Raus aus der Demenz-Falle!

Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte des Gehirns rechtzeitig zu aktivieren

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Demenz ist kein Schicksal.



Die aktuelle Demenz-Forschung ist der Überzeugung, dass Demenz durch altersbedingte Abbauprozesse und Ablagerungen im Gehirn verursacht wird. Leicht verständlich und mit überzeugenden Argumenten macht Gerald Hüther, einer der führenden Hirnforscher, deutlich, dass diese im letzten Jahrhundert entwickelte Vorstellung nicht nur unzutreffend ist. Sie hat auch den Blick für das Phänomen verstellt, das tatsächlich für die Herausbildung von Demenz verantwortlich ist: die Unterdrückung der normalerweise bis ins hohe Alter vorhandenen Regenerations- und Kompensationsfähigkeit des Gehirns. Dieses neuroplastische Potential verlieren wir aber fast alle zwangsläufig in einer Welt, in der uns die Freude am eigenen Entdecken und am gemeinsamen Gestalten beim Älterwerden zunehmend abhandenkommt.




Portrait
Gerald Hüther zählt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Er ist Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung. Praktisch befasst er sich im Rahmen verschiedener Initiativen und Projekte mit der Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung der in uns Menschen angelegten Möglichkeiten. Er schreibt Sachbücher, hält Vorträge, organisiert Kongresse, arbeitet als Berater für Politiker und Unternehmer und ist häufiger Gesprächsgast in Rundfunk und Fernsehen. Er versteht sich als „Brückenbauer“ zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlicher bzw. individueller Lebenspraxis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 02.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-34209-9
Verlag Arkana Verlag
Maße (L/B/H) 224/142/18 mm
Gewicht 286
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 1.753
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Kundenbewertungen


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Raus aus der Demenzfalle
von einer Kundin/einem Kunden aus Lüdinghausen am 16.10.2017

Ein äußerst beeindruckendes Buch! Der Inhalt wissenschaftlich fundiert und gut nachvollziehbar. Bietet gute Anregungen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensführung- und einstellung - nicht nur in Bezug auf Demenz. Ein Buch, das mich überzeugt und begeistert hat!!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Aktiv bleiben
von S.A.W aus Salzburg am 18.11.2017

Das ist kurz gesagt Gerald Hüthers Rezept gegen Demenz. Und er hat völlig Recht. Warum kommt bei Dirigenten und Schauspielern, die bis ins hohe Alter ihren Beruf mit Freude ausüben, Demenz kaum vor? Vor kurzem ist Nikolaus Harnoncourt gestorben, wenige Wochen vor seinem Tod hat er noch große Konzerte dirigiert... Das ist kurz gesagt Gerald Hüthers Rezept gegen Demenz. Und er hat völlig Recht. Warum kommt bei Dirigenten und Schauspielern, die bis ins hohe Alter ihren Beruf mit Freude ausüben, Demenz kaum vor? Vor kurzem ist Nikolaus Harnoncourt gestorben, wenige Wochen vor seinem Tod hat er noch große Konzerte dirigiert und war der berühmteste Dirigent Österreichs. Warum trifft Demenz vor allem Leute, die keinen Sinn im Leben, keine Kontakte und keine befriedigende Tätigkeit mehr haben? Diese Fragen sind entscheidend für die richtige Antwort auf die Frage, wie man Demenz vorbeugen kann. Bereits vor 20 Jahren berichtete ein Demenzforscher auf einem Psychologenkongress, dass regelmäßiges Kreislauftraining und regelmäßiges Gehirnjogging Demenz wenn nicht verhindern, so auf jeden Fall im Verlauf bremsen könne. Dies war damals schon richtig, widersprach aber der medizinischen Lehre, der ich als junger Psychologe in der Psychiatrie folgen sollte. Nervenzellen können sich nicht erneuern und können sich nicht neu bilden. Was einmal abgestorben ist, verringert die Kapazität des Gehirns. Demenz ist also ein unaufhaltsamer degenerativer Prozess. Dies wurde durch schadhafte Glia- u Stützzellen bei Dementen scheinbar bestätigt. Einen ersten Riss bekam diese Theorie durch die Untersuchung von Nonnen, die ähnlich abgebaute Hirnzellen wie Demente hatte, geistig aber noch völlig normal waren, da sie in ihrer täglichen Routine ihr Gehirn mit Gebeten, Gesängen und caritativer Arbeit forderten. In den letzten 20 Jahren hat die Hirnforschung alle Dogmen über den Haufen geworfen. Man spricht heute von Neuroplastizität bis ins hohe Alter, neue Nervenzellen bilden sich ständig im Hippocampus, neue Synapsen wachsen, wenn sie gebraucht werden. Das Gehirn wächst also ständig und vor allem dort, wo es gefordert wird. Am besten wachsen die Nervenmodule bei Tätigkeiten, die man mit Begeisterung im Flow trainiert. Deswegen werden Menschen, die im hohen Altern noch mit Begeisterung ihren Lieblingstätigkeiten nachgehen nicht dement. Das hat eine radikale Konsequenz: Wenn wir dem Gesundheitssystem die horrenden Kosten von Millionen Demenzkranken ersparen wollen, müssen alle Menschen lernen, noch möglichst vor der Pensionierung Lieblingstätigkeiten zu finden, die sie zum Lebensinhalt bis ins hohe Alter machen können. Am besten wäre natürlich, diese Tätigkeiten schon als Beruf so zu leben, dass man gar nicht mehr damit aufhören möchte. Erfolgreichen Künstlern gelingt das in der Regel, weswegen mir auch kein dementer Kunstschaffender einfällt. Gerald Hüther bringt diesen Argumentationsstrang mit Überzeugung und wissenschaftlicher Akribie. siehe auch Opelt, R: Zaubere dein Leben. Czernin 2006

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