Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

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Wir leben in aufgewühlten und aufwühlenden Zeiten, die Grundlagen unseres bisherigen Zusammenlebens sind bedroht: Zeit, sich wieder einmal ein paar wichtige Fragen zu stellen.
Was bedeutet es eigentlich für jeden Einzelnen, wenn Lüge, Rücksichtslosigkeit und Niedertracht an die Macht drängen oder sie schon errungen haben? Wenn so erfolgreich in der Öffentlichkeit gegen alle bekannten Regeln des Anstands verstoßen wird? Was heißt unter diesen Bedingungen genau: ein anständiges Leben zu führen?
Axel Hackes Buch ist kein Pamphlet, denn Pamphlete gibt es genug; es ist vielmehr ein assoziatives Nachdenken über das Zusammenleben der Menschen und die schon von Anton Tschechow gestellte Frage: »Warum leben wir nicht so, wie wir leben könnten?« Es ist ein Plädoyer dafür, die Antwort erst einmal nicht bei anderen, sondern bei sich selbst zu suchen – und dabei vielleicht am Ende ein wenig Demut, auch etwas Neugier auf andere zu entdecken. Denn vermutlich geht es in unserer komplizierten Welt zuallererst nicht um die Lösung aller Probleme. Die hat ohnehin keiner, und wer so tut, als hätte er sie, dem sollte man misstrauen. Sondern es gilt, eben diese Tatsache mit Anstand zu ertragen und sich dabei mit der großen und immer neu zu stellenden Frage zu beschäftigen: Wie wollen wir eigentlich miteinander umgehen?
Portrait
Axel Hacke wurde 1956 in Braunschweig geboren und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Reporter und "Streiflicht"-Autor bei der "Süddeutschen Zeitung", für deren Magazin er bis heute unter dem Titel "Das Beste aus aller Welt" seit Jahren eine viel gelesene Alltagskolumne schreibt. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Joseph-Roth-Preis (1987), Egon-Erwin-Kisch-Preis (1987 und 1990) und Theodor-Wolff-Preis (1990). Hackes Bücher, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 189
Erscheinungsdatum 30.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95614-200-0
Verlag Antje Kunstmann
Maße (L/B/H) 172/119/23 mm
Gewicht 221
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 192
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Ein must-have Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am 17.11.2017

Inhalt: Wir leben in schwierigen Zeiten. Jeder von uns kennt Situation, wo er selber oder andere völlig unangemessen angepöbelt werden, mit einer Aggressivität, die uns die Sprache verschlägt. Axel Hacke nimmt sich in diesem Buch der schwierigen Frage über den Anstand an. Erstmal muss überhaupt geklärt werden, was ist denn Anstand? Seine Erläuterungen, Gedanken... Inhalt: Wir leben in schwierigen Zeiten. Jeder von uns kennt Situation, wo er selber oder andere völlig unangemessen angepöbelt werden, mit einer Aggressivität, die uns die Sprache verschlägt. Axel Hacke nimmt sich in diesem Buch der schwierigen Frage über den Anstand an. Erstmal muss überhaupt geklärt werden, was ist denn Anstand? Seine Erläuterungen, Gedanken und Analysen kleidet er in ein Gespräch mit einem Freund. Was für Auswirkungen hat die Globalisierung und das Internet auf den Menschen? Gab es nicht schon immer Leute, die Parolen rausgehauen haben? Was hat sich verändert, das wir es plötzlich so deutlich und überall mitbekommen? Warum sind die Pöbler wie sie sind? Warum hauen sie mit einer solchen Aggressivität um sich? Und was können wir gegen all das tun? So wohl im Internet als auch ganz allgemein? Meine Meinung: Ein ganz wunderbares Buch, das erklärt und nachdenklich macht. Mir persönlich hat es sehr geholfen, den Frust- und Wutbürger besser zu verstehen. Ja, ich möchte sogar sagen, es hat mir geholfen, Mitgefühl zu entwickeln. Generell bin ich ja ein sehr empathischer Mensch, aber auf Intoleranz habe ich bisher immer nur mit Intoleranz reagiert. Das hat sich verändert. Ich denke jetzt eher: "Du arme Socke!". Unteranderem haben mir dabei zwei Aspekte des Buches gut geholfen. "Weil wir, ich sag`s schon wieder, in einer komplizierten Welt leben, in der im Riesenraum des Internets und der Globalisierung dauernd Dinge zusammenstoßen, die andernfalls irgendwie easy aneinander vorbeischweben würden. Und weil es eben ein Unterschied ist, ob man sich gegenüber sitzt und sich die Dinge ins Gesicht sagen muss oder man über seine Computertastatur gebeugt mal eben etwas in den Raum hinauströtet, und dann Kaffee kochen geht und die Sache vergisst, während der andere einen Eisbeutel auf die Beule legt, die ihm mit der erwähnten Rassismus-Keule geschlagen worden ist, oder wutschäumend eine Antwort verfasst, die der erste aber schon nicht mehr liest, weil er, wie gesagt, Kaffee kocht und dann seine Mutter anrufen muss.Und aus dem Baumarkt muss er ja auch noch was besorgen." Zusammen mit Axel Hackes Erläuterungen, warum Menschen ihre Keule mal in die Runde werfen, ziehe ich für mich die Schlussfolgerung daraus: Lass den anderen wüten, er meint nicht mich. Und wenn die Keule angeflogen kommt, gehe einfach einen Schritt zu Seite. Den er sitzt eh schon nicht mehr hinter dem PC. (Als Anmerkung: Die Rede ist von dem einfach Wutbürger, nicht von waschechten Nazis, die Asylantenheime abfackeln.) Der zweite Aspekt, der mir geholfen hat, hat ebenfalls mit meinem gewachsenem Verständnis zu tun, warum manche Menschen aggressiv sind. Viele sind überfordert mit unsere neuen Welt, fühlen sich verunsichert und ausgeliefert. Da es mir nicht so geht, kann ich es mir doch eigentlich leisten, etwas Nachsicht zu üben, wenn ich beim Bäcker angerempelt werde, statt gleich zurück zu meckern. " "Ich meine nicht nur >in Notsituationen<, ich meine ganz grundsätzlich: immer erst einmal den Menschen freundlich begegnen." "Warum sollte man das tun?" "Vielleicht, weil es der einzige Weg ist, die Welt wirklich zum Positiven hin zu verändern. Du wirst scheitern, wenn du versuchst, andere Menschen zu ändern, denn der einzige Mensch, den du wirklich ändern kannst, bist du selbst. Und wenn du selbst der Welt freundlicher entgegentrittst, hast du die möglicherweiße schon ein wenig gebessert." [....] "Freundlichkeit wird ausgenutzt." "Ich habe ja nicht gesagt, dass du blöd sein sollst." " In seinen Gedanken des Wutbürgers gegenüber wirkt er keinesfalls arrogant, sondern er versucht zu verstehen. Das war mir sehr sympathisch, denn ich hatte vorher schon arrogant Gedanken. Einziger Kritikpunkt ist, dass alles in einem durchgeschrieben ist. Ich hätte mir Kapitel gewünscht, in denen man doch schneller mal nachschlagen kann. Aber es lässt sich trotzdem leicht lesen und es ist sehr verständlich geschrieben. Für mich ein must-have Buch. Neben "Die Macht der Geographie" von Tim Marshall ist dieses Werk mein Sachbuch des Jahres.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
It's nice to be nice!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2017

So lautet der Werbeslogan eines Minisupermarkts mitten in den schottischen Highlands, und eigentlich ist dies auch das Resumé dieses kleinen, unscheinbaren und doch so weltklugen Büchleins von Axel Hacke!

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Ein Plädoyer
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2017

Dieses Buch ist für mich eines der wichtigsten Bücher in diesem Herbst. In dieser Zeit, vor der Bundestagswahl, eskalierenden Kriegsdrohungen in vielen Teilen der Welt, und ständigen "fake news", gibt es einen Anstoß, seine eigenen Werte zu prüfen und die Lösung der Probleme nicht auf Andere abzuwälzen. Die Frage,... Dieses Buch ist für mich eines der wichtigsten Bücher in diesem Herbst. In dieser Zeit, vor der Bundestagswahl, eskalierenden Kriegsdrohungen in vielen Teilen der Welt, und ständigen "fake news", gibt es einen Anstoß, seine eigenen Werte zu prüfen und die Lösung der Probleme nicht auf Andere abzuwälzen. Die Frage, die wir uns alle immer wieder stellen müssen, ist: "Wie wollen wir eigentlich leben?" und "Wie gehen wir miteinander um?"!

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