Ein angesehener Mann

Roman

(36)
Ausgezeichnet mit dem Endeavour Historical Dagger für den besten historischen Kriminalroman des Jahres

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

Rezension
"Ein großartiger Einstieg in eine neue historische Kriminalserie." Hamburger Abendblatt
Portrait
Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 10.07.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42173-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,8/12,4/4,3 cm
Gewicht 440 g
Originaltitel A Rising Man
Übersetzer Jens Plassmann
Verkaufsrang 5.966
Buch (Klappenbroschur)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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Ein angesehener Mann, welcher mich nicht überzeugen konnte
von Rosa | Buchgeschnipsel am 01.11.2017

Das Cover ist wunderschön. Die Farben sind perfekt abgestimmt und im Licht schimmert die Schrift einem entgegen. Wenn man die erste Seite des Covers aufklappt, sieht man eine Karte Kalkuttas im Jahre 1991. Das Hilft beim Lesen enorm die einzelnen Schauplätze vor Augen zu bringen, und nachzuvollziehen wo unser... Das Cover ist wunderschön. Die Farben sind perfekt abgestimmt und im Licht schimmert die Schrift einem entgegen. Wenn man die erste Seite des Covers aufklappt, sieht man eine Karte Kalkuttas im Jahre 1991. Das Hilft beim Lesen enorm die einzelnen Schauplätze vor Augen zu bringen, und nachzuvollziehen wo unser Ermittler denn nun hingewandert ist. Ich muss gestehen bisher keinen historischen Kriminalroman gelesen zu haben und vielleicht fiel es mir deshalb so schwer mich in die einzelnen Charaktere zu versetzen und mir die Szenarien bildlich vorzustellen. Die Handlung an sich zieht sich extrem in die Länge, nach knapp 300 Seiten sind wir keinen Schritt vorwärts gekommen. Wir sprechen mit einzelnen Personen die in den Mord verwickelt sein könnten, aber kommen nicht auf den Punkt (lustigerweise merkt das Sam dann auch selbst höhö). Ich habe nicht immer zwischen einer ruhigen und einer „Action“-Szene unterscheiden können, meistens wusste ich noch nicht einmal in welchem Ton die Szene sich gerade abspielte. Das hat alles noch etwas trockener gemacht. Sam scheint wie jeder Ermittler eine schwierige Vergangenheit zu haben. Während der ersten hundert Seiten bekommen wir etwas von seiner Leidensgeschichte mit. Wie so manch anderer Ermittler der Bücher- und Serienwelt hat er mit Abhängigkeiten zu kämpfen, welche ihn durch die Nacht bringen. Sein Charakter ist sehr interessant und das ist leider auch der einzige spannende Punkt den ich hier zu vergeben habe. Für mich persönlich war es kein aufregendes Buch, deshalb würde ich es nur jemandem empfehlen, der auch wirklich sehr gerne historische Romane liest, denn wenn man erst nach dreihundert Seiten in die Gänge kommt, ist das schon ein wenig spät.

4,5 Sterne für ein gelungenes Debüt!
von Mrs. HenryFitzroy aus Wilhelmshaven am 17.09.2017

Das Cover hat mich sofort festgehalten. Da hatte ich sofort ein Bild vom alten Indien im Kopf. Und genau da spielt die Geschichte auch, Anfang des 20. Jahrhunderts in Kalkutta. Laut Klappentext hört sich das Buch nach einem Krimi an, das ist es auch – aber nicht nur. Vorne steht „Roman“ drauf, ist... Das Cover hat mich sofort festgehalten. Da hatte ich sofort ein Bild vom alten Indien im Kopf. Und genau da spielt die Geschichte auch, Anfang des 20. Jahrhunderts in Kalkutta. Laut Klappentext hört sich das Buch nach einem Krimi an, das ist es auch – aber nicht nur. Vorne steht „Roman“ drauf, ist es auch – aber nicht nur. Ich würde es einen Roman mit Kriminalfall nennen. Ein Roman, weil die Geschichte viel von Kalkutta in der damaligen Zeit erzählt mit all ihren Eigenschaften. Ein Kalkutta, das immer noch von Briten vertreten wird aber selbst schon im Aufbruch ist. Der Ruf nach Unabhängigkeit wird immer größer aber noch haben die Briten die behördliche Verwaltung und das Gesetzt in der Hand. Es brodelt zwar schon unterschwellig in der einheimischen Bevölkerung, aber noch hat das Empire Oberwasser. Aber vielleicht auch nicht mehr so, wie es die Briten glauben? Denn da ist ja auch noch der Mord an einen leitenden Angestellten der Verwaltungsbehörde. Der trotz des Romananteils gleichwertig seinen Anteil an der Geschichte hat. Er ist immer gegenwärtig und beides – der Roman und der Krimi – verbinden sich perfekt. Das Buch konnte mich von Anfang an fesseln und beginnt auch gleich mit dem Fund der Leiche, also kein unnötiges Vorabgeschwafel. Die Ermittlungen fangen somit gleich an. Als Neuling soll Sam den Fall leiten, er merkt aber schnell dass die Uhren in Kalkutta und allgemein in Indien anders ticken. Nicht nur das die Einheimischen nicht gerade kooperativ sind, merkt er auch das in den eigenen Reihen nicht alles so läuft wie es den Anschein hat. Jeder in der Hierarchie des Empire scheint seine eigenen Ansichten und Methoden zu haben, was für den Fall nicht unbedingt immer hilfreich ist. Sam muss sich nicht nur an das schwer zu ertragende Klima des Landes gewöhnen und einen Mord aufklären, er muss auch schnell feststellen das er nicht in jeder Hinsicht Unterstützung findet. Weder bei den Einheimischen, noch bei den eigenen Leuten. Wird er trotzdem den Fall lösen können? Und wenn ja, was wird der Mord noch alles aufdecken? Die Fragen wurden mir am Ende alle beantwortet! Der Autor hat es geschafft, das in meinem Kopf das Buch in einem Film umgewandelt wurde. Die Figuren waren für mich alle glaubwürdig und ich konnte gut in die Geschichte abtauchen. Sam Wyndham, dessen Hintergrund man nach und nach erfährt – Ein Charakter mit Ecken und Kanten, der seine eigenen „Monster“ noch mit sich herumträgt. Seinen unmittelbaren Vorgesetzten und einige andere der Behörde, die auch nicht immer so können wie sie gerne wollen. Und vor allem ist da der indische Sergeant Banerjee. Surrendranath Banerjee, genannt „Surender-not“, weil keiner seinen Namen richtig aussprechen kann. Er ist der engste Mitarbeiter von Sam, mehr als Laufbursche von den anderen gedacht, aber Sam merkt schon bald dass in Surender-not mehr steckt. Aber auch zu den Einheimischen im Polizeidienst haben die Oberen der Behörden eine eigene Meinung… (Neben Sam ist Surender-not mein Lieblings-Charakter!) Das Buch war durchweg interessant und spannend zu lesen. Die Konflikte an allen Seiten des Landes, insbesondere Kalkutta. Die Einheimischen, die im Untergrund schon aufbegehren. Die Behördenwillkür, die jeden treffen kann. Jeder will das Beste für sich rausholen und dabei die Oberhand über das Land und seine Bewohner behalten – oder wiedererlangen. Da wird vertuscht und intrigiert nach allen Seiten – und der Ermittler Sam sitzt quasi zwischen allen Stühlen. Natürlich bleibt diese Geschichte nicht frei von Rassendenken, aber so war es in der Zeit und alles andere wäre auch mehr als unglaubwürdig gewesen. Was mich allerdings gestört hat, waren die eingestreuten indischen Wörter. Nicht jeder weiß dass ein „Lathe“ der Polizeistock der indischen Polizisten ist. Ein „Punkah“ der große Fächer an der Decke ist. Und so gibt es noch einige andere Begriffe, die zwar nur verstreut auftauchen und nie Überhand nehmen, die aber nicht erklärt werden. Ein Glossar hinten im Buch wäre da sicher hilfreich gewesen! Mir persönlich hat es nicht gestört, da ich schon viele indische Geschichten gelesen habe. Die kurzen, in der wörtlichen Rede fallenden Worte erklären sich durch die Gesamtheit des Satzes, denn Bengali ist mir auch nicht so geläufig wie Hindi und ich hab trotzdem alles verstanden. Aber nicht jeder hat schon so viele indische Geschichten gelesen wie ich und könnte damit Schwierigkeiten haben und deswegen würde ich hier auch einen halben Punkt abziehen. Gut fand ich aber die im vorderen Deckel abgedruckte Karte mit den ganzen Orten wo die Geschichte stattfindet. So kann der Leser sich auch im dichten Straßengewirr Kalkuttas orientierten. Mein Fazit: Über 500 Seiten eine spannende und bildreiche Geschichte aus dem alten Kalkutta (heute Kolkata). Intrigen und Verschleierung sind hier genauso zu finden wie Mut und Vertrauen. Ein Schreibstil der mich fesseln konnte, mit einer glaubhaften Geschichte, die mich gespannt auf Sam Wynhams 2. Fall warten lässt!

spannender, historischer Kriminalroman
von Manuela Pfleger am 30.08.2017

Durch Zufall bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und nachdem ich den Klappentext durchgelesen habe, war mir klar, dieses Buch muss ich lesen. Es handelt sich hierbei um einen historischen Krimiroman, der leicht, locker und flott zu lesen ist. Der Schreibstil ist sehr spannend und obwohl ich mich... Durch Zufall bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und nachdem ich den Klappentext durchgelesen habe, war mir klar, dieses Buch muss ich lesen. Es handelt sich hierbei um einen historischen Krimiroman, der leicht, locker und flott zu lesen ist. Der Schreibstil ist sehr spannend und obwohl ich mich Anfang ein wenig schwer tat, in die Geschichte hineinzufinden, war ich aber Kapitel 3 voll dabei und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut, dass mir als Leserin niemals langweilig wurde und ich immer wieder überrascht geworden bin. Sam Wyndham, der kein glückliches Privatleben hat, ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, denn er zeigt Stärke aber auch Schwäche. Dennoch ist Sam mir als Ermittler sehr sympathisch und der Autor hat es verstanden, dem Leser die Chance zu geben, in dem Fall ermitteln zu können, denn bis zum Ende, wusste ich nicht, wer der Täter sein könnte. Die Handlungsorte und Figuren sind bildlich vorstellbar, dass es mir gelang, ein persönliches Kopfkino einzuschalten. Erzählt wird aus der Sicht von Sam und in der ICH-Form, was es noch leichter macht, in das Buch einzutauchen. Auf den nächsten Band bin ich schon sehr gespannt, denn die Mischung aus historischem und Krimi, ist einfach genial für mich. "Ein mitreißender, historischer Kriminalroman, der einen Spannungsbogen hat, dass dem Leser nie langweilig wird. Ein Ermittler, den man einfach nur sympathisch finden kann, denn wer ist schon perfekt?. Absolut Lesenswert und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band."


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