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Gefährten

Gefährten

Freundschaft überwindet alle Grenzen von Michael Morpurgo (buch)

"Es gibt also keinen Weg?", fragte Albert. "Ich kann nichts tun?" "Nichts", sagte Captain Nicholls. "Dein Pferd gehört jetzt der Armee und du bist zu jung, um dich einzuschreiben. Mach dir keine Sorgen - wir kümmern uns um Joey. Ich selbst werde ein Auge auf ihn haben, das ... weiterlesen
  • buch.de-Verkaufsrang:3.957
  • ISBN-10:3-551-31121-8
  • EAN:9783551311214
  • Erscheinungstermin:Januar 2012
  • Verlag:Carlsen
  • Einband:Taschenbuch
  • OriginaltitelWar Horse
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:1. Auflage
  • Seiten:173
  • Gewicht:202 g
  • Altersempfehlung:ab 12 Jahre
  • Übersetzer:Klaus Fritz

Kurzbeschreibung:

"Es gibt also keinen Weg?", fragte Albert. "Ich kann nichts tun?"
"Nichts", sagte Captain Nicholls. "Dein Pferd gehört jetzt der Armee und du bist zu jung, um dich einzuschreiben. Mach dir keine Sorgen - wir kümmern uns um Joey. Ich selbst werde ein Auge auf ihn haben, das verspreche ich dir."

"Gefährten" erzählt die bewegende Geschichte des Pferdes Joey, das 1914 an die Armee verkauft wird. Joey erlebt an vorderster Front die Schrecken des Ersten Weltkrieges, doch auch in den schwersten Stunden berührt er mit seinem Mut und seiner Zähigkeit die Menschen um ihn herum.
Michael Morpurgo:
Michael Morpurgo, geboren 1943 in London; lange Zeit tätig als Lehrer, bevor er mit seiner Frau in Devon das Projekt "Bauernhöfe für Stadtkinder" ins Leben rief, das sie inzwischen seit über zwanzig Jahren leiten. Zahlreiche Kinderbuch-Veröffentlichungen, davon diverse ausgezeichnet.
Klaus Fritz:
Klaus Fritz, geb. 1946, ist Diplomsoziologe und promovierter Philosoph. Er arbeitet als freier Journalist und ist außerdem im sozialen Projektmanagement tätig.
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„Gefühlsvoller geht´s nicht!”

17.02.2012

von einer Kundin oder einem Kunden aus Senden

Dieses Buch beschreibt, wie sehr eine tiefe innere Bindung zwischen einen Menschen und einem Tier bestehen kann. Das Buch ist mit so viel Gefühl und Spannung geschrieben, das auch ab und zu ein paar Tränen fallen.

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„Bekanntes Thema aus ungewöhnlicher Perspektive”

19.01.2012

von einer Kundin oder einem Kunden aus Gründau

Michael Morpurgos Roman "Gefährten" erzählt die Geschichte des jungen Hengstes Joey, der zu Beginn des Ersten Weltkriegs gegen den Willen seines jungen Herrn Albert an die Armee verkauft und zum Kavalleriepferd ausgebildet wird. Im Laufe des Krieges erlebt Joey eine Vielzahl an Kriegsschauplätzen, wechselt häufig den Besitzer, erfährt Leid, Elend, aber auch innige Fürsorge und Freundschaften und wird vom Versprechen seines ersten Herrn getragen, dass beide sich eines Tages wiedersehen werden.

Michael Morpurgos Roman ist nicht in erster Linie Kriegsdrama oder historisches Jugendbuch und besticht auch nicht durch eine Masse spannungsgeladener Höhepunkte. Faszinierend und fesselnd ist vielmehr in erster Linie die außergewöhnliche Perspektive des Buches: Die gesamte Handlung wird aus der Sicht Joeys erzählt, der Leser nimmt das Geschehen durchweg durch die Augen des Pferdes wahr.

Was zunächst ungewöhnlich und befremdlich klingt, entwickelt im Laufe der Geschichte einen ganz eigenen Reiz. Morpurgo gelingt es, die Präsentation der Handlung aus Pferdeperspektive absolut authentisch erscheinen zu lassen - Joey fungiert als Ich-Erzähler, ist aber als literarische Figur in keiner Weise anthropomorphisiert; weder spricht er zu Menschen oder anderen Tieren, noch werden ihm sonstige menschliche Eigenschaften oder Denkweisen zugeschrieben.

Entsprechend verlagert sich auch der Fokus auf die Handlung: Nicht Kriegsereignisse, Militärstrategien oder menschliche Schicksale und auch keine philosophischen Betrachtungen über die Sinnlosigkeit des Krieges stehen im Mittelpunkt des Romans. Der Horizont des Lesers ist vielmehr der des Pferdes - auch wenn die äußeren Umstände Joeys Schicksal bestimmen, wird über historische Ereignisse und Zusammenhänge nicht mehr berichtet, als einem Pferd davon plausibel bewusst sein könnte. Joey beschreibt vielmehr einzelne Gefechte aus seiner Perspektive; lange Fußmärsche, Kargheit an Futter, gute oder schlechte Fürsorge und teilweise sehr innige Beziehungen zwischen Pferd und Reiter - insbesondere auch die stets präsente Erinnerung an die besondere Verbindung Joeys zu seinem ersten Herrn Albert - bilden den Kern des Romans. Dieser Blickwinkel auf den Krieg mag aus historischer Sicht oberflächlich wirken, gewinnt aber seinen Reiz gerade daraus, dass er die subtilen, unterschwelligen Nuancen des Geschehens einfängt, die häufig Tiere eher zu spüren scheinen als Menschen.

Ein interessantes Buch, das ein bereits häufig bearbeitetes Thema aus einer neuen Perspektive zeigt. Die besondere Freundschaft zwischen Joey und Albert, die die Handlung des Romans prägt und vorantreibt, ist durchaus originell; darüber hinaus jedoch vermag der Roman weniger durch inhaltliche Höhepunkte als vielmehr durch seine ungewöhnliche Herangehensweise an die präsentierte Geschichte zu fesseln.

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