Mord ohne Grenzen

Elsass-Krimi

(7)
Tanja Gestier, Kriminalkommissarin und alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, wird zu einem ungewöhnlichen Fall gerufen: Ihre Freundin Sabine Radek, ebenfalls alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, hat in dem 200-Seelen-Dorf Potterchen im Krummen Elsass überraschend ein Haus geerbt. Als sie ihr Erbe antreten will, verschwindet ihre Tochter spurlos.
Sie bittet Tanja um Hilfe.
Die Kommissarin reist ins Elsass und arbeitet als Verbindungsbeamtin vor Ort.
Währenddessen stellen ihre Kollegen auf der deutschen Seite eigene Ermittlungen an, die sie in die saarländische Weinregion Perl und nach Luxemburg führen.
Tanja findet heraus, dass in dem kleinen elsässischen Dorf vor zwei Jahren schon einmal ein deutsches Mädchen verschwunden ist. Von dem Kind gibt es bis heute keine Spur.
Was geschieht mit den Mädchen?
Portrait
Gestorben wird immer in den Büchern der Wahl-Elsässerin Elke Schwab, denn Mord (auf dem Papier) ist ihr Hobby. Das beweist die Tatsache, dass die Krimiautorin aus Leidenschaft in den letzten siebzehn Jahren schon siebzehn Kriminalromane auf den Markt gebracht hat. Und es werden noch mehr, so viel kann sie schon verraten …
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz i
Seitenzahl 447, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783742792464
Verlag Neobooks
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Wie im Mittelalter
von einer Kundin/einem Kunden aus Brandenburg am 29.10.2017

Kaum ist Sabine Radek in Potterchen, einem kleinen elsässischem Städtchen angekommen, um ihr Erbe zu besichtigen, verschwindet ihre vierjährige Tochter Annabell. Damit beginnt das erste Kapitel schon mal recht spannend. Die Beschreibung der Ortschaft gefällt mir auch sehr gut. Einerseits gibt es einige Ruinen, dann wieder eine rosa Kirche... Kaum ist Sabine Radek in Potterchen, einem kleinen elsässischem Städtchen angekommen, um ihr Erbe zu besichtigen, verschwindet ihre vierjährige Tochter Annabell. Damit beginnt das erste Kapitel schon mal recht spannend. Die Beschreibung der Ortschaft gefällt mir auch sehr gut. Einerseits gibt es einige Ruinen, dann wieder eine rosa Kirche und schön gepflegte Bauernhäuser. Die Bewohner, denen Sabine bis jetzt begegnet ist, wirken schon etwas dörflich und eigenartig. In ihrer Verzweiflung ruft sie nach Annabells Verschwinden ihre Freundin Tanja Gestier an. Diese ist Kriminalkommissarin in Saarbrücken und kommt Sabine gleich inoffiziell zu Hilfe. Viel kann sie noch nicht ausrichten, aber das ändert sich bald. Sabine, Tanja und auch die französische Polizei sind sympathische Personen. Sabines Verzweiflung ist sehr gut geschrieben, man leidet richtig mit. Tanja fährt wieder nach Potterchen, um bei den Ermittlungen zu helfen. Dort trifft sie auch den französischen Kommissar Jean-Yves wieder, über den man jetzt auch ein bisschen mehr erfährt. Schön, dass sich die beiden gleich sympathisch waren. Aber die Bewohner von Potterchen scheinen nicht sehr interessiert und hilfsbereit. Pascal vom Ponyhof hat Annabell mit zum Ausritt genommen, ohne sie zu kennen. Der Fall erinnert an den eines verschwundenen Mädchens von vor zwei Jahren im selben Ort. Der Bürgermeister und sein Schwiegersohn Pascal wirken von Beginn an verdächtig. Beim ersten verschwundenen Mädchen wurde der Ponyhof gebaut, jetzt ist ein Ponyhotel geplant. Man erfährt, dass die Tochter des Bürgermeisters geistig behindert ist und auch die Dorfbewohner sich fragen, wie sie Pascal kennengelernt hat. Bisher sind die Unterschiede zwischen den Deutschen und den Franzosen gut erkennbar. Aber Jean-Yves ist mir schon sympathisch. Im Laufe des Buches lernt man noch recht viele Dorfbewohner kennen, deren Namen ich mir nicht alle merken kann. Aber irgendwie sind alle komisch. Der Bürgermeister versucht, Leuten ihre Grundstücke für seine Pläne abzukaufen mit dubiosen Versprechungen. Die alte Frau Wolff scheint alles über jeden zu wissen und hat wohl auch ziemlich viel Macht in der Stadt. Komisch, dass anscheinend keiner am Verschwinden der Mädchen interessiert ist. Die Leute werden immer unsympathischer. Richtig spannend wird es, als nach einem Dorffest mit zuviel deutscher Volksmusik der Kneiper Gilbert Krieger im Häcksler gefunden wird, was angeblich ein Unfall war. Dann hat es der Bürgermeister sehr eilig, vor den Wahlen noch die alten Klostermauern abzureißen. Dabei kommen Kinderknochen zum Vorschein. Es wird untersucht, ob es das vor vier Jahren verschwundene deutsche Mädchen ist oder ob es sogar mehrere Kinder waren. Wenn es nach dem Dorfältesten geht, haben früher die Nonnen das Ergebnis ihrer Sünden umgebracht und dort vergraben. Es wird richtig dramatisch, als es weitere Tote und Verletzte gibt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch deshalb, weil ich mich sehr über die Menschen in Potterchen und deren mittelalterliche Methoden aufgeregt habe. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das mit Lara zum Schluss hätte noch sein müssen. Und ganz schlimm waren die vielen toten Tiere. So etwas mag ich überhaupt nicht lesen. Durch die relativ kurzen Kapitel war das Lesen einfach und ging sehr schnell. Es gab auch viele geschichtliche Einblicke, was sehr interessant war. Das Cover mit der einsamen Schaukel ließ schon nichts Gutes vermuten.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Tragische Ereignisse in einem elsässischen Dorf
von eiger aus Berlin am 27.10.2017

„Mord ohne Grenzen“ ist für mich das erste Buch von Elke Schwab, aber mit Sicherheit nicht der letzte Krimi von ihr, den ich gelesen habe. Sie erzählt eine vielschichtige und äußerst spannende Geschichte, angereichert mit vielen geographischen und historischen Informationen rund um das Elsass. Das krumme Elsass, wo... „Mord ohne Grenzen“ ist für mich das erste Buch von Elke Schwab, aber mit Sicherheit nicht der letzte Krimi von ihr, den ich gelesen habe. Sie erzählt eine vielschichtige und äußerst spannende Geschichte, angereichert mit vielen geographischen und historischen Informationen rund um das Elsass. Das krumme Elsass, wo die Handlung angesiedelt ist, beschreibt ein hügeliges Gebiet im Nordwesten des Elsass in Frankreich. Hier treffen romanische und germanische Kultur aufeinander. Durch das Gebiet, welches sich nördlich von Strasbourg befindet, fließt die Saar. Es gibt neben Kleinstädten viele Dörfer in malerischer Umgebung. In einem von ihnen, dem 200-Seelen-Dorf Potterchen, erbt die geschiedene Sabine Radek überraschender Weise ein Haus von einem ihr nicht näher bekannten Onkel. Sie ist auf ihr Erbe gespannt und fährt im Herbst gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter Annabel dorthin, um es zu besichtigen. Dann geschieht das Unglaubliche und Unfassbare. Annabel verschwindet spurlos. Eben war sie doch noch bei ihr in dem Bauernhaus. Sabine sucht Haus und Umgebung ab. Vielleicht ist sie bei den Ponys, die sie unterwegs gesehen haben? Das Kind bleibt verschwunden. Da Sabine kein Vertrauen in die französische Polizei hat, ruft sie ihre Freundin Tanja Gerstier an, die als Kriminalkommissarin in Saarbrücken tätig ist. Sie ist selbst Mutter eines gleichaltrigen Mädchens und verspricht sofort zu helfen. Eigenmächtig und nicht gerade zur Freude ihrer Vorgesetzten treibt sie ihren Einsatz als „Verbindungsbeamtin“ in diesem Fall voran und wird bestätigt. Nun kann ihr Einsatz in Potterchen beginnen. Dort ist der Commandant Jean-Yves Valleaux Leiter der Ermittlungen. Ihn umgibt etwas Geheimnisvolles, dennoch entwickelt sich die Zusammenarbeit mit der attraktiven Tanja vielversprechend. Er kennt sich mit der Mentalität der Dorfbewohner gut aus, seine verstorbene Frau stammte aus Potterchen. Trotz eines Großeinsatzes von Spezialkräften der französischen Polizei, die jeden Winkel des Dorfes und seiner Umgebung untersuchen, bleibt Annabel verschwunden. Die Ermittlungen stehen von Beginn an unter Zeitdruck. Wie lange kann eine Vierjährige im Herbst allein draußen überleben? Jedem Hinweis wird nachgegangen, sowohl in Deutschland, wo auch Ermittlungen laufen, als auch in Frankreich. Nicht oft kommen die Ermittler weiter. Manche Erkenntnisse verwirren mehr als sie nutzen. Doch Tanja gelingt es mit ihrer Hartnäckigkeit ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen. So ist vor wenigen Jahren schon einmal ein Mädchen aus Deutschland spurlos verschwunden. Elke Schwab erzählt die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht der engagierten Tanja. Ihr gelingt es meisterhaft Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln. Wenn Tanja selbst in verlassenen Kellern und auf dem Friedhof nach Annabel sucht und dabei Unheimliches zu sehen scheint, fiebert man als Leser mit. Gänsehautgefühl pur. Das dramatische Finale birgt noch einige Überraschungen und ist in sich stimmig. Es verlangt von Tanja das Äußerste an Kraft, weil sie als Mutter und Polizistin tiefer von den Ereignissen berührt wird, als sie es ahnte. Die Autorin beschreibt ihre Protagonisten so lebendig und anschaulich, dass ich mir jeden gut vorstellen konnte. Auch die verschiedenen Dorfbewohner sind differenziert dargestellt. Man lernt sympathische Einwohner, aber auch sehr bösartige und finstere Menschen kennen. Dabei blickt der Leser auch hinter die Fassade des recht ansehnlichen Dorfes und entdeckt einen Sumpf aus Bestechung, Macht und Geldgier gepaart mit persönlichen Ambitionen. Die zahlreichen Informationen zum Hintergrund aus Geschichte, Kultur und Geographie machen manche Handlungsweisen verständlicher und vermitteln dem Leser Wissenswertes zur Region und wecken die Sehnsucht nach dem Elsass. Fazit: Wer eine fesselnde und gut erzählte Geschichte aus dem Dreiländereck Frankreich – Deutschland - Luxemburg mit Liebe zum Detail lesen möchte, dem kann ich „Mord ohne Grenzen“ uneingeschränkt empfehlen. Dank des flüssigen Schreibstils bereitet dieser Krimi spannendes Lesevergnügen pur.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Kauf- und Leseempfehlung...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 29.04.2017

Wie man es von Elke Schwab gewohnt ist sind die Figuren und Schauplätze aufs Beste ausgearbeitet. Die Figuren wirken durchweg glaubhaft, auch wenn man manche Reaktion der Reaktion der Figuren auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheint. Aber man sollte sich dadurch nicht täuschen lassen und diese im Hinterkopf... Wie man es von Elke Schwab gewohnt ist sind die Figuren und Schauplätze aufs Beste ausgearbeitet. Die Figuren wirken durchweg glaubhaft, auch wenn man manche Reaktion der Reaktion der Figuren auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheint. Aber man sollte sich dadurch nicht täuschen lassen und diese im Hinterkopf behalten, denn im Verlauf wird sich das klären. Gerade in der Beschreibung der Schauplätze spürt der Leser die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat. Sehr detailliert beschreibt sie den einen oder anderen Ort der Handlung und so setzte bei mir wieder ganz schnell mein Kopfkino ein. Wer also Krimis mit Lokalkolorit liebt ist hier bestens aufgehoben. Gut gefallen haben mir ebenfalls die Dialoge, die sehr echt wirkten. Das Buch abseits der Story macht den Leser neugierig auf die Gegend und man könnte es fast als einen kleinen Reiseführer ansehen. Die Story ist von Anfang an sehr spannend aufgebaut und dennoch gelingt es Elke Schwab die Spannung step by Step noch weiter zu erhöhen bis zum Finale. Mehrere Erzählstränge führen den Leser durch die Story die dem Gefühl nach nicht zusammenpassen und doch gelingt es der Autorin diese zusammenzuführen, so dass keine Fragen offen bleiben. Rundherum ist es Elke Schwab wieder einmal gelungen mich sehr gut zu unterhalten und zu fesseln. Und so vergebe ich dieses Mal wieder die volle Punktzahl, 5 von 5 Sternen und natürlich eine Leseempfehlung

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