Ich denke, es sollte in jedem Bücherregal stehen!

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Menschen am Fluss

Joan Didion

Taschenbuch

Erschienen bei: List TB. , 09.07.2014

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12.09.2014

„Hier werden eine Ehe und die dazu gehörigen Familien perfekt ausgeleuchtet.”

Ursprünglich ist dieses Erstlingswerk 1963 erschienen. Der Ullsteinverlag hat es dankenswerterweise neu aufgelegt. Didion erzählt die Geschichte einer Ehe, eines Mordes und zweier Familien. Klar und ruhig wie der Fluss in Kalifornien, an dem die beteiligten Menschen leben und mit genau denselben gefährlichen Unterströmungen, zieht dieser Roman seine Bahn. Es beginnt mit einem Mord: der Ehemann erschießt den Liebhaber seiner Frau und dann erfahren wir, wie es dazu kam. Und ob die Kategorien „Liebhaber“, „Ehepaar“ und „Familie“ so überhaupt stimmen. Ein sehr überzeugender Roman, der für mich (nach 51 Jahren!!) interessanter und frischer zu lesen ist, als so manche aktuelle Neuerscheinung.
Didion ist (von Anfang an) eine absolut sichere und souveräne Erzählerin, die ihr Handwerk perfekt beherrscht!

buch

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman

gebunden

Erschienen bei: Fischer Krüger , 21.08.2014

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12.09.2014

„Mal ehrlich, sind wir nicht alle ein bisschen Ove??”

Eine kleine Ortschaft in Schweden in der der verwitwete Nörgler Ove es allmählich satt hat, Falschparker aufzuschreiben und verschlossene Garagentore zu kontrollieren. Stattdessen hält er es für richtig, jetzt aus dem Leben zu gehen und seiner Frau zu folgen. Tja, genau dann zieht eine neue Nachbarsfamilie ein und Ove versinkt im Chaos! Sehr witzige, unterhaltsame Geschichte mit Tiefgang. Sind wir nicht alle ein bisschen Ove? Oder doch eher ein bisschen Parvaneh?
Viel Spaß beim Lesen!

buch

Geschenkt

Daniel Glattauer

gebunden

Erschienen bei: Zsolnay , 25.08.2014

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12.09.2014

„Die fast perfekte Vater-Sohn-Geschichte!”

Wenn Sie den rundherum schönen, spannenden, witzigen und anrührenden Unterhaltungsroman „Geschenkt“ von Daniel Glattauer gelesen haben, werden Sie sicher einen Heißhunger auf Butterbrote mit Schnittlauch verspüren. Das ist eine richtig schöne Vater-Sohn-Geschichte! ! Der ziemlich erfolglose Journalist Gerold Plassek erfährt nicht nur überraschend, dass er der Vater des 14jährigen Manuel ist, sondern soll auch noch dieses Kind (das nicht weiß, dass Plassek sein Vater ist!) mehrere Monate lang nachmittags betreuen. Manuels Mutter wird für eine Weile in Afrika arbeiten. Kaum sitzen die Beiden ziemlich lustlos und mufflig in Gerolds winzigem Büro, geht eine anonyme Spendenserie los. Manuel und sein Vater sind sehr schnell in diese geheimnisvolle Geldflut verwickelt. Wer dahinter steckt und was das alles auslöst, lässt Glattauer sich so perfekt vor mir entwickeln, dass ich allen Wegen, Finten und Fallen bis zum köstlichen Schluss zu gerne folge. Und ja, ich wünsche mir von ganzem Herzen eine Fortsetzung!! Nebenbei bemerkt, Manuels Fragemethode finde ich einfach genial! Probieren Sie sie mal aus. Außerdem würde ich mich SEHR freuen, wenn das Buch eine soziale Spendenwelle auslösen würde!

buch

Leben, Denken, Schauen

Siri Hustvedt

gebunden

Erschienen bei: Rowohlt Verlag , 07.03.2014

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12.09.2014

„463 Seiten, die zum (Nach-)denken anregen!”

Toller Essayband! Zwischen Gehirnforschung, Psychoanalyse, Kunstbetrachtungen, Leseerfahrungen und persönlichen Erinnerungen oszillierend. Wunderbar!! Hustvedt ist eine „beängstigend“ kluge, gebildete und sprachgewandte Autorin. Zu Herzen gehend fand ich den Aufsatz „Mein Vater/Ich“.
Insbesonders ihre Anmerkungen zum „Lesen heute“ auf S.116 und ihre Schlussfolgerung, um welche Bücher wir uns nicht bemühen sollten!! An Hustvedt begeistert mich ihre Lernbegier, ihre Lernfreude. Was ich damit meine? Das können Sie gut im Essay „Ausflüge zu den Inseln der Wenigen“ (S.159 ff) nachvollziehen.