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Fantasy auf höchstem Niveau

Arabella Noir , am 26.09.2012

Das ist Fantasy auf dem höchsten Level. J.R.R. Tolkien hat hier eine Welt geschaffen, die ihresgleichen sucht.
Gebirge, Täler, Wiesen, Moore, Seen ..... alles findet sich in dieser Welt wieder, detailreich beschrieben und absolut stimmig.

Hinzu kommen die Wesen, die in dieser Welt leben. Da gibt es Menschen, Elben, Orks, Zwerge und Hobbits. Jede Rasse hat ihre gut durchdachten Merkmale und Eigenschaften. Nichts hat der Autor hier dem Zufall überlassen. Mit viel Liebe zum Detail werden dann die Charaktere herausgeformt, die ihr Schicksal annehmen und das Unmögliche versuchen.

Hier jetzt auf alle Charaktere genauer einzugehen würde einfach den Rahmen sprengen, also versuche ich mich kurz zu halten.
Frodo, der Ringträger, ist ein kleiner Hobbit. Er ist so unerfahren, dass es schon wieder niedlich ist. Er macht sich auf die Reise und wächst mit den Umständen, die ihm das Schicksal auferlegt.
Hilfe bekommt er dabei von Sam, ebenfalls einem Hobbit und Frodo's Diener. Sam ist mutig und so überaus loyal, das man ihn einfach lieb haben muss.
Merry und Pippin, ebenfalls Hobbits, sind ein bisschen draufgängerisch. Sie geraten immer wieder in Schlamassel hinein, aus dem sie sich nur schwer wieder befreien können.
Dann hätten wir noch Gandalf, den Zauberer. Er scheint sehr weise zu sein und sein Alter ist nicht wirklich abschätzbar. Er steht treu zu einer Sache und gibt alles dafür.
Streicher, oder besser gesagt Aragorn, ist ein Waldläufer und kennt sich hervoragend in der Natur aus. In ihm schlummert so manche Überraschung.
Gimli, der Zwerg, ist ein eher mürriger und auch streitlustiger Geselle. Und doch bleibt er loyal an der Seite seiner Freunde.
Zu guter Letzt nenne ich noch Legolas, den Elb. Ausgeglichen und besonnen. Außerdem ein hervoragender Schütze mit Pfeil und Bogen.

Zur Story. Kurz gesagt, die Handlung ist sehr genau durchdacht. Alles fügt sich zu einem imposanten Gewebe zusammen. Dabei wechselt Spannung immer mal wieder mit erholsameren Phasen. Für mich war das sehr reizvoll. Denn trotz dieser ruhigeren Abschnitte wird die Handlung konsequent voran getrieben und es kann einfach keine Langeweile aufkommen.

Der Schreibstil ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Zum einen sollte man aber nicht vergessen, dass die Bücher bereits zwischen 1936 und 1949 geschrieben wurden und zum anderen man sich mit ein bisschen Geduld sehr schnell reinlesen kann. Die Sätze sind gut durchdacht und der Schreibstil recht flüssig.
Die Kapitel sind stellenweise sehr lang, was mich allerdings nicht weiter gestört hat, da sie immer wieder von kleineren Abschnitten unterbrochen sind. Also auch hier kein Grund abgeschreckt zu sein.

Im Buch gibt es zwei Karten, die dem Leser das Verständnis für die gesamte Welt näher bringen. Man kann dadurch sehr genau verfolgen, wo sich die Gefährten zu welcher Zeit aufhalten.
Außerdem werden die Schriften der Völker teilweise im Text mit dargestellt und eine Übersetzung dafür geliefert.
Und im ganzen Buch findet man Gedichte.

Ich kann also voller Überzeugung sagen, dass es sich lohnt, dieses Buch zu lesen. Man sollte sich definitiv von dieser imposanten Welt gefangen nehmen lassen und mit Frodo durch Mittelerde wandern. Es lohnt sich!

Der Herr der Ringe - Die Gefährten Neuausgabe 2012
von J. R. R. Tolkien
(18)
Buch (Taschenbuch)
14,95

Idee Top .... Umsetzung Flop

Arabella Noir , am 26.09.2012

Aaaalso, ich hatte mich ja sehr auf das Buch gefreut .... und nun?

Ich weiß auch nicht. Hier eine ordentliche Meinung zu haben ist gar nicht so leicht.

Zuerst einmal finde ich die Idee schön. Vampire gegen Drachen - wer wird wohl stärker sein? Dieser Vergleich birgt viele Möglichkeiten. Nur leider ist das gegeneinander in diesem Buch ziemlich schlecht weggekommen. Zwar gab es ein paar kleinere Kämpfe, aber so richtig zur Sache ging es nie.

Aber ok, ich hab ja kein Action-Buch erwartet. Sollte also nicht weiter schlimm sein. Was mich dann aber doch gestört hat war, dass man die beiden Völker nicht wirklich kennen lernt. Zwar bekommt man immer mal ein paar Bröckchen hingeworfen, aber das man die Welt des Buches richtig versteht - Fehlanzeige. Das hat mich dann doch etwas enttäuscht.

Und was dem ganzen dann noch die Krone aufsetzt sind die relativ farblosen Charaktere. Die einzigen, die wir etwas näher kennenlernen sind Declan und Alexia. Was aber auch sehr schnell langweilig wird, da die beiden nur Augen füreinander haben. Als Beispiel ... Declan, König der Drachen, liegt nach der Folter schwer verletzt im Kerker der Feinde und hat keine Aussicht darauf, jemals lebend zu entkommen. An was denkt der Gute .... an Alexia!

Aber schön, jedem das Seine. Ich mag es ja, wenn es auch mal bissl schnulzig wird. Und von der Liebe bekommen wir in diesem Buch mehr als genug. Die beiden sind richtige Turteltauben.

Zur Handlung sei gesagt, dass sie keine wirklichen Überraschungen parat hat. Es ist alles ziemlich vorhersehbar. Es gibt keine richtigen Highlights in der Story. Fand ich sehr schade, denn aus der Idee hätte man sehr viel machen können.

Der Schreibstil ist flüssig und die Sätze gut strukturiert. Man kommt schnell in einen Lesefluss und kann daher das Buch auch in kürzester Zeit lesen. Die Kapitel sind nicht zu lang was einem das Lesen ebenfalls erleichtert.

Das Cover zeigt ein eng umschlungenes nacktes Pärchen, was schon ein deutlicher Hinweis auf den Inhalt des Buches ist. Der Hintergrund ist eine mittelalterliche Burg und ein nach Feuer anmutender Himmel. Schön anzusehen und passend für den Inhalt.
Im Buch selbst gibt es außer den Anfangsbuchstaben eines Kapitels keinerlei weitere Verschönerungen. Schlicht und elegant.

Um es also im Fazit noch einmal auf den Punkt zu bringen. Das Buch ist eine kurzweilige und einfache Lektüre für zwischendurch, jedoch nichts für Leute, die eine rasante Handlung, eine gut durchdachte Welt und starke Charaktere bevorzugen.

Der letzte Drachenlord
von Meagan Hatfield
(3)
Buch (Taschenbuch)
8,99